Géraldine Di Tizio-Frey (* 19. Juni 1997 in Zug als Géraldine Frey) ist eine Schweizer Leichtathletin, die sich auf Sprint spezialisiert hat. 2026 erreichte sie die europäische Jahresbestzeit über 100 Meter und gewann mit der 4-mal-100-Meter-Staffel die Silbermedaille an den Europameisterschaften.

Sportliche Laufbahn Erste Erfahrungen bei internationalen Meisterschaften sammelte Géraldine Frey im Jahr 2015, als sie bei den Junioreneuropameisterschaften in Eskilstuna mit der Schweizer 4-mal-100-Meter-Staffel mit 45,89 s im Vorlauf ausschied. 2017 schied sie bei den U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz mit 12,12 s in der Vorrunde im 100-Meter-Lauf aus und gewann mit der Staffel in 44,07 s die Bronzemedaille hinter den Teams aus Spanien und Frankreich. Im Staffelvorlauf gab es mit 43,99 s einen neuen Schweizer Rekord. 2019 schied sie bei den U23-Europameisterschaften in Gävle mit 11,79 s im Halbfinal über 100 Meter aus und gelangte mit der Staffel mit 45,64 s auf Rang acht.

2022 startete sie im 60-Meter-Lauf bei den Hallenweltmeisterschaften in Belgrad und schied dort mit 7,15 s im Halbfinal aus. Im Juni wurde sie Schweizer Meisterin im 200-Meter-Lauf. Im Juli schied sie bei den Weltmeisterschaften in Eugene mit 11,30 s in der ersten Runde über 100 Meter aus, mit der Staffel belegte sie mit 42,81 s im Final den siebten Platz. Bei den Europameisterschaften in München kam sie in den Halbfinal des 100-Meter-Laufes und schied mit der Staffel im Vorlauf aus.

Im Jahr darauf wurde sie bei der 1. Liga der Team-Europameisterschaft im Zuge der Europaspiele in 11,26 s Vierte über 100 Meter und gelangte mit 23,57 s auf Rang sechs über 200 Meter. Zudem wurde sie in der 4-mal-100-Meter-Staffel in 43,39 s Erste im B-Lauf. Im August schied sie bei den Weltmeisterschaften in Budapest mit 11,28 s im Halbfinal über 100 Meter aus.

Als Schweizer Hallenmeisterin über 60 Meter schied sie bei den Hallenweltmeisterschaften 2024 in Glasgow mit 7,16 s im Semifinal über 60 Meter aus. Im Mai wurde sie bei den World Athletics Relays in Nassau in 42,75 s Dritte im C-Lauf in der 2. Qualifikationsrunde über 4-mal 100 Meter und sicherte sich damit einen Startplatz für die Olympischen Spiele in Paris. Anschließend schied sie bei den Europameisterschaften in Rom mit 11,29 s im Halbfinal über 100 Meter aus und wurde mit der Staffel im Finale disqualifiziert. Im August schied sie bei den Olympischen Sommerspielen in Paris mit 11,34 s im Vorlauf aus.

2025 erreichte sie bei den Halleneuropameisterschaften in Apeldoorn das Semifinal über 60 Meter und schied dort mit 7,13 s aus, wie auch bei den Hallenweltmeisterschaften kurz darauf in Nanjing mit 7,24 s. Ende Juni wurde sie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel bei der 1. Liga der Team-Europameisterschaft in Madrid in 42,87 s Siebte im A-Lauf und im September schied sie bei den Weltmeisterschaften in Tokio mit 11,34 s im Semifinal über 100 Meter aus und kam mit der Staffel im Vorlauf nicht ins Ziel.

Am 25. Juli 2026 gewann Géraldine Di Tizio-Frey bei den Schweizer Meisterschaften in Zürich den Titel über 100 Meter in 10,96 s und übernahm damit die europäische Jahresbestzeit. Sie unterbot ebenfalls ihre Bestmarke von 10,98 s am Leichtathletikmeeting in Bulle, das am 11. Juli 2026 stattfand. Im Finale in Bulle stoppte die Uhr für sie sogar bei 10,91 s. Da der Rückenwind mit +3,0 m/s jedoch über dem erlaubten Limit von +2,0 m/s lag, konnte diese Zeit nicht offiziell als Rekord gewertet werden. An den Europameisterschaften in Birmingham, 10. August 2026, wurde Géraldine Di Tizio-Frey Vierte. Im Halbfinal erreichte sie 11,02 s, die zweitschnellste Zeit an den Europameisterschaften. Ihre europäische Jahresbestzeit blieb unangetastet. Am 15. August 2026 gewann Géraldine Di Tizio-Frey als Startläuferin der 4-mal-100-Meter-Staffel mit einer Zeit von 43,12 s die Silbermedaille an den Europameisterschaften in Birmingham. Dies war die erste Medaille des Schweizerischen Staffelprojekts an einem internationalen Grossanlass nach zwölf Jahren.

Persönliche Bestleistungen 100 Meter: 10,96 s (+0,5 m/s), 25. Juli 2026 in Zürich 60 Meter (Halle): 7,11 s, 18. März 2022 in Belgrad 200 Meter: 23,12 s (−0,2 m/s), 25. Juni 2022 in Zürich

Persönliches Seit ihrer Hochzeit im Oktober 2025 trägt sie den Namen Géraldine Di Tizio-Frey. Sie studierte Pharmazie an der ETH Zürich und schloss ihr Studium im Sommer 2025 mit dem Master ab.Website von Géraldine Di Tizio-Frey, abgerufen am 27. Juli 2026. Sie wohnt in Unterägeri.

Weblinks

Website von Géraldine Di Tizio-Frey

Einzelnachweise

Kategorie:100-Meter-Läufer (Schweiz) Kategorie:200-Meter-Läufer (Schweiz) Kategorie:4-mal-100-Meter-Staffel-Läufer (Schweiz) Kategorie:Olympiateilnehmer (Schweiz) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2024 Kategorie:Teilnehmer an den Europaspielen (Schweiz) Kategorie:Teilnehmer der Europaspiele 2023 Kategorie:Schweizer Meister (Leichtathletik) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1997 Kategorie:Frau