Das Kloster Arnulfsau war ein 748/749 gestiftetes Benediktinerkloster am Oberrhein, das 826 nach Schwarzach verlegt wurde.
Geschichte Das Kloster wurde von Graf Ruthard († vor 31. August 790), der am Bodensee, im Breisgau, in der Ortenau und im Elsass Besitz hatte, auf einer damals „Arnulfsau“ genannten Rheininsel gestiftet. Ihr genauer Standort ist nicht bekannt; sie wird ungefähr zwischen Drusenheim und Stollhofen verortet.
In einer Urkunde des Straßburger Bischofs Heddo heißt esJohann Daniel Schöpflin: Alsatia diplomatica. Band 1, Mannheim 1772, Urkunde Nr. XVI, S. 16. Lateinischer Text auch in: Jacques-Paul Migne: Patrologia Latina. Band 88, Appendix: Episcopi Argentoratenses, Nr. LXXX, Sp. 1315A.:
Keimzelle des Klosters war die Vereinigung mehrerer Einsiedler auf der Insel, und bereits 714 wird von einem dortigen Abt berichtet. Die eigentliche Klostergründung fand erst durch Ruthard statt, unterstützt durch den heiligen Pirminius und Bischof Heddo von Straßburg. Der kinderlose Ruthard vermachte den größten Teil seines elsässischen Besitzes dem Kloster Arnulfsau, seine Güter in der Ortenau dem Kloster Gengenbach. Seinen Besitz im Breisgau verkaufte er an die Abtei Sankt Denis bei Paris.
Verlegung nach Schwarzach Das Kloster wurde nach einem Bauernaufstand im Jahre 825 vermutlich bereits 826 auf das orographisch rechte, östliche Rheinufer verlegt,Hans Jänichen, Warin, Rudhart und Scrot. Besitzgeschichtliche Betrachtungen zur Frühgeschichte des Stiftes Buchau. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte. Bd. 14, 1955, S. 372–384 wo sich im Laufe der Zeit der zuvor noch nicht bestehende Ort Schwarzach entwickelte.
Zur weiteren Geschichte siehe Kloster Schwarzach.
Einzelnachweise
Weblinks Josef Bader: Badische Landesgeschichte: von den ältesten bis auf unsere Zeiten, 2. unveränderte Auflage, Herder, Freiburg im Breisgau, 1834, S. 56 Klöster in Baden-Württemberg: Benediktinerabtei Schwarzach – Geschichte
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