mini|St. Stephan in Moggast Die römisch-katholische, denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Stephan steht auf dem Friedhof von Moggast, einem Gemeindeteil der Stadt Ebermannstadt im Landkreis Forchheim (Oberfranken, Bayern). Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-4-74-121-72 als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen. Die Pfarrei gehört zum Seelsorgebereich Fränkische Schweiz im Dekanat Forchheim des Erzbistums Bamberg.

Geschichte und Architektur mini|Innenansicht Wann in Moggast eine erste Kirche erbaut wurde, ist nicht bekannt.

Der Kirchturm im Osten ist der spätgotische Chorturm des Vorgängerbaus, der 1707 neu aufgerichtet wurde. Nach einem Blitzschlag 1819 wurde er um ein Geschoss reduziert und mit einem achtseitigen, schiefergedeckten Knickhelm versehen.

Das neobarocke Langhaus der Saalkirche mit dem eingezogenen Chor im Osten wurde 1921/22 nach einem Entwurf von Otto Schulz erbaut.

An der Nordseite des Kirchturms wurde eine Aussegnungshalle angebaut.

In den 1990er-Jahren wurde eine Generalsanierung vorgenommen.

Ausstattung

Altäre mini|Altäre Der Hochaltar wurde 1665 gebaut. Auf seinem Altarretabel ist der Kirchenpatron Stephanus dargestellt, flankiert vom Heinrich II. (HRR) und der heiligen Kunigunde. Die beiden Seitenaltäre, der Herz-Jesu-Altar und der Marien-Altar, befanden sich früher im Bamberger Dom und wurden 1840 ersteigert.

Über dem Priestersitz befindet sich die Statue des hl. Wendelin.

Deckengemälde mini|Deckengemälde von Gebhard Fugel Das Deckengemälde stellt die Wundersame Brotvermehrung dar und wurde 1926 von Gebhard Fugel gemalt. Die Szene spielt sich in einer weiten, bergigen Landschaft ab. Christus sitzt erhöht auf einem Felsvorsprung über einer Schlucht. In den zahlreichen Talmulden haben sich unzählige Menschen versammelt. Einige der Personen bringen riesige Körbe mit Broten zu Christus, die dieser segnet. Die bereits gesegneten Brote werden verteilt. Hinter Christus stehen einige seiner Jünger.

Orgel mini|Orgel Die historische Orgel des Bayreuther Orgelbauers Johann Wolf aus dem 19. Jahrhundert kam 1998 nach Moggast. Sie wurde für eine symbolische D-Mark von Mariä Heimsuchung in Hirschfeld (Steinbach am Wald) erworben, durch die Orgelbauwerkstätte Benedikt Friedrich nach Moggast transferiert und am 26. April 1998 in Moggast eingeweiht. Sie besitzt 16 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Literatur

Aquilas RohnerZu Aquilas Rohner siehe Artikel in Niederbayern-Wiki.: Die Geschichte der Pfarrei Moggast. Ebermannstadt 1996

Weblinks

Pfarrkirche Moggast

Einzelnachweise

Stephan Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Forchheim Kategorie:Pfarrkirche des Erzbistums Bamberg Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Stephanus-Märtyrer-Kirche Kategorie:Kirchengebäude in Europa Stephan Kategorie:Neobarockes Kirchengebäude Kategorie:Neobarockes Bauwerk in Bayern