Đà Lạt ist eine Stadt in Vietnam, im südlichen Teil des zentralen Berglandes am Xuân Hương-Stausee gelegen. Die Stadt hat 188.467 Einwohner (Stand: 2004). Đà Lạt ist Hauptstadt der Provinz Lâm Đồng und verfügt über eine Universität und mehrere Forschungsinstitute. Gemüseanbau, Blumenzucht und Tourismus sind die Wirtschaftszweige in Đà Lạt.

Die wörtliche Bedeutung des Namens in der lokalen Lat-Sprache ist „Fluss des Lat-Volkes“. Die Stadt ist von Seen, Wasserfällen und Wäldern umgeben. Sie gilt aufgrund des vergleichsweise milden Klimas, der parkähnlichen Umgebung und der immergrünen Wälder als beliebtes Urlaubsziel ausländischer und einheimischer Touristen. Đà Lạt wird unter anderem auch „Klein Paris“, „Disneyland“, „Stadt des ewigen Frühlings“ und „Stadt der Künstler“ genannt.

Geschichte Als erster Europäer bereiste 1893 der Arzt Alexandre Yersin, ein Mitarbeiter des Mediziners Louis Pasteur, die Stadt. Jedoch wurde Đà Lạt erst 1912 offiziell durch die französischen Kolonialherren gegründet. Diese liebten die Stadt und deren Umgebung wegen des milden Klimas. Vor allem die Oberschicht Saigons baute hier ihre Wochenendvillen und Altersruhesitze, die heute noch den Charme Đà Lạts ausmachen.

Während des Vietnamkriegs war Đà Lạt Standort des einzigen Kernreaktors Südvietnams sowie einer Militärakademie. Wirtschaftlich produzierte die Stadt sowohl Agrarprodukte für die Hauptstadt Saigon als auch für den Export.Bruce Lockhart, William J. Duiker: Historical Dictionary of Vietnam, 3. Auflage, Lanham, 2006, S. 95 Von den Zerstörungen des Krieges blieb Đà Lạt weitgehend verschont. Heute entwickelt sich Đà Lạt im Rahmen des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs in Vietnam sehr schnell. So ist das alte Đà Lạt Palace Hotel durch die Sofitel-Gruppe übernommen worden und einer der landschaftlich schönsten Golfplätze Vietnams wurde um das Hotel angelegt.

Verkehr Der Ort liegt an der ehemaligen Bahnstrecke Tháp Chàm–Đà Lạt. Sie wurde seit 1908 in mehreren Etappen erbaut und erreichte Đà Lạt am 8. Dezember 1932. Der Betrieb wurde 1968 aufgrund des Vietnamkriegs eingestellt und weite Teile als Reparaturmaßnahmen für die Bahnstrecke Hanoi–Ho-Chi-Minh-Stadt 1975 abgebaut. In den 1990er Jahren wurde ein 7 km langes Teilstück zwischen dem Endbahnhof Đà Lạt und Trại Mát als Touristenbahn „Dalat Plateau Rail Road“ wiederaufgebaut.adb.org: () 2019 Wurden Pläne bekannt, nachdem die Strecke nach Tháp Chàm komplett wiederhergestellt werden soll. Sehenswürdigkeiten miniatur|250px|Aussicht auf Đà Lạt Bahnhof (Architektur aus Kolonialzeit Frankreichs) Café Tung (traditionsreiches Etablissement) Ho Xuan Huong-Wasserfall Sommerpalast von Kaiser Bảo Đại (Museum) Zuan Huong-See Zentralmarkt Pongour Wasserfall Dambri Wasserfall Gougah Wasserfall Prenn Wasserfall Datanla Wasserfall Lien Koung Wasserfall Chua Thien Vuong Pagode Quan Am Tempel Du Sinh Hügel Love Valley Das verrückte Haus

Söhne und Töchter Henri Huet (1927–1971), französisch-vietnamesischer Fotograf und Kriegsjournalist Odile Bain (1939–2012), französische Helminthologin Pierre Nguyễn Văn Nhơn (* 1938), katholischer Geistlicher, emeritierter Erzbischof von Hanoi Paul Bùi Van Ðoc (1944–2018), katholischer Geistlicher, Erzbischof von Ho-Chi-Minh-Stadt Marie-France Pisier (1944–2011), französische Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Linda Lê (1963–2022), vietnamesisch-französische Schriftstellerin Jacqueline Nguyen (* 1965), US-amerikanische Bundesrichterin

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