Die American Eugenics Society (AES; „Amerikanische Gesellschaft für Eugenik“) war eine US-amerikanische Vereinigung, die gegründet wurde, um eugenische Aufklärungsprogramme für die amerikanische Öffentlichkeit zu fördern und die Rassenhygiene und EugenikDie AES beschrieb Eugenik als das Studium der Verbesserung der genetischen Zusammensetzung des Menschen durch kontrollierte Reproduktion verschiedener Rassen und Klassen von Menschen, vgl. American Eugenics Society (1926–1972) propagierte und eine „Rassenverbesserung“ der genetischen Zusammensetzung der Bevölkerung anstrebte. Die Ziele und Aktionen der AES änderten sich im Laufe der Jahre, je nachdem, wer den Vorsitz der Organisation innehatte.Rachel Gur-Arie: American Eugenics Society (1926–1972) Zu ihren Zielen gehörten unter anderem die Bekämpfung unerwünschter Einwanderung in Nordamerika.vgl. z. B. die Beiträge des Fourth Report of the Committee on Selective Immigration of the American Eugenics Society. American Eugenics Society (Herausgeber). 1928 mini|Signet des Zweiten Internationalen Eugenik-Kongresses, 1921, mit dem Motto „Eugenics is the self-direction of human evolution“

Geschichte Die American Eugenics Society wurde offiziell 1926Zunächst war 1922 von Madison Grant, Harry H. Laughlin, Henry Crampton, Irving Fisher und Henry Fairfield Osborn das Eugenics Committee of the U.S.A. gegründet worden. gegründet und bestand unter diesem Namen bis 1972,A new name society for the study of social biology (Formerly the American eugenics society). 23. August 2010 wo sie in Society for the Study of Social Biology umbenannt wurde, später dann in die Society for Biodemography and Social Biology (seit 2014). Ein in internationaler Perspektive erster organisierter Zusammenschluss von Eugenikern war 1903 in den USA erfolgte, in Form der American Breeders’ Association, aus der später die Amerikanische Gesellschaft für Eugenik hervorging.vgl. Christof Gestrich (Hrsg.): Der Wert menschlichen Lebens: medizinische Ethik bei Karl Bonhoeffer und Dietrich Bonhoeffer. 2006, S. 16 Die Gesellschaft entstand nach dem Erfolg des Zweiten Internationalen Kongresses für Eugenik (New York, 1921). Zu den Gründungsmitgliedern zählten Madison Grant,Der Anthropologe Alexander Goldenweiser beispielsweise hielt dessen Hauptwerke The Passing of the Great Race (1916) und The Conquest of a Continent (1933) für bewundernswerte Beispiele für in ein wissenschaftliches Gewand gekleidete Vorurteile (Anthropology. New York 1946). Harry H. Laughlin, Henry Crampton Irving Fisher und Henry Fairfield Osborn. Zu den prominenten Mitgliedern und Förderern gehören J. P. Morgan, Jr., Mary Duke Biddle, Margaret Sanger und John H. Kellogg.Erna Kurbegovic und Colette Leung:

Die Gesellschaft wurde einer der wichtigsten Kanäle, die die Arbeit des Eugenics Records Officeenglisch Eugenics Records Office (ERO) und anderer Körperschaften einem breiteren Publikum vermittelten.Charles King: Schule der Rebellen: Wie ein Kreis verwegener Anthropologen Race, Sex und Gender erfand. 2020 (Online-Teilansicht)

Die Gesellschaft unterstützte kleinere eugenische Bestrebungen wie die Galton Society in New York, New York, und die Race Betterment Foundation in Battle Creek (Michigan), und beeinflusste die eugenische Politik des Obersten Gerichtshofs der USA in Fällen wie Buck v. Bellvgl. Buck v. Bell, 274 US 200 - Supreme Court 1927 (1927) und Skinner v. Oklahoma (1942).Rachel Gur-Arie: American Eugenics Society (1926–1972)

Irving Fisher, der Politische Ökonomie an der Yale University lehrte, war der erste Präsident der Gesellschaft, Charles Davenport, Direktor des Cold Spring Harbor Laboratory, war der erste Vizepräsident.

Zu weiteren Präsidenten der American Eugenics Society zählten Persönlichkeiten wie Clarence C. Little (Präsident der University of Michigan)Kevin D. Williamson: Planned Parenthood’s Century of Brutality. National Review, 19. Juni 2017, Henry Pratt Fairchild, (Soziologie, New York University), Ellsworth HuntingtonDessen Bücher The Character of Races und das frühere Climate and Civilization sind dem Anthropologen Alexander Goldenweiser zufolge "almost unique as bad reasoning and faulty method (very useful reading)" (Alexander Goldenweiser: Anthropology. New York 1946, S. 531) (1876–1947; Geograph und Ökonom an der Yale University), Samuel Jackson Holmes (Zoologie, University of California), Harry L. Shapiro (American Museum of Natural History). Zu den Präsidenten der Society for the Study of Social Biology zählten Gardner Lindzey und John L. Fuller und andere.

Unter den Präsidenten der Gesellschaft setzte sich Harry H. Laughlin (vom Eugenics Record Office), der von 1927 bis 1929 Präsident war, im frühen 20. Jahrhunderts für die eugenische Sterilisation in den USA ein.Rachel Gur-Arie: American Eugenics Society (1926–1972)

Die American Eugenics Society ist unter anderem Herausgeber eines Eugenischen Katechismus (A Eugenics Catechism, New Haven, Connecticut 1926).A Eugenics Catechism, American Eugenics Society, Inc. 1926.

In den 1920er bis 1930er Jahren wurde ein Teil der Arbeit der AES auf staatlichen und lokalen Messen präsentiert.

Publikationen mini|Eugenics Quarterly und Social Biology (ab 1969) Organ der Gesellschaft war die seit 1916 bestehende Zeitschrift Eugenical News, ab 1954 die Eugenics Quarterly. Diese wurde 1969 in Social Biology und 2008 in Biodemography and Social Biology umbenannt. Sie erscheint vierteljährlich (Print Online ).

(Siehe auch den Abschnitt „Sources“ in Rachel Gur-Arie (2014), nach der die Society of Social Biology sich von der AES distanziert hat.)

Siehe auch Dritter Internationaler Eugenik-Kongress (1932) American Birth Control League, gegründet 1921 von Margaret Sanger, 1942 in Planned Parenthood Federation of America umbenannt

Literatur Rachel Gur-Arie: „American Eugenics Society (1926–1972)“. Embryo Project Encyclopedia (2014-11-22). Online unter embryo.asu.edu Erna Kurbegovic und Colette Leung: American Eugenics Society (AES) Curators of the University of Missouri (2012): American Eugenics Society – aus dem Webarchiv Stefan Kühl: The Nazi Connection. Eugenics, American Racism, and German National Socialism (Oxford University Press, 1994)

Weblinks American Eugenics Society Papers – American Philosophical Society Mss.575.06.Am3w - American Eugenics Society material collected by Leon F. WhitneyLeon F. Whitney, der Autor von A Charity to Lesson Charity (Published by American Eugenics Society. New Haven, Connecticut, Published by American Eugenics Society Inc., 1926), mit Ellsworth Huntington: The Builders of America (William Morrow & Company, New York, 1927) und The Case for Sterilization (Frederick A. Stokes Company, New York, 1934). „Aufartung“ durch Ausmerzung

Einzelnachweise und Fußnoten

Kategorie:Organisation (Vereinigte Staaten) Kategorie:Eugenik Kategorie:Rassismus in den Vereinigten Staaten Kategorie:Gegründet 1926