Bufotes pewzowi (Xinjiang-Kröte) ist eine Krötenart aus der Gattung Bufotes (früher als „Bufo viridis-Komplex“ innerhalb der Gattung Bufo aufgefasst).C. Dufresnes, G. Mazepa, D. Jablonski, R. Oliveira, T. Wenseleers, D. A. Shabanov, M. Auer, R. Ernst, C. Koch, H. E. Ramírez-Chaves, K. P. Mulder, E. Simonovo, A. Tiutenko, D. Kryvokhyzhar, P. L. Wennekes, O. Zinenko, A. Korshunov, A. M. Al-Johany, E. A. Peregontsev, R. Masroor, C. Betto-Colliard, M. Denoël, L. J. Borkin, D. V. Skorinov, R. Pasynkova, L. F Mazanaeva, J. M. Rosanov, S. Dubey, S. Litvinchuk: Fifteen shades of green: The evolution of Bufotes toads revisited. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Vol. 141, 2019, S. 106615, Elsevier. doi:10.1016/j.ympev.2019.106615 Genetisch steht sie zwischen Bufotes perrini und Bufotes latastii. Der Artname pewzowi ehrt den russischen Geografen und Kartografen Michail Wassiljewitsch Pewzow (1843–1902).Певцов (Михаил Васильевич). In: Brockhaus-Efron. XXVa, 1898, S. 917 (Wikisource), abgerufen am 7. Februar 2018.

Merkmale und Verbreitung mini|links|Xinjiang, Westchina B. pewzowi ähnelt in ihrem Aussehen der Nominat-Form Bufotes viridis. Auch bei diesen Tieren ist die Grundfarbe der Haut hellbeige mit zahlreichen olivgrünen, schwarz umrandeten Flecken sowohl am Rücken als auch an den Extremitäten. Die tetraploide Kröte lebt in den Ebenen Zentralasiens, in den Ausläufern und Vorbergzonen des Tian Shan, im Zhungar Alatau und im Pamir-Gebirge (Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan), in den Bergen und Wüsten Westchinas und der Mongolei. In montanen Regionen bevorzugt die Xinjiang-Kröte grasbewachsene Hänge und Plateaus mit Bachläufen, die meist von Schmelzwasser gespeist werden.S. L. Kuzmin: Amphibien der ehemaligen UdSSR. Partnerschaft wissenschaftlicher Publikationen der KMK (2. Auflage) 2012, S. 152–156. Auch aus der Umgebung des abflusslosen und versalzten Balkhash-See in Kasachstan sowie aus dem nordöstlichen Altai-Gebirge liegen Funde vor. Die Kröte ist an extreme Trockenheit adaptiert und toleriert physiologisch große Temperaturschwankungen.

Gefährdung und Schutz Laut IUCN gilt die Art als ungefährdet (Least Concern, Stand: 2004/2015).Rote Liste IUCN iucnredlist.org, abgerufen am 21. Juli 2022. Die Einstufung gilt inzwischen aufgrund mangelnder Datenlage als unklar.

Quellen

Literatur L. J. Borkin, V. K. Eremchenko, N. Helfenberger, A. M. Panfilov, J. M. Rosanov: Zur Verbreitung diploider, triploider und tetraploider Wechselkröten (Bufo viridis -Komplex) im Südosten Kasachstans. In: Russisches Journal für Herpetologie. 8, 2001, S. 45–53. C. Betto-Colliard, R. Sermier, S. N. Litvinchuk, N. Perrin, M. Stöck: Ursprung und Genomentwicklung polyploider grüner Kröten in Zentralasien: Beweise von Mikrosatellitenmarkern. In: Vererbung. 114, 2015, S. 300–308. F. G. Ficetola, M. Stöck.: Besetzen polyploide Amphibien hybriden Ursprungs transgressive oder intermediäre ökologische Nischen im Vergleich zu ihren diploiden Vorfahren? In: Zeitschrift für Biogeographie. Band 43, 2016, S. 703–715. S. L. Kuzmin: Die Amphibien Russlands und angrenzende Gebiete. Westarp – Spektrum Verlag, Magdeburg/Heidelberg 1995, ISBN 3-89432-457-0. M. Stöck, R. Günther, W. Böhme: Fortschritte bei einer taxonomischen Überarbeitung der asiatischen Bufo viridis -Gruppe: aktueller Stand nomineller Taxa und ungelöste Probleme (Amphibien: Anura: Bufonidae). In: Zoologische Abhandlungen. Staatliches Museum für Tierkunde in Dresden. Band 51, 2001, S. 253–319.

Einzelnachweise

Weblinks

Darrel Frost, American Museum of Natural History amphibiansoftheworld.amnh.org, abgerufen am 21. Juli 2022

Kategorie:Kröten Kategorie:Bufonidae Kategorie:Xinjiang