Leyla Chakar ist eine deutsche Bauingenieurin bulgarischer Abstammung und seit 2018 Professorin für Verkehrswesen an der Hochschule für Technik Stuttgart.

Werdegang Von 1992 bis 1998 studierte Chakar an der Universität Sofia Bauingenieurwesen mit der Fachrichtung Straßenbau und schloss dieses im Jahr 2000 mit dem Magister in Transportbau ab.ksp.kit.edu

Nach einer Weiterbildung am Institut für Straßen- und Eisenbahnwesen der Technischen Universität Karlsruhe (TH) in den Jahren 2001 und 2002, gefördert mit dem Rektor-Stipendium, arbeitete sie dort als akademische Mitarbeiterin. Nach ihrer Promotion im Jahr 2008 übernahm sie die Laborleitung sowie die stellvertretende Prüfstellenleitung nach RAP Stra. Von 2011 bis 2018 war Chakar geschäftsführende Referentin der Fachgruppe Sand und Kies beim Industrieverband Steine und Erden e.V. (ISTE) in Ostfildern. Seit September 2018 lehrt sie als Professorin für Verkehrswesen an der Hochschule für Technik in Stuttgart (HFT).

Forschungsschwerpunkte Aktuell (2022) beschäftigt sich Chakar mit der Erprobung von gebrochenem Kies des Oberrheins als Einsatz in Waschbeton. Das Projekt liefert Langzeiterfahrungen für den Einsatz einer neuen Bauweise im Hinblick auf Alkali-Kieselsäure-Reaktions-Schäden, Griffigkeit und Ebenheit.

Weiterer Forschungsschwerpunkt war die Prüfung, ob und ggf. inwieweit durch Modifikation von Splittmastixasphalt mit Elektroofenschlacke (EOS) in verschiedenen Kornklassen eine Optimierung des Verformungswiderstandes unter Berücksichtigung des thermischen Verhaltens möglich ist.

Auszeichnungen Im Februar 2010 erhielt Chakar den Preis der Franz und Alexandra Kirchhoff-StiftungFranz und Alexandra Kirchhoff-Stiftung für ihre Dissertation.

Ausgewählte Publikationen Leyla Chakar: XII National Conference on Transport Infrastructure with International Participation in Nesebar 2019. Transport infrastructure and construction institute Ltd, Sofia 2019, . V. Hartmann, L. Chakar, M. Schmitz, P. Schlager: Erfahrungsbericht über die Erprobungsstrecke in Betonbauweise mit Waschbetonoberfläche auf der BAB A 5 unter Verwendung von gebrochenem Kies des Oberrheins (Alpine Moräne Edelsplitt). In: Straße und Autobahn. Band 69, Nr. 9, 2018, S. 746–751. L. Chakar (Mitautorin): Leitfaden Qualitätsbaustoffe aus Alpine Moräne. In: Schriftenreihe des ISTE. Arbeitskreis Technische Öffentlichkeitsarbeit der Fachgruppe Sand und Kies im ISTE (Hrsg.). Band 5, 2015, ISBN 978-3-936528-08-4. L. Chakar: Optimierung des Verformungswiderstandes von Splittmastixasphalt durch Modifikation mit Elektroofenschlacke. Dissertation an der Fakultät für Bauingenieur-, Geo- und Umweltwissenschaften der Universität Fridericiana zu Karlsruhe (TH) 2010 2010: Vortrag zur „Bewertung des Verformungswiderstandes von Asphalt mit dynamischen Druckversuchen“ Quelle:

Mitgliedschaften Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen FGSV seit 2002 Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure VSVI seit 2013 2 Normungsausschüsse des Deutschen Instituts für Normung e.V. 2014 bzw. 2016 bis 2018 Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO) Forschungsgemeinschaft Mineralische Rohstoffe e.V. (FG MIRO), Beirat 2012 bis 2018, 2 Ausschüsse 2012 bis 2018 bzw. seit 2012 Quelle:

Weblinks Prof. Dr.-Ing. Layla Chakar

Einzelnachweise

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