mini|Östliche Tunneleinfahrt unter dem Deichtorplatz, im Hintergrund das Deichtor-Center, die Hauptkirche St. Katharinen und ein Teil des Kontorhausviertels, ganz rechts der 2019/20 abgerissene City-Hof Der Deichtortunnel ist ein Straßentunnel im Südosten der Hamburger Innenstadt. Er wurde 1959–62 im Zuge der 1953 begonnenen Ost-West-Straße gebaut und war als Teil eines seinerzeit geplanten, weitgehend kreuzungsfreien Netzes aus Schnellstraßen und Stadtautobahnen konzipiert.
Das 130 Meter lange Bauwerk unterquert den Deichtorplatz in West-Ost-Richtung und verbindet die Willy-Brandt-Straße im Westen mit der Amsinck-, Nordkanal- und Spaldingstraße im Osten, drei wichtigen Ausfallstraßen in die östlichen Stadtteile sowie zu den Elbbrücken und zur Autobahn in Richtung Süden. Er ist Teil der Bundesstraße 4.
In technischer Hinsicht galt der Deichtortunnel als Vorbild für den benachbarten und 1963–66 erbauten Wallringtunnel: Er bekam erstmals eine Längslüftung, schallschluckende Tunneldecken sowie geflieste und leicht geneigte Wände, die den Schall an die Decke reflektieren und auf diese Weise ebenfalls zur Dämpfung des Verkehrslärms beitragen.
Literatur Sven Bardua, Gert Kähler: Die Stadt und das Auto: Wie der Verkehr Hamburg veränderte. Dölling und Galitz 2012, ISBN 978-3-86218-030-1. Sven Bardua: Unter Elbe, Alster und Stadt. Die Geschichte des Tunnelbaus in Hamburg. Dölling und Galitz Verlag, München und Hamburg 2011, ISBN 978-3-86218-019-6, S. 90–93.
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