Yo soy Betty, la fea (deutsch: „Ich bin Betty, die Hässliche“) ist eine kolumbianische Telenovela, die von Fernando Gaitán geschaffen wurde. Die Erstausstrahlung von Yo soy Betty, la fea erfolgte zwischen dem 25. Oktober 1999 und dem 8. Mai 2001 auf dem kolumbianischen Fernsehsender RCN Televisión. Die Handlung von Yo soy Betty, la fea wurde in den beiden Serien Ecomoda (2001–2002) und Betty La Fea, die Geschichte geht weiter (2024) fortgesetzt.

Die Telenovela Yo soy Betty, la fea erfreute sich nicht nur in Kolumbien großer Beliebtheit, sondern wurde auch in etlichen Ländern weltweit mit großem Erfolg ausgestrahlt. Das Konzept der Telenovela fand auch bei zahlreichen TV-Verantwortlichen aus allen Teilen der Welt großen Anklang und wurde in diversen Ländern für das lokale Publikum adaptiert.

Handlung Beatriz „Betty“ Aurora Pinzón Solano ist eine junge, intelligente, hoch qualifizierte, aber etwas schüchterne Frau, die mit ihren Eltern in Bogotá lebt. Betty wird ständig auf ihr Aussehen reduziert und erfährt oft Ablehnung, weil sie nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht. Da sie aufgrund ihres Aussehens keine Anstellung findet, bewirbt sie sich bei dem bekannten Modeunternehmen Ecomoda um die Stelle als Sekretärin, die weit unter ihren Qualifikationen liegt. Ihr direkter Vorgesetzter ist der frisch ernannte neue Geschäftsführer von Ecomoda, Armando Mendoza, der mit Marcela Valencia verlobt ist, die ihrerseits eine leitende Position im Unternehmen innehat. Ecomoda zählt zu den renommiertesten Modeunternehmen des Landes und wurde von Roberto Mendoza und seiner Frau Margarita Sáenz, den Eltern von Armando und Julio Valencia, dem Vater von Marcela, Daniel und María Beatriz, gegründet. Nach dem Tod von Julio und seiner Frau Susana bei einem Flugzeugabsturz wurden ihre Kinder von Roberto und Margarita aufgezogen.

Roberto zieht sich nach 35 Jahren an der Spitze von Ecomoda zurück und überlässt seinen Platz Armando, nachdem dieser sich bei der Wahl des Verwaltungsrats knapp gegen Daniel Valencia durchgesetzt hat, mit dem ihn eine erbitterte Rivalität verbindet. Der Verwaltungsrat entschied sich für Armando, nachdem dieser Marcela einen Heiratsantrag machte, mit welchem er sich ihre Stimme sichern konnte. Allerdings knüpft der Verwaltungsrat seine Entscheidung an eine Bedingung: Wenn Armando die ehrgeizigen Ziele, welche er vor der Wahl zugesagt hat, nicht innerhalb eines Jahres erreicht, muss er den Posten des Geschäftsführers an Daniel abtreten.

Armando stellt Betty zusammen mit Patricia Fernández ein, einer engen Freundin von Marcela, die sich bereit erklärt, als seine Sekretärin zu arbeiten, um die wachsenden finanziellen Probleme des Unternehmens zu lösen, während Marcela darauf bedacht ist, Patricia als Armandos Sekretärin einzusetzen, damit sie ihn im Auge behalten kann. In kürzester Zeit gelingt es Betty, Armandos rechte Hand zu werden, und dank ihrer Fähigkeiten und Effizienz als Wirtschaftswissenschaftlerin wird sie zu seiner Assistentin befördert. Betty gewinnt zudem Armandos persönliches Vertrauen und hilft ihm, seine Seitensprünge zu verbergen, was Betty wiederum den Groll von Marcela einbringt. Betty verliebt sich heimlich in Armando und gesteht ihren Bürokolleginnen sowie neuen Freundinnen, einer Gruppe, die als „El cuartel de las feas“ bekannt ist, dass sie in einen wohlhabenden und gut aussehenden Geschäftsmann verliebt ist. Sie sagt ihnen jedoch nicht, dass es sich um Armando handelt, sondern erzählt ihnen stattdessen, es sei Nicolás Mora, der in Wirklichkeit Bettys bester und einziger Freund ist, den sie seit ihrer Kindheit kennt und der ebenfalls Wirtschaftswissenschaftler ist, gerade auf Arbeitssuche ist und ebenso wenig wie Betty den gängigen Schönheitsidealen entspricht. Betty muss sich zudem mit den permanenten Kränkungen und Verhöhnungen durch Hugo Lombardi, den Designer von Ecomoda, auseinandersetzen, für den nur das Aussehen zählt.

Armandos Versuche, seine Ziele zu erreichen (basierend auf den rein mathematischen und ökonomischen Empfehlungen von Betty, die ihrerseits jedoch keinerlei Ahnung von der Modewelt hat), führen zu schweren Verlusten für Ecomoda und bringen das Unternehmen an den Rand des Konkurses. Um das Unternehmen zu retten, beschließt Armando, ein zweites Unternehmen zu gründen, das ein Pfandrecht an Ecomoda hält, um so zu verhindern, dass das Unternehmen von Gläubigern und Banken gepfändet werden kann. Das zweite Unternehmen wird unter dem Namen „Inversiones Terramoda“ und mit Armandos eigenem Kapital gegründet. Er überträgt Terramoda auf Betty, so dass sie rechtlich alleinige Eigentümerin ist und die tatsächlichen Gläubiger von Ecomoda keinen Verdacht schöpfen. Diese grenzlegale Strategie wird absolut geheim gehalten; nur Betty, Armando und Mario Calderón, der stellvertretende kaufmännische Leiter von Ecomoda und Armandos engster Freund, wissen Bescheid. Armando befiehlt Betty, die Finanzberichte, die den Aktionären vorgelegt werden, zu „frisieren“, um zu verhindern, dass der Verwaltungsrat von Ecomoda die tatsächliche Lage des Unternehmens erfährt und ihm die Geschäftsführung entzogen und an Daniel übertragen wird.

Betty setzt Nicolás als Generaldirektor von Terramoda ein und instruiert ihn über die wahre wirtschaftliche Situation von Ecomoda. Kurz darauf erfahren Armando und Mario durch getuschel einiger Angestellter von Ecomoda, dass Nicolás der Freund von Betty ist. Das führt sie zu der Annahme, dass Betty und Nicolás beschließen könnten, beide Unternehmen an sich zu reißen. Um Bettys Loyalität zu gewinnen, schmieden Armando und Mario einen perfiden Plan: Armando soll Betty umgarnen, um sie bei sich zu behalten und Ecomoda nicht einer möglichen feindlichen Übernahme auszusetzen. Armando willigt widerwillig ein, obwohl er Betty unattraktiv, uninteressant und langweilig findet. Betty wiederum glaubt, dass Armando wirklich etwas für sie empfindet und lässt sich auf eine heimliche Affäre mit ihm ein. Betty macht sich die Tatsache zunutze, dass niemand Armando verdächtigen würde, eine Affäre mit einer Frau wie ihr zu haben, denn er ist ein Frauenheld, oberflächlich und betrügt Marcela ständig mit den hübschesten Frauen. Trotzdem bleibt Armando der ständigen Wachsamkeit von Marcela ausgesetzt, die ihrerseits ahnt, dass er eine Geliebte hat, aber spürt, dass die Beziehung dieses Mal über den einfachen sexuellen Aspekt hinausgeht, im Gegensatz zu seinen üblichen Affären, so dass sie sich große Sorgen macht und ihre zukünftige Ehe gefährdet sieht.

Mit der Zeit verliebt sich Betty mehr und mehr in Armando. Armando wiederum beginnt, sein oberflächliches Denken abzulegen und begreift, was für ein wunderbarer Mensch Betty eigentlich ist. Er verliebt sich aufrichtig in sie, hält seine Gefühle aber gegenüber Mario geheim, der Armando ständig damit neckt, dass er das „Monster“ küssen muss. Obwohl Armando wirklich in Betty verliebt ist, beschließt er, ihr nichts von ihrem grausamen Plan zu erzählen, da er glaubt, dass Betty ihm niemals verzeihen würde, wenn sie davon wüsste.

Betty entdeckt ein Schreiben von Mario an Armando, in dem er ihm weitere „Anweisungen“ gibt, wie er die vorgetäuschte Romanze fortsetzen soll. Betty ist am Boden zerstört über die Art und Weise, wie Armando ihre Gefühle ausgenutzt hat, und ist schwer niedergeschlagen. Anstatt ihn zur Rede zu stellen, beschließt sie am nächsten Tag, sich zu rächen, indem sie beginnt, das Geld von Terramoda leichtfertig auszugeben und die angebliche Beziehung zu Nicolás echter aussehen zu lassen. Sie will die beiden glauben machen, dass sie und Nicolás tatsächlich vorhaben, sich das Geld der beiden Unternehmen anzueignen. Armando versucht vergeblich, Betty zurückzugewinnen, nicht ahnend, dass sie seine ursprünglichen Motive für ihre Beziehung bereits kennt, und obwohl seine Hochzeit mit Marcela kurz bevorsteht.

Bei der nächsten Vorstandssitzung offenbart Betty die wahre Situation des Unternehmens und Armando sowie Mario sind gezwungen, von ihren Posten zurückzutreten. Gleichzeitig enthüllt auch Daniel, was er über die Situation des Unternehmens wusste und ist entschlossen, Armando zu verdrängen. Indes offenbart Betty Armando, dass sie die Wahrheit über die vorgetäuschte Affäre kennt und erzählt Marcela die ganze Wahrheit, die daraufhin beschließt, ihre Hochzeit mit Armando abzublasen. Armando versucht, Betty zu erklären, dass seine Gefühle für sie echt sind, kann sie aber nicht überzeugen. Betty tritt zurück und hinterlässt mehrere Dokumente in der Hoffnung, dass der Verwaltungsrat durch diese die Kontrolle über Ecomoda und Terramoda erlangen kann.

Unmittelbar nach ihrer Kündigung beginnt Betty als Assistentin für Catalina Ángel zu arbeiten, die von Ecomoda in der Vergangenheit häufig für PR-Arbeiten engagiert wurde. Betty reist mit Catalina, die für einen Teil der Organisation des nationalen Schönheitswettbewerbs verantwortlich ist, nach Cartagena. Dort erzählt Betty Catalina die ganze Wahrheit über alles, was bei Ecomoda passiert ist, und Catalina beginnt, Betty zu beraten, um ihr zu helfen, ihr Erscheinungsbild zu optimieren. Betty lernt Michel Doinel kennen, einen französischen Geschäftsmann, der in Cartagena lebt und mit Catalina befreundet ist, und es entwickelt sich eine gewisse Anziehung zwischen den beiden.

In Bogotá erkennt der Vorstand von Ecomoda, dass er zur Rettung von Ecomoda die von Armando eingeleitete Strategie (die Beschlagnahme der Vermögenswerte von Ecomoda durch Terramoda) für einige Monate beibehalten muss, während Ecomoda seine Schulden begleicht, da diese nicht mit dem Vermögen der Gesellschafter beglichen werden können. Und dafür benötigen sie die Hilfe von Betty.

Nach dem Schönheitswettbewerb kehrt Betty nach Bogotá zurück, wo sie von den Gesellschaftern von Ecomoda zu einem Treffen geladen wird. Auf Anraten ihrer Anwälte beschließen sie, dass die einzige Möglichkeit, Ecomoda zu retten, darin besteht, dass Betty das Embargo von Terramoda gegen Ecomoda aufrechterhält und dass Betty vorübergehend zur Geschäftsführerin von Ecomoda ernannt wird, damit sie mit den Banken und anderen Gläubigern des Unternehmens verhandeln kann, da diese nur ihr diese Aufgabe zutrauen. Betty übernimmt die Leitung und ernennt Nicolás zum stellvertretenden Finanzdirektor.

Als Geschäftsführerin von Ecomoda schlägt Betty eine Geschäftsstrategie vor, die darin besteht, die Kunden des Unternehmens in Mode- und Farbfragen zu beraten, so wie Betty von Catalina bei ihrer ästhetischen Transformation beraten wurde. Armando und Mario schlagen auch eine Franchising-Strategie für Lateinamerika vor und setzen sie um. Beide Strategien sind erfolgreich, und Ecomoda beginnt sich zu erholen, auch wenn Hugo Lombardi dadurch das Unternehmen verlässt.