Die drei ??? – Feuriges Auge ist ein 2018 erschienener Jugendkrimi von André Marx und der 200. Band der Buch- sowie die 200. Folge der Hörspielreihe Die drei ??? und damit der fünfte Jubiläumsband der Reihe, der aus drei Teilen besteht.
Handlung Der verschwundene Detektiv Justus, Peter und Bob machen bei einer Führung durch eine Quecksilbermine im nahegelegenen Dalton mit, bei der Justus den Plan hat, die Reisegruppe zu verlassen, um alte Schriften von Bankräubern, die angeblich Beute in der Mine versteckt haben, zu suchen. Die drei ??? finden jedoch nichts und müssen feststellen, dass die Führung inzwischen zu Ende ist und sie nun eingesperrt sind. Mithilfe eines alten Förderkorbs können sie die Mine verlassen, werden aber vom Führer Timothy entdeckt. Dieser kontaktiert die Erziehungsberechtigten der drei, woraufhin es gehörigen Ärger von Justus’ Tante Mathilda gibt.
Am nächsten Tag werden Peter und Bob in der Schule ins Sekretariat gebracht, wo sie von Tante Mathilda erfahren, dass Justus verschwunden ist. Die beiden durchsuchen die Zentrale und finden zwei benutzte Trinkgläser, was darauf hinweist, dass Justus am vorigen Abend Besuch hatte. Außerdem finden sie einen Schriftzug, der in einen Zettel geritzt ist: Hilfe.
Peter und Bob kontrollieren daraufhin die letzten Anrufe und E-Mails, die Justus erhalten hat. Dabei stößt Bob auf die Internetseite des Seven Pines Motels in Hollywood. Die beiden vermuten, dass Justus das Motel in der Nacht seines Verschwindens aufgesucht hatte, woraufhin Peter nachschaut, ob Justus’ Motorrad noch im Schuppen nahe des Schrottplatzes steht. Das Motorrad befindet sich nicht mehr dort, dafür hat sich der Stadtstreicher „Rubbish George“ dort eingerichtet, da im Hafen, wo sein Hausboot liegt, zu viel Unruhe herrscht.
Gegen genug Bezahlung von Peter teilt ihm Rubbish George mit, dass Justus in der letzten Nacht in den Schuppen gerannt sei und mit dem Motorrad weggefahren sei. Inzwischen meldet sich Inspektor Cotta und bekommt von Peter und Bob alle Informationen, die sie bisher ermittelt haben.
Daraufhin bringen die beiden die Telefon- und E-Mail-Lawine ins Rollen – eine Erfindung von Justus, bei der alle Personen kontaktiert werden, die man kennt und bei der diesen das, was man wissen will, berichtet wird. Diese Personen rufen dann alle Freunde aus ihrem Bekanntschaftskreis an und so verbreitet sich die Nachricht. Peter und Bob lassen über die Lawinen nach Justus und dessen Motorrad fahnden.
Tante Mathilda ist mittlerweile so verzweifelt über Justus’ Verschwinden, dass sie grundlos Kunden des Schrottplatzes anbrüllt. Als dann eine Frau mit Baseballmütze fragt, ob alles in Ordnung sei, fällt Mathilda Jonas ihr in die Arme und erzählt ihr die ganze Geschichte.
Peter und Bob fahren in der Zwischenzeit zum Seven Pines Motel, um sich dort nach Justus zu erkundigen. Dort erfahren sie vom Rezeptionist Mr. Anderson, dass sich die Polizei ebenfalls schon erkundigt hatte, aber Justus ist nicht dort gewesen. Daraufhin meldet die Reinigungskraft, dass sich eine Frau mit Baseballmütze ebenfalls nach einer Person erkundigt hatte, die einmal in dem Motel gewohnt hatte. Peter und Bob vermuten, dass es dieselbe Frau war, der Tante Mathilda ihr Herz ausschüttete. Nun vermuten die beiden, dass diese Frau Mathilda Jonas ausgehorcht hat. Nach kurzem Suchen findet Mr. Anderson den Namen der Person, nach der sich die Frau erkundigt hat: Rama Sidri Rhandur.
Im siebten Fall der drei ??? (Der Fluch des Rubins) hatte sich ein Mann namens Rama Sidri Rhandur nach einem Rubin erkundigt, dem sogenannten Feurigen Auge. Dieser Rubin war das Erbe des durch Indien reisenden Horatio August, der den Stein, mit einem Rätsel versehen, seinem Neffen August, genannt „Gus“, vererbte, der ihn mithilfe der drei ??? fand. Rhandur war ein Abgesandter des Tempels der Gerechtigkeit in Indien, aus dem das Feurige Auge stammt. Für eine große Summe Geld kaufte er Gus den Stein ab und reiste zurück nach Indien.
Bob findet bei seinen Recherchen über Rhandur und das Feurige Auge einen zwei Wochen alten Bericht über Pleshiwar, wo sich in den Bergen der Tempel der Gerechtigkeit befindet: Im Sommerpalast des Maharadschas Tarvinder Singh ist bei einem Erdbeben ein Flügel eingestürzt, wobei eine alte Geheimkammer freigelegt wurde.
Um mehr über Rhandur herauszufinden, rufen Bob und Peter Gus in England an. Sie erreichen jedoch nur seinen Vater, der den beiden berichtet, dass Gus schon auf dem Weg nach Amerika sei und sie mit seinem Besuch überraschen wolle. Vorher habe er aber noch einen Termin bei einem Mr. White, einem alten Freund seines Onkels Horatio, der mit ihm durch Indien reiste. Da Gus sich aber seit zwei Tagen nicht mehr gemeldet hat, gehen Peter und Bob davon aus, dass Gus aus demselben Grund verschwunden ist wie Justus.
Da alle Spuren ins Leere führen, suchen Peter und Bob Mr. Dwiggins auf; den Anwalt, der damals das Testament von Horatio August an Gus weitergab und auch von Rama Sidri Rhandur bedroht wurde. Als sie dort ankommen, werden sie aus dem Hinterhalt von zwei maskierten Männern überfallen. Peter nimmt sogleich mit seinem MG die Verfolgung auf. Die beiden Männer begeben sich in eine Berghöhle, wo sie eine lebensgroße, blaue Statue mit einem roten Stein in der Stirn anbeten. Beim Beobachten stürzt Peter in den Abgrund. Als er erwacht, sind die Männer und die Statue verschwunden.
Als Peter wieder zurück bei Mr. Dwiggins ist, müssen sie feststellen, dass die Akte mit dem Testament von Horatio August von den Männern gestohlen wurde. Dwiggins meinte, sie seien hinter dem Feurigen Auge und einer silbernen Hand her.
Zuhause werden Peter und Bob beide von ihren wütenden Eltern empfangen. Tante Mathilda Jonas hat diese angerufen und über Justus’ Verschwinden sowie über Peters und Bobs Ermittlungen aufgeklärt. Nun dürfen die beiden nicht mehr weiter ermitteln und müssen nach der Schule sofort nachhause kommen. Da Justus’ Verschwinden den beiden wichtiger ist, beschließen sie, vorerst nicht mehr in die Schule zu gehen und stattdessen weiter zu ermitteln.
Durch Recherchen bringt Bob in Erfahrung, dass der Tempel der Gerechtigkeit in Pleshiwar angeblich „verschwunden“ ist. Außerdem bringt er mehr über die blaue Gottheit in Erfahrung. Die Bewohner des Tempels, die sich „Diener der Gerechtigkeit“ nennen, verehren einen indischen Volksgott namens Dhaarmikwar, in dessen Stirn der Platz des Feurigen Auges ist. Ein anderes Volk, dass sich „Shikaaree“ nennt, bekriegt seit Urzeiten die Diener der Gerechtigkeit. Außerdem findet Bob heraus, dass Rhandur das Feurige Auge auf seinem Weg nach Indien verloren hatte und es dort nie ankam. Seitdem gelten der Mann und der Rubin als verschollen.
Durch Zufall entdecken die Peter und Bob einen Zeitungsartikel, in dem steht, dass beim berühmten Filmstar Solomon Charles, welcher den Geheimagent Blake Turner gespielt hat, eingebrochen wurde, wobei eine silberne Hand gestohlen wurde. Mr. Dwiggins sprach von einer silbernen Hand, weshalb sich die beiden zum Anwesen des Schauspielers begeben. Es gelingt ihnen, die zahlreichen Paparazzi abzulenken und unbemerkt zur Eingangstür der Villa zu gelangen, wo sie mit Mühe Solomon Charles davon überzeugen können, dass sie keine Mitglieder der Presse sind. Charles lädt sie zu einem Gespräch über Horatio August ein, der ein alter Freund von ihm war.
Dort erfahren sie, dass sich Mr. White auch bei Charles gemeldet hat. Bei einem von Horatios letzten Besuchen bei Charles brachte dieser ihm die Silberne Hand aus dem Tempel der Gerechtigkeit mit und meinte, wenn Charles jemals einen Mann mit drei tätowierten Punkten auf der Stirn träfe, dann sollte er sich in Acht nehmen.
In einer Papiertonne in Charles Garage finden sie die Visitenkarte Whites, die Charles bereits weggeworfen hatte; allerdings fällt die Mülltonne bei Bobs Versuch, hineinzuklettern um und zahlreiche Paparazzi fotografieren das Ereignis, bis Charles schließlich das Garagentor wieder schließt.
In der Zentrale kann Bob Bonnie Newman ausfindig machen, welche die Freundin von Horatio August war. Derweilen treffen Peters und Bobs Eltern ein, die den Zeitungsartikel von Bob in der Mülltonne gelesen haben. Peter und Bob werden von ihren Eltern ins Verhör genommen. Schließlich gelingt es Onkel Titus, die Eltern der beiden zu überzeugen, die Detektive weiter ermitteln zu lassen, da es um Justus’ Leben geht.
Dann taucht die Frau mit der Baseballmütze wieder auf und bricht in die Zentrale ein. Bevor Peter und Bob etwas unternehmen können, entkommt sie. Dann klingelt das Telefon, da ein Mädchen Justus’ Motorrad in Leo Carillo ausfindig gemacht hat. Peters und Bobs Väter bestehen darauf, mitzukommen. Bob fährt mit seinem Vater nach Leo Carillo und Peter und sein Vater suchen Bonnie Newman auf.
Bob und sein Vater finden in Leo Carillo das Motorrad und weiße Fragezeichen, die auf einen Anlegesteg weisen. Von einem Nachtwächter erfahren sie, dass Justus’ Rucksack in der Nacht dort gefunden wurde. Im Rucksack findet Bob das Empfangsgerät ihres Peilsenders. Das Boot, neben dem der Rucksack gefunden wurde, heißt Raider, da aber der Hafenmeister den Namen des Besitzers nicht preisgibt, können sie diese Spur nicht weiter verfolgen.
Peter und sein Vater treffen Bonnie Newman in ihrem Haus, diese ist jedoch dement, hält Mr. Shaw für einen Mr. Brown, mit dem sie ihn verwechselt, und drückt ihm stattdessen ein Buch in die Hand: John Mercury und das Tal der Diamanten. Auf der Heimfahrt meldet sich Mr. White bei Peter und vereinbart ein Treffen im California Heritage Institute.
Von Mr. White erfahren Peter und Bob, dass bei dem Erdbeben in Pleshiwar alte Schriften des Maharadschas wieder aufgetaucht sind, in denen vom Feurigen Auge und der Silbernen Hand die Rede ist. Als Peter und Bob ihm die Kette mit dem Stammesgott Dhaarmikwar zeigen, meint er, er habe die Statue bereits in der Quecksilbermine in Dalton gesehen, in der die drei ??? am Anfang waren. White scheint mehr zu wissen, will Peter und Bob aber nichts sagen. Er will die beiden am nächsten Tag in Dalton treffen, um ihnen dort alles zu berichten.
Auf dem Heimweg springt plötzlich der Empfänger des Peilsenders an. Die beiden fahren zurück zum Institut und sehen gerade noch, wie eine Person in einen weißen Kastenwagen gezerrt wird. Im Wagen sieht Peter Mr. White und die Frau mit der Baseballmütze. Die beiden verfolgen den Wagen bis zur Dalton-Mine, wo sie sich an das Fahrzeug heranschleichen. Als der Wagen plötzlich auf sie zufährt, fliehen sie, werden aber vom Fahrer des Autos gestellt: Justus.
Die silberne Hand Nachdem Justus Ärger mit seiner Tante und seinem Onkel wegen des Vorfalls in der Quecksilbermine in Dalton bekommt, zieht er sich in die Zentrale zurück. Von dort aus beobachtet er unerwartet zwei Männer, welche auf dem Schrottplatz umherwandern. Außerhalb der Zentrale erkennt Justus schließlich August, den er mit Freude in die Zentrale auf ein Glas Cola einlädt. Der andere Mann, offensichtlich indischer Herkunft, stellt sich als Vikram vor. Er meint, er wäre auf der Suche nach seinem verschollenen Vater und die drei ??? haben ihn als letzte zu Gesicht bekommen: Rama Sidri Rhandur.
Justus gibt die Adresse des Seven Pines Motels und die von Mr. Dwiggins an Vikram weiter. Während des Gesprächs kratzt Gus mit seinem Kugelschreiber auf einem Blatt Papier herum. Nachdem die beiden den Schrottplatz wieder verlassen haben, sieht Justus, dass Gus das Wort Hilfe in das Papier geritzt hat. Justus wird klar, dass Vikram Gus nur überwachte und bereitet sich auf die Verfolgung der beiden vor. Er implantiert den Sender des Peilsenders in dem Kugelschreiber, welcher von Gus verwendet worden war. Es gelingt ihm noch rechtzeitig, den weißen Kastenwagen von Vikram und Gus zu stoppen und Gus seinen Kugelschreiber zurückzugeben. Mit dem Empfänger im Rucksack fährt Justus mit seinem Motorrad dem Kastenwagen hinterher, welcher ihn an den Hafen bringt. Er zeichnet weiße Fragezeichen, um seinen Weg zu markieren.