Die drei ??? – Feuermond ist ein 2005 erschienener Jugendkrimi von André Marx und der 125. Band der Buchreihe Die drei ??? und damit der zweite Jubiläumsband der Reihe, der aus drei Teilen besteht. 2008 erschien Feuermond zudem als 125. Hörspielfolge der gleichnamigen Hörspielserie.

Handlung

Das Rätsel der Meister Auf dem Heimweg vom Kino wird Bob Andrews durch eine Explosion vom Fahrrad geworfen. Der Stadtstreicher von Rocky Beach, Rubbish-George, kann ihn in Sicherheit bringen. Es stellt sich heraus, dass das ehemalige Verwaltungsgebäude der Stadt explodierte, was das Gebäude und eine benachbarte Umspannstation zerstörte. Möglicherweise hat dies Einfluss auf die geplante 200-Jahr-Feier, die in diesem Jahr stattfinden sollte.

Die drei ??? erhalten einen anonymen Brief, in dem steht, dass der Stromausfall, der durch die explodierte Umspannstation verursacht wurde, kein Zufall war. Der Absender will sich noch am selben Tag mit den drei Detektiven am Santa-Monica-Pier treffen, es würde um „Jaccards Vermächtnis“ gehen. Da der Brief vor der Explosion geschickt wurde, beweist das, dass er kein Scherz ist. Jean Marie Jaccard war ein berühmter Künstler, der teure Gemälde malte. Bob erhält von Justus den Auftrag, mehr über ihn herauszufinden, während Peter Rubbish-George aufsucht, der ihm gegen Bezahlung berichtet, dass er vor der Explosion eine schwarze Corvette am Tatort gesehen habe. Dieser Wagen gehört angeblich einem Mann, der „Nachtschatten“ genannt wird und für genug Geld skrupellose Dienste leistet. Rubbish-George warnt Peter vor diesem Mann, da er sehr gefährlich ist.

Als die drei ??? nachmittags am Santa-Monica-Pier ankommen, berichtet Bob, dass die Polizei inzwischen herausgefunden hat, dass die Ursache für die Explosion eine Bombe gewesen ist.

Nach einer halben Stunde Wartezeit taucht ein blonder Skater mit einem „Miller“-Tattoo auf und wirft den drei ??? ein Päckchen vor die Füße. Im besagten Päckchen befinden sich Briefe von Jaccard an seinen damaligen Freund Hernandez, der auch Künstler gewesen ist. Jaccard schrieb die Briefe kurz vor seinem Tod, weshalb sie nie besonders viel Text enthalten. In den Briefen ist die Rede von Jaccards letztem Gemälde „Feuermond“, das laut Jaccard die Wahrheit enthalten würde. Er schrieb, dass nur die klügsten an das Gemälde und sein Geheimnis herankommen würden. Außerdem sollen sich auf den Gräbern von Jaccard und Hernandez Hinweise auf das Bild befinden. Und es ist die Rede von einem „Otto“, der auf dem Weg zu Hernandez sei.

Nachdem die drei ??? die Briefe gelesen haben, taucht der blonde Skater wieder auf und entreißt Justus die Briefe wieder.

Um die Spur weiter zu verfolgen, setzen die drei die Telefonlawine in Gang, um den blonden Skater mit dem Tattoo, welches ein wichtiges Merkmal ist, ausfindig zu machen. Während die Lawine läuft, bringt Bob durch seine Mutter in Kenntnis, dass Feuermond tatsächlich unter Kunstexperten bekannt ist, aber nie gefunden wurde – es ist sozusagen ein moderner Mythos. Um mehr über Jaccards besten Freund herauszufinden, statten die drei ??? dem Hernandez-Haus in Oxnard einen Besuch ab. Dort erklärt ihnen eine Mitarbeiterin eine Kunsttechnik, die Hernandez einsetzte – die Anamorphose. Ein verzerrtes Bild, welches nur aus einem bestimmten Blickwinkel identifizierbar ist. Manche Anamorphosen können auch nur mit speziell geformten Spiegeln erkannt werden. Als sie die Mitarbeiterin allerdings auf Jaccard ansprechen, wird sie misstrauisch und beachtet die drei ??? nicht mehr. Justus verdächtigt sie jetzt.

Hernandez Grab befindet sich ebenfalls in Oxnard. Da auf den Gräbern Hinweise zu Feuermond zu finden seien, suchen die drei das Grab auf. Auf dem Grab finden sie unter den Geburts- und Sterbedaten die Aufschrift:

Hast du die Welt gesehen, dann hast du viel gesehen und kennst doch erst die halbe Wahrheit.

Durch ein Bild von Jaccards Grab finden sie heraus, dass dort ein ähnlicher Text auf Französisch geschrieben steht:

Hast du das letzte Werk gesehen, dann hast du viel gesehen und kennst doch erst die halbe Wahrheit.

Am nächsten Tag meldet sich ein Junge aus Santa Monica, er kenne den Skater mit dem Miller-Tatoo, der auch so genannt wird. Auf einer Halfpipe können die drei ihn ausfindig machen und mit einem Peilsender versehen. Millers Spur führt sie durch den Rustic Canyon bis zu einem verlassenen Haus, in dem die Auftraggeberin Millers wohnt – Brittany. Die drei ??? belauschen, wie sie mit Victor Hugenay telefoniert; sie wird am nächsten Tag am Chinese Theater in Hollywood sein.

Justus lassen Hugenays Machenschaften in der Vergangenheit (siehe: Band 2 Der Super-Papagei, Band 9 Der seltsame Wecker, Band 73 Poltergeist, Band 101 Das Erbe des Meisterdiebs) keine Ruhe, weshalb er immer wieder den Zeitungsartikel über ihre einzige große Niederlage ihrer Detektivlaufbahn durchliest. Damals hatte Hugenay seinen Tod vorgetäuscht und Justus und seinen Kollegen das Versteck geraubter Gemälde verraten. Justus verliebte sich in Hugenays Handlangerin Brittany, die angeblich viel Geld für eine Behandlung aufgrund von schlimmer Krankheit brauchte – so kam das Geld fast in die Hände Hugenays, was die drei doch noch verhindern konnten. Allerdings konnte er der Polizei mal wieder entkommen. Seitdem war er verschollen.

Am nächsten Tag begeben sich die drei ??? zum Chinese Theater, wo sie beobachten, wie ein großer Mexikaner in schwarzem Mantel von Brittany etwas zugesteckt bekommt. Peter und Bob verfolgen den Mexikaner, dessen Auto eine schwarze Corvette ist, was darauf hinweist, dass er der Nachtschatten ist.

Währenddessen beschließt Justus, mit Brittany zu reden. Brittany erzählt den drei ??? ihre gesamte Lebensgeschichte. Vor einer Woche hatte Hugenay Brittany wieder angerufen und von Jaccards Vermächtnis gesprochen. Doch Brittany will ihn nun überführen und braucht dazu die drei ???, weshalb sie ihnen die Briefe zum Lesen gab. Hugenay erteilt Brittany Aufträge übers Telefon. Brittany muss Päckchen zum Nachtschatten oder zum Taxistand bringen und bekommt dort Briefe mit ihrem Geld dafür. Noch am selben Tag wird sie noch von Hugenay angerufen, sie soll wieder ein Päckchen zum Taxistand bringen.

Die drei ??? bringen in dem Päckchen einen Peilsender unter und verfolgen das Taxi. An einer roten Ampel gibt es Verkehrsprobleme, weswegen sie die Spur vorübergehend verlieren, auf dem Rückweg aber wiederfinden. Der Peilsender befindet sich mit dem Päckchen schließlich in einem einsamen Strandhaus, in welchem sich Hugenay niedergelassen hat. Justus beobachtet ihn, wird aber dabei von ihm erwischt. Da Hugenay ja von Grund auf höflich ist, tut er Justus nichts, sondern behandelt ihn wie einen Gast. Nachdem Peter und Bob die Polizei alarmiert haben, umzingeln sie Hugenay; dieser flieht aber durchs Fenster. Seine Flucht auf einem Strandbuggy missglückt, und er wird von Inspektor Cotta gefangen.

Der Pfad der Täuschung Hugenay befindet sich in Untersuchungshaft im Polizeipräsidium von Rocky Beach. Inspektor Cotta ist es gelungen, den Reportern klarzumachen, Hugenay wäre in einem größeren Gefängnis eingesperrt.

Justus, Peter und Bob besuchen Cotta im Präsidium, der sich seit Tagen nicht gemeldet hat. Hugenay hat Andeutungen auf ein Verbrechen gemacht, welches in naher Zukunft stattfinden und bei dem ein wertvolles Gemälde gestohlen werden soll. Abgesehen davon schwieg Hugenay und stellt die Forderung, Justus zu sprechen.

Justus wird in Hugenays Zelle gebracht, wo er schon erwartet wird. Das Gespräch wird von Cotta, Peter und Bob über Kameras mitverfolgt, was allerdings gegen Hugenays Forderungen ist. Hugenay weiß genau, dass alles mitgeschnitten wird, und spricht daher mit verschlüsselten Worten, die nur Justus, Peter und Bob verstehen. Hugenay meint, der Nachtschatten würde Feuermond stehlen. Dann redet er von einer Kindheitsfreundin, die ein Fan von Hernandez gewesen ist. Hugenay stahl ein Gemälde von Hernandez und schenkte es Julianne Wallace, seinem Schwarm, was sie so beeindruckte, dass sie selbst Gemäldediebin und eine Rivalin von Hugenay wurde. Damit meint Hugenay, dass auch Miss Wallace hinter Feuermond her ist.

Da der Nachtschatten Hugenays Komplize und Bote war, weiß er genau über dessen Pläne Bescheid und versucht, sich das Gemälde, welches Hugenay stehlen wollte, nun selbst unter den Nagel zu reißen.

Cotta meinte, in Hugenays Strandhaus sei nichts, was auf einen Diebstahl hinweisen könnte, gefunden worden, was beweist, dass das Päckchen, in dem sich der Peilsender befand, von Hugenay bei seiner Flucht auf dem Strandbuggy in den Sand geworfen wurde. Die drei ??? suchen den gesamten Strand ab, finden aber nur noch Reste des Pakets.

Also versuchen die drei, Julianne Wallace ausfindig zu machen, und finden durch Wilbur Graham ihre Adresse heraus. Justus und Peter fahren in Julianne Wallace´ Wohnort Solromar, während Bob im Hernandez-Haus weiter recherchieren will. Dort erkundigt er sich nach der Mitarbeiterin, die ihnen damals die Anamorphosen erklärt hatte. Diese Frau stellt sich als Julianne Wallace heraus.

Justus und Peter versuchen währenddessen in Solromar, wo es nur Wohnwagen gibt, in Miss Wallace´ Wohnwagen einzubrechen, lösen aber die Alarmanlage aus und fliehen. Die Besitzerin der Grundstücke erwischt sie, aber die beiden reden ihr ein, sie hätten einen Einbrecher beobachtet und verfolgt.

Im Hernandez-Haus hat Miss Wallace den Einbruch durch ein Funkgerät, welches mit der Alarmanlage verbunden ist, bemerkt und ist schon auf dem Weg nach Solromar, gefolgt von Bob. Dort angekommen, stellt sie den Alarm ab und dankt Peter und Justus für ihre Hilfe, erkennt sie aber nicht wieder. Justus hat nun den Plan, einen Wohnwagenstellplatz zu mieten, um Miss Wallace zu beschatten. Da die drei ??? aber keinen Wohnwagen besitzen, beschließt Justus, die Zentrale der drei ??? zu verwenden. Der riesige Wohnwagen muss perfekt ausgestattet werden, um für so etwas tauglich gemacht zu werden. Morton bringt die Zentrale mit dem Rolls-Royce nach Solromar, wo die drei mit dem Beschatten beginnen. In den ersten Tagen kommt bei den Beobachtungen nichts weiter heraus, als dass Miss Wallace Bücher über Jaccard und Hernandez liest. Da die Beobachtungen sie vorerst nicht weiterbringen, beschließt Bob, herauszufinden, was es mit dem rätselhaften Otto auf sich hat, der in den Briefen erwähnt wurde. Bob vermutet, dass es sich um eine Bildhau-Figur von Hernandez handelt, da Hernandez seinen Figuren Namen gab.

Justus und Peter begeben sich zum Hernandez-Haus, um es herauszufinden. Im Museum fragen sie einen Mitarbeiter, der aber angeblich nichts weiß, aber die Chefin des Museums, Mrs. Albright, meint, dass die Figur, die auf dem Platz vor dem Museum ausgestellt ist, Otto genannt wurde. Der richtige Name der Figur ist Weltenseher, da die Figur einmal einen Globus in der Hand hielt, der aber inzwischen gestohlen wurde. Von Mrs. Albright erfahren sie auch, dass der Nachtschatten sich ebenfalls am vorherigen Tag über den Weltenseher erkundigt hat.

In Solromar beobachtet Bob, wie Miss Wallace telefoniert und dann wütend zu ihm zur Zentrale kommt. Sie brüllt Bob an, sie wüsste nun, wer sie sind, und will wissen, was sie im Schilde führen. Als Bob sich dumm stellt, meint Miss Wallace, wenn die drei am nächsten Tag nicht weg sind, will sie Anzeige erstatten. Als Justus und Peter zurückkommen, reimen sie sich zusammen, dass der Mitarbeiter, der nichts über Otto erzählen wollte und Brandon Myers hieß, ein Komplize von Miss Wallace ist und sie per Telefon über die drei informiert hat. Unmittelbar danach trifft Brittany endlich wieder auf. Sie war untergetaucht, damit sie nicht verhaftet wird, nachdem Hugenay es wurde. Dann berichtet sie, dass sie Miller geschickt hat, um die drei bei Hugenays Überführung zu überwachen. Miller hatte sie die ganze Zeit beobachtet, als sie an Hugenays Strandhaus waren und hatte auch das Päckchen gefunden und Brittany mitgebracht.