Alun Davies (* 21. Juli 1942) ist ein walisischer Gitarrist und Songwriter, der in den 1970er Jahren vor allem durch seine Kooperation mit Cat Stevens bekannt wurde.

Biografie Zu Beginn seiner musikalischen Karriere spielte der junge Alun Davies Skiffle auf einer Ukulele, bevor er sich eine billige Akustikgitarre leisten konnte. Mit seinem Schulfreund John Michael Burchell, der sich als Musiker Jon Mark nannte, ergatterte er zwei Jahre nach Schulabschluss einen Plattenvertrag bei Decca Records. Mit dem Produzenten Shel Talmy nahmen sie 1963 an einem Tag das Album Relax Your Mind auf. Das Duo spielte danach als Straßenmusiker in Europa und einige Zeit auf einem Passagierschiff, mit dem sie sechzehnmal den Atlantik überquerten. Anschließend war Davies als Studiomusiker tätig und tourte gelegentlich mit namhaften Musikern, darunter Spencer Davis. Zudem wurde er als Produzent für den Folksänger Jeremy Taylor engagiert.

1968 kamen Davies und Mark wieder zusammen. Sie gründeten die Band Sweet Thursday, zu der auch Nicky Hopkins (Keyboards), Brian Odgers (Bass, Holzblasinstrumente, Flöte) und Harvey Burns (Schlagzeug) gehörten. 1969 veröffentlichten sie das Album Sweet Thursday, jedoch ging ihre Plattenfirma Tetragrammaton Records pleite, und das Album versank in der Vergessenheit.

Davies arbeitete wieder als Studiomusiker, trat in Folk-Clubs auf und gab Gitarrenunterricht. 1970 rekrutierte ihn der Produzent Paul Samwell-Smith, ehemals Bassist der Yardbirds, als Gitarristen für Cat Stevens. Nach dem Album Mona Bone Jakon (1970) entstanden aus der erfolgreichen Zusammenarbeit von Davies und Stevens die Hitalben Tea for the Tillerman (1970) und Teaser and the Firecat (1971), die Stevens zum Star machten.

1972 fand Davies Zeit und Gelegenheit, ein eigenes Soloalbum herauszubringen. Daydo enthielt Songs, die von Davies geschrieben oder mitgeschrieben wurden und von Cat Stevens am Klavier sowie anderen Mitgliedern seiner Band begleitet wurden. Daydo war Davies’ Spitzname als Jugendlicher. Das Album wurde von Stevens und Samwell-Smith produziert und erhielt gemischte Kritiken.

Nachdem sich Stevens 1978 aus dem Musikgeschäft zurückgezogen hatte, arbeitete Davies wieder als Studiomusiker. Mit seinem alten Freund Ronnie Lane, Ex-Bassist der Small Faces, schrieb und spielte er Songs für dessen Album See Me (1979).

Als Stevens 2006 unter seinem neuen Namen Yusuf mit An Other Cup erstmals seit 1978 wieder ein Popalbum veröffentlichte, war Alun Davies wieder an seiner Seite. Seither arbeiten die beiden wieder zusammen. Daneben tritt Davies mit der Band Good Men in the Jungle auf, zu der auch seine Tochter Becky Moncurr gehört.

Diskografie 1963: Relax Your Mind – Alun Davies, Jon Mark 1968: Sweet Thursday – Sweet Thursday 1972: Daydo – Alun Davies

Mit Cat Stevens 1970: Mona Bone Jakon 1970: Tea for the Tillerman 1971: Teaser and the Firecat 1972: Catch Bull at Four 1974: Buddha and the Chocolate Box 1974: Saturnight 1975: Numbers (A Pythagorean Theory Tale) 1976: Majikat – veröffentlicht 2004 1977: Izitso 1978: Back to Earth

Mit Stevens als Yusuf 2006: An Other Cup 2007: Yusuf’s Cafe Sessions 2017: The Laughing Apple 2020: Tea for the Tillerman 2

Weitere Kollaborationen 1971: In Memory of Robert Johnson – Paul Williams & Friends 1973: 73 – Mark-Almond 1975: Say It Ain’t So – Murray Head 1979: See Me – Ronnie Lane 1980: Entre La jeunesse et la sagesse – Kate & Anna McGarrigle

Weblinks

Alun Davies auf majicat.com (englisch) Yusuf/Cat Stevens with Alun Davies (2016) auf YouTube Alun Davies – Old Burbon vom Album Daydo (1972) auf YouTube Sweet Thursday – Jenny (1969) auf YouTube Alberta vom Album Relax Your Mind (1963) auf YouTube

Einzelnachweise Craig Harris: Alun Davies Biografie bei AllMusic (englisch) An Afternoon with Alun auf der Homepage von Cat Stevens (englisch)

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