mini| Lageplan von Schloss Holnstein (Berching) auf dem Urkataster von Bayern mini|Postkarte von Holnstein (1899) mini|Zehentstadel von Holnstein (Berching)

Das abgegangene Schloss Holnstein liegt in dem Dorf Holnstein, einem Gemeindeteil der Stadt Berching im oberpfälzischen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. „Zugehörige Bruchstein- und Quadermauerreste des Schlosses Holnstein, mittelalterlich“ sind unter der Aktennummer D-3-73-112-136 als Baudenkmal verzeichnet. „Archäologische Befunde im Bereich des ehem. Schlosses von Holnstein, zuvor mittelalterliche Burg“ werden zudem als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6835-0150 geführt. (PDF; Stand: 18. März 2022).

Geschichte Das Schloss bzw. die vormalige Burg ist der Nachfolgebau der Höhenburg Holnstein und wurde vermutlich im Zeitraum zwischen den Jahren 1221 und 1300 unter den Herren von Heideck im Ort Holnstein errichtet.

Bereits um das Jahr 1300 verkauften die Heidecker das Pflegamt und die Burg Holnstein an die Herzöge Ludwig und Rudolf von Bayern. In einem bayerischen Urbar des Jahres 1326 wird das „Amt Holnstein“ näher beschrieben. Holnstein diente den bayerischen Herzögen in der Folgezeit auch als Pfand. So lösten im Jahre 1365 Konrad Pechtaler und Adam Ittelhofer die Burg Holnstein mit Einwilligung der Bayerischen Herzöge Stefan und Friedrich von Hans Hausner ein.

1411 verkauften die Gundelfinger ihren Anteil an der Burg Holnstein, den sie von den bayerischen Herzögen erhalten hatten, an Ulrich den Muracher. Ab dem Jahre 1465 stand Holnstein unter dem Lehen der böhmischen Krone. Am 7. März 1479 belehnte König Mathias den bayerischen Herzog Otto u. a. auch mit dem Amt Holnstein, so dass auch das Schloss Holnstein seinen Besitzer wechselte.

Am 30. September 1631 erhielt der Feldherr Johann Graf von Tilly das Schloss und das Pflegamt Holnstein als Mannlehen. Über hundert Jahre lang blieb Schloss Holnstein im Besitz der Grafen Tilly bis das Geschlecht im Jahre 1724 mit Ferdinand Lorenz von Tilly im Mannesstamm erlosch. Danach erhielten es die Grafen von Holnstein aus Bayern zu Lehen.

1769 ließ Graf Franz Ludwig von Holnstein das alte Pflegschloss abreißen und durch ein neues Barockschloss im ländlichen Stil ersetzen.

Im Jahre 1848 kaufte Graf Max von Gravenreuth zu Affing das Schloss und Herrschaft Holnstein. Bereits 1855 verkaufte er Schloss und Nebengebäude an den Güterhändler Simon Meier-Levi aus Regensburg, der den Besitz zerlegte und einzeln verkaufte. Das Schloss ging dabei im Jahre 1862 an den Berchinger Chirurgen Johann Georg Lehr. Es folgten Bürgermeister Jäger aus Beilngries (ab 1871), der Münchner Privatier Max Fellermeier (bis 1874) und zuletzt Hauptmann Strömsdorfer aus Ingolstadt.

1880 wurde das Schloss von den Dillinger Franziskanerinnen erworben und zu einer Behindertenanstalt umgebaut.Geschichte der Regens-Wagner-Einrichtungen in Holnstein, abgerufen am 8. Juli 2022.

Beschreibung Das Schloss lag nördlich und östlich der Pfarrkirche St. Georg von Holnstein. Von der Burg sind nur wenige Bruchstein- und Quadermauerreste erhalten. Erhalten blieb der im westlichen Ortsteil liegende Zehentstadel des Schlosses.

Weblinks

Einzelnachweise

Holnstein, Berching Kategorie:Bodendenkmal in Berching Holnstein, Berching Kategorie:Befestigungsanlage (Mittelalter) Kategorie:Bauwerk in Berching