Das Amt Gescher war ein Amt im alten Kreis Coesfeld in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurde das Amt zum 1. Juli 1969 aufgelöst.

Geschichte Im Rahmen der Einführung der Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen wurde 1843 im Kreis Coesfeld die Bürgermeisterei Gescher in das Amt Gescher überführt. Dem Amt gehörten die sechs Gemeinden Gescher Büren Estern Harwick Tungerloh-Capellen Tungerloh-Pröbsting an.

Das Amt Gescher wurde zum 1. Juli 1969 durch das Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Coesfeld aufgelöst. Seine sechs Gemeinden wurden zu einer neuen Stadt Gescher zusammengeschlossen, die auch Rechtsnachfolgerin des Amtes ist. Seit 1975 gehört die Stadt Gescher zum neuen Kreis Borken.

Die Grenzen des Amtes wurden durch Markteilungen immer wieder verändert: 1832 durch die Teilung Sunderns, einem heutigen Naturschutzgebiet in Rosendahl, sowie 1842 die Teilung der Tungerloher Mark, der Estern-Bürenschen Mark sowie des Velen’schen Hohen Venn.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1858 3988 Statistische Nachrichten über den Regierungs-Bezirk Münster, 1860 1871 3.912 Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871 1885 3.972 Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885 1910 5.085 1939 7.820 1950 10.177 1969 12.974

Politik +Bürgermeister der Bürgermeisterei GescherZeitraumNameum 1823Eckrodum 1834Lüders +Amtmänner des Amtes GescherZeitraumName1843 – 1902n.n.bis 1902Franz Block1902 – 1905Hackeloer, geb. Köbbinghoff1905 – 1924Eduard Schnitzler1924 – 1929Heinrich Martinab 1929Ludwig Niemanndanachn.n.

Einzelnachweise

Gescher Kategorie:Geschichte (Kreis Borken) Kategorie:Gescher Gescher Kategorie:Aufgelöst 1969