mini|Daikokuya Kōdayū und Isokichi bei ihrer Rückkehr nach Japan 1792 mini|300px|Karte von Japan, gezeichnet von Daikokuya 1789, mit Ortsnamen auf Japanisch und Russisch
Daikokuya Kōdayū (, Vornamen auch geschrieben; geboren 1751 in MinamiwakamatsuHeute ein Stadtteil von Suzuka, Präfektur Mie. in der Provinz Ise; gestorben 28. Mai 1828) war ein japanischer Seemann, der in der späten Edo-Zeit als Schiffbrüchiger nach Russland geriet, nach St. Petersburg gebracht wurde und schließlich nach Japan zurückkehren konnte.
Leben und Wirken Daikokuya Kōdayū wurde in Minamiwakamatsu als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. Es heißt, dass er von der Familie Kameya () im selben Dorf adoptiert und Hyōzō () genannt wurde. Im Dezember 1782 ging er im Hafen Ise-Shiroko-Ura () an Bord des Schiffes „Sinshō-maru“ (). Man machte sich auf den Weg nach Edo, wurde aber im folgenden Jahr aufgrund eines Sturms auf der Insel Amchitka auf den Aleuten an Land gespült.
Von den Russen gerettet, lebte Kōdayū zunächst auf Amchitka und später in Kamtschatka und Irkutsk. 1791 erreichte er Petersburg und wurde Katharina II. vorgestellt. Er bat bei der Gelegenheit, nach Japan rückkehren zu dürfen. Im folgenden Jahr, 1792, ging er am 3. September an Bord des Schiffs des Gesandten Adam Laxman. Man erreichte den Hafen von Nemuro auf der Insel Ezo, heute Hokkaidō. Nach dem Prinzip der Abschließung Japans (), also der vom Shōgunat verfügten Landesabschließung, durfte kein Japaner aus dem Ausland nach Japan zurückkehren. 1793 wurde er nach Edo gebracht. Nachdem er verhört worden war, wurde er nach „Fukiage Gyoen“ () in die Burg Edo gebracht, wo er von Shōgun Tokugawa Ienari, Rōjū Matsudaira Sadanobu und anderen über die Lage in Russland befragt wurde. Kōdayū lebte in seinen späteren Jahren im „Banchō Yakuen“ () des Shōgunats.
Als Zusammenfassung von Kōdayūs Geschichte gibt es das „Hokusa Ibun“ (), geschrieben von Shinomoto Ren (), und „Hokusa Bunryaku“ () und „Hyōmin goran no ki“ () vom Leibarzt des Shōguns Katsuragawa Hoshū (1751–1809). Diese waren die ersten umfassenden Darstellungen Russlands in Japan.
Von den 17 Seeleuten, die an Bord der „Sinshō-maru“ waren, kehrten außer Kōdayū nur Isokichi (; 1766–1838) und Koichi (; 1747–1793) in die Heimat zurück.
Anmerkungen
Literatur A. Kawai: Kikokugo fugu datta Daikokuya Kōdayū. In: Hayawakari Edo-jidai. Nihon Jutsugyō Shuppansha, 1999. ISBN 4-534-02946-2. S. 78. S. Uno u. a. (Hrsg.): Roshia shisetsu Rakusuman hyōryūmin Kōdayū o tomonai Nemuro ni Rainichi In: Nihon Zenshi. Kodansha, 1991. ISBN 4-06-203994-X. S. 771. S. Noma (Hrsg.): Daikokuya Kōdayū. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 264.
Weblinks Biographien Daikokuya Kōdayū in der Kotobank, japanisch
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