Baba Keiji (; geboren 22. März 1897 in Osaka; gestorben 10. August 1961 in Tokio) war ein japanischer Ökonom.
Leben und Wirken Baba Keiji machte 1920 seinem Abschluss an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Tokio, schloss ein Graduiertenstudium an und wurde nach einer Tätigkeit als Assistenzprofessor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 1931 Professor. 1950 wurde er zum Doktor der Wirtschaftswissenschaft promoviert.
Seine ersten Forschungen betrafen Industrie-Ökonomie. In den 1930er Jahren wurde er von Max Weber, Heinrich Rickert, Alfred Amonn usw. beeinflusst. Schließlich widmete er sich philosophischen Forschungen und studierte Kant und Husserl. Er entwickelte so seine eigene Betriebswirtschaftslehre, die in der Organisationslehre begründet ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg trug er in Japan zur Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre bei, indem er erstmals die Theorie der amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Chester I. Barnard und Herbert A. Simon in Japan einführte.
Wichtige Schriften „Sangyō keiei no shokunō to sono bunka“ () – „Funktionen des Industriebetriebs und ihre Differenzierung“ 1926 „Keiei-gaku hōhō-ron“ () – „Betriebswirtschaftliche Methodik“ 1931 „Keiei-gaku kenkyū“ () – „Betriebswirtschaftliche Forschung“ 1932 „Keiei-gaku to ningen soshiki no mondai“ () – „Probleme der Betriebswirtschaftslehre und der menschlichen Organisation“ 1954
Literatur S. Noma (Hrsg.): Baba Keiji. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 92.
Weblinks Biographien Baba Keiji in der Kotobank, japanisch
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