mini|Schloss Petersrode Piotrkówek (deutsch Petersrode in Schlesien, früher Petrikau) ist ein Stadtteil von Niemcza (Nimptsch) im Powiat Dzierżoniowski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Petricowicz“ im Jahre 1264. Damals wurde es „Ritter Dirseco“ nach Deutschem Recht ausgesetzt. Territorial gehörte es zum piastischen Herzogtum Brieg das ein Lehen der Krone Böhmen war. Nach dem Tod des Herzogs Georg Wilhelm I. 1675 durch Heimfall an den böhmischen Landesherrn.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 wurde Petrikau mit dem größten Teil Schlesiens von Preußen erobert. Die alten Verwaltungsstrukturen wurden aufgelöst und Petrikau in den Kreis Nimptsch eingegliedert. 1783 besaß Petrikau Sophie Charlotte von Schickfuß und bestand aus einem Vorwerk, einer Wassermühle, elf Gärtnern und 13 Einwohnern. 1845 zählte Petrikau im Besitz des Moritz Graf von Zedlitz-Trützschler 24 Häuser, ein herrschaftliches Schloss und Vorwerk, 161 Einwohner (33 katholisch), evangelische und katholische Kirche zu Nimptsch, eine Wassermühle, zwei Handwerker und sechs Händler. Seit 1874 war Petrikau Sitz eines gleichnamigen Amtsbezirkes. Zum 1. Oktober 1932 wurde der Landkreis Nimptsch aufgelöst und Petrikau dem Landkreis Reichenbach zugeteilt. Vor 1945 erfolgte die Umbenennung in Petersrode.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Petersrode mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Nachfolgend wurde die einheimische deutsche Bevölkerung, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Sehenswürdigkeiten Schloss Petersrode
Siehe auch: Petrikau
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Gmina Niemcza Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien Kategorie:Ersterwähnung 1264