Die Feldbahnübung Pritzwalk–Parchim–Sternberg war ein Manöver, bei dem 1912 eine mehr als 80 km lange Feldbahn mit einer Spurweite von 600 mm von Pritzwalk über Parchim und Treptow-See nach Sternberg verlegt und betrieben wurde.
Geschichte Die Feldbahn wurde von Spezialisten geplant, mit fliegenden Gleisen gebaut und kurzzeitig betrieben. An der realistischen militärischen Übung nahmen 1912 Truppen aus verschiedenen Teilen Deutschlands teil.Jens Arndt: Von Feldbahnen und Kasernenbauten. Eigenverlag, 2013, Seite S. 88–89. Der Bautrupp bestand unter anderem aus der Bayerischen Eisenbahn-Bau-Kompanie, die das Offizierskasino am Zwischenbahnhof Parchim errichtete. Zweck der Übung war, zu erkunden, wie im Kriegsfall Material mit einer Schmalspurbahn schnellstmöglich an die Front transportiert werden kann.Eugen von Donat: Sammlung zu Eisenbahntruppen und Westbefestigungen im (Ersten und) Zweiten Weltkrieg. Bundesarchiv, BArch MSG 105/8.F. Asmus: Die Feldbahnübung 1912. In: Pütt-Heft 2001Google Maps: Heutige Fußwege entlang der ehemaligen Strecke.
Schienenfahrzeuge Die mehr als 80 km lange Strecke wurde mit Brigadelokomotiven und Doppellokomotiven der Baureihe Zwilling der preußischen Heeresfeldbahn befahren. Diese wurden mit Zusatztendern für die Wasserversorgung betrieben.
Siehe auch Feldbahnübung Uelzen–Celle 1892 Feldbahnübung Jänickendorf–Loburg 1895 Heeresfeldbahnübung 1909
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in Brandenburg Kategorie:Bahnstrecke in Mecklenburg-Vorpommern Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Prignitz Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Ludwigslust-Parchim Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Landkreis Ludwigslust-Parchim Kategorie:Feldbahn in Deutschland Kategorie:Militärbahn Kategorie:Militär (Deutsches Kaiserreich) Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren Kategorie:Zerstört in den 1910er Jahren Kategorie:Ereignis 1912 Kategorie:Militärmanöver