A Plague Tale: Requiem ist ein Action-Adventure und Stealth-Computerspiel vom französischen Entwicklerstudio Asobo Studio, das am 18. Oktober 2022 von Focus Entertainment für Windows, Xbox Series, PlayStation 5 und Nintendo Switch veröffentlicht wurde. Es ist die Fortsetzung des Vorgängers A Plague Tale: Innocence und damit der zweite Teil der A-Plague-Tale-Reihe.

Handlung Im Juni 1349, sechs Monate nach den Ereignissen aus dem Vorgängerspiel, befindet sich Amicia de Rune mit ihrem Bruder Hugo, ihrer Mutter Beatrice und dem Alchimistenlehrling Lucas auf der Durchreise in der südfranzösischen Provence. Als Amicia und Hugo bei einer Burgruine spielen, geraten sie an eine Gruppe feindlich gesonnener Bauern, die die Geschwister angreifen. Durch eine Verkettung tragischer Ereignisse werden auch Beatrice und Lucas mit in den Konflikt hineingezogen, so dass Amicia gezwungen ist, die Angreifer mit ihrer Schleuder zu töten. Dieser Vorfall löst in Hugo einen Schock aus, wodurch seine mysteriöse Krankheit, die „Prima Macula“, in ihm wieder erwacht.

Nach einiger Zeit erreichen Amicia, Hugo, Lucas und Beatrice ihr Ziel, Arles, wo eine Alchimisten-Organisation, welche im Spiel als der „Orden“ bezeichnet wird, ansässig ist. Die Stadt erscheint friedlich und sicher vor der Pest, weswegen die Gruppe glaubt, hier endlich eine neue Zuflucht gefunden zu haben. Als sie sich in einem Haus des Ordens einquartieren, bemerkt Beatrice, dass sich Hugos Zustand wieder verschlechtert, da die Macula immer mehr Einfluss auf ihn nimmt. Darum machen sich Amicia und Lucas auf dem Weg, um Magister Vaudin, einem Vertreter des Ordens, zu holen, der Hugo behandeln soll. Dabei müssen sie jedoch feststellen, dass Rattenhorden und somit die Pest nun auch Arles erreicht haben und die Armenviertel bereits unter Quarantäne stehen.

Nachdem Vaudin gefunden wurde, weist dieser Amicia und Lucas an, Heilkräuter für Hugo von einem Kräuterkundler außerhalb der Stadtmauern zu besorgen. Zwar können sie die benötigten Pflanzen holen, aber die Ratten dringen nun tiefer in die Stadt ein, so dass Soldaten der Provence mit brutalen Eindämmungsmaßnahmen beginnen, bei der selbst unschuldige Leute getötet werden. Als auch Amicia und Lucas von den Soldaten bedroht und angegriffen werden, verliert Amicia die Beherrschung und tötet in ihrer Raserei einen Soldaten nach dem anderen. Letztendlich können die beiden ihren Angreifern entkommen und bringen die Heilkräuter zu Hugo. Vaudin erklärt jedoch, dass Hugos Krankheit unheilbar ist und er sterben wird, sobald die Macula ihre letzte Entwicklungsschwelle erreicht. Die einzige Option bestehe darin, Hugo zum Hauptquartier des Ordens in Marseille zu bringen, wo er bis zu seinem Tod eingedämmt werden soll, um die weitere Ausbreitung der Pest durch die Macula zu vermeiden. Jedoch haben Vaudins Behandlungen Hugo psychisch bereits so sehr strapaziert, dass die Rattenhorden nun in Raserei geraten und die Stadt völlig in Schutt und Asche legen. Vaudin wird dabei getötet, während die anderen mit einem Boot dem Massaker entkommen können.

Die Gruppe macht sich nun über den Fluss auf dem Weg nach Marseille. Amicia will es jedoch nicht akzeptieren, dass Hugo einfach als Testobjekt des Ordens eingesperrt wird. Sie berichtet Beatrice von einem Traum, den Hugo in letzter Zeit häufiger hatte, in welcher er auf einer Insel war und hier eine geheimnisvolle Quelle fand, die ihn von der Macula heilte. Hugo und Amicia sind der Überzeugung, dass diese Insel wirklich existiert und sich dort das Heilmittel finden lässt, nach dem sie immer gesucht haben. Lucas und Beatrice wollen dem jedoch keinen Glauben schenken. Kurz darauf wird die Gruppe am Flussufer von einer Söldnerbande unter der Führung des entehrten Ritters Arnaud überfallen. Amicia und Hugo steigen aus dem Boot, um ihre Gegner abzuwehren; dabei wird Amicia von Arnaud am Kopf verletzt. Als die Angreifer endlich besiegt wurden, entscheidet sich Amicia kurzerhand, Beatrice und Lucas allein mit dem Boot davontreiben zu lassen, um mit Hugo auf eigene Faust nach der geheimnisvollen Insel zu suchen.

Während Amicia und Hugo sich auf den Weg zur Mittelmeerküste machen, müssen sie erneut Rattenhorden sowie Soldaten ausweichen, die wegen der Vorfälle in Arles nach den Geschwistern suchen. Dabei wird deutlich, dass Amicia sehr darunter leidet, ständig zum Töten ihrer Gegner gezwungen zu werden, und sie befürchtet, ihr Verhalten könnte sich negativ auf Hugo auswirken. Als sie von einer wütenden Welle von Ratten umzingelt werden, bricht Amicia aufgrund ihrer Kopfverletzung zusammen, wird aber kurz darauf von niemand geringerem als Arnaud gerettet und gesund gepflegt. Amicia zeigt sich wenig erfreut darüber, doch Arnaud bietet für sie und Hugo einen Waffenstillstand an, damit alle gemeinsam vor der Pest fliehen können. Darüber hinaus weiß Arnaud, wo sich die Insel aus Hugos Träumen befindet, da er sie anhand seiner Beschreibung wiedererkannt hat. Nachdem Amicia widerwillig einer Zusammenarbeit zustimmte, begibt sich die Gruppe zu einem Piratenversteck an der Küste. Dort treffen sie auf Arnauds Schmugglerfreundin Sophia, die nach aufklärenden Gesprächen einwilligt, Amicia und Hugo mit ihrem Schiff zur besagten Insel, die als La Cuna bekannt ist, zu bringen.

Nachdem die Gruppe auf dem Weg zum Hafen erneut mit angreifenden Soldaten konfrontiert wurde, gelangt sie auf Sophias Schiff und setzt damit Kurs nach La Cuna. Einige Stunden später erreichen sie die Insel, die sich als ein tropisches Paradies entpuppt, in dem der Graf der Provence, Victor, und seine Frau Emilie in Frieden regieren. Während Sophia auf dem Schiff wartet, begeben sich Amicia, Hugo und Arnaud an Land, wo gerade ein Fest zu Ehren einer heidnischen Gottheit namens „Sohn der Glutasche“ stattfindet. Als Victor persönlich auftritt, versucht Arnaud plötzlich Hugo dazu zu überreden, Ratten zum Angriff herbeizurufen. Amicia erfährt, dass Arnaud nur deswegen half, zur Insel zu gelangen, um mit Hilfe von Hugos Fähigkeiten den Grafen zu töten, da Arnaud diesen für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht. In dem darauffolgenden Chaos wird Arnaud festgenommen, nachdem dieser auf eigene Faust versucht hat, Victor zu töten. Amicia und Hugo gelingt es, dem Grafen und seiner Frau die Situation zu erklären, woraufhin die Geschwister freundlich aufgenommen und in seinen Palast zum Übernachten eingeladen werden. Hugo ist begeistert und sieht die Insel als einen Ort, den er endlich ein Zuhause nennen kann.

Am nächsten Tag treffen sich Amicia und Hugo wieder mit Sophia und erkunden gemeinsam die Insel, um nach Hinweisen zu suchen, die mit Hugos Träumen in Zusammenhang stehen könnten. In den Ruinen eines byzantinischen Theaters entdecken sie eine Karte von La Cuna, die darauf hindeutet, dass diese Insel mit dem Orden verbunden ist. Die Karte weist auf ein altes Heiligtum des Ordens oben auf dem Berg hin, wo gerade ein Ritual für den „Sohn der Glutasche“ abgehalten wird, weswegen die Gruppe sich dorthin begibt. Es stellt sich heraus, dass das Bauwerk als Begegnungsstätte für einen vom Grafen und seiner Frau angeführten Heidenkult dient, der unwissentlich einen früheren Macula-Träger als Erlöser verehrt. Indem Amicia, Hugo und Sophia verkleidet das Ritual mit anderen Teilnehmern durchlaufen, gelingt es ihnen, unbemerkt tiefer ins Heiligtum zu schleichen. Darin finden sie Hinweise und Spuren des ersten Macula-Trägers Basilius und seiner Beschützerin Aelia, die beide im 6. Jahrhundert auf La Cuna gelebt haben. Aus alten Schriften geht hervor, dass Basilius, als er die letzte Schwelle der Macula erreichte, vom Orden an einem geheimen Ort eingesperrt wurde, Aelia jedoch aufgrund ihrer engen Bindung zu dem Kind dagegen rebellierte und man sie deshalb zu einer Festung auf der anderen Seite der Insel brachte.

Weil Amicia einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Trägers in Aelias Kerker vermutet, geht die Gruppe zu der alten Festung. Dort müssen sie schockiert feststellen, dass Sklavenhändler dem „Sohn der Glutasche“ Menschen opfern, da deren Anführer Milo den Grafen stürzen und sich seinen Platz am Thron des Sohnes sichern will. In der Krypta einer antiken Kapelle findet Amicia schließlich Aelias Ring vergraben, zusammen mit einer Zeichnung, die Basilius‘ Aufenthaltsort unter der Inselkarte im alten Theater enthüllt. Kurz darauf werden die Geschwister von Milo angegriffen, jedoch kann Sophia diesen mit einem Messer töten. Als die anderen Sklavenhändler die Festung stürmen, nutzt Hugo seine Macht, um Ratten herbeizurufen und die Fanatiker zu töten – was zu Spannungen mit Amicia führt, da sie nicht will, dass ihr Bruder ihrem schlechten Beispiel folgt.

Amicia, Hugo und Sophia kehren zur Karte zurück, wobei sie erleben, wie durch Hugos leichtsinnigen Einsatz der Macula die gesamte Insel jetzt von den Ratten überrannt wird. Dennoch gelingt es ihnen, einen Geheimgang unter der Karte freizulegen, der sie in die Tiefe zu einem weitläufigen, antiken Ordenstempel führt. Hier entdecken sie sowohl Aelias Skelett als auch die sterblichen Überreste von Basilius, der vom Orden festgekettet wurde. Es wird deutlich, dass Aelia mit all ihrer Kraft damals versucht hatte, Basilius zu befreien, jedoch von Streitkräften des Ordens getötet wurde, bevor sie ihn erreichen konnte. Gequält von der Isolation und ohne seine Beschützerin, gab Basilius der Macula vollständig nach und löste so 541 die Justinianische Pest aus. Amicia erkennt, dass die Macula Hugo den Traum nur gezeigt hat, um ihn in ihre Fänge zu locken und zu verzehren. Als kurz darauf eine gewaltige Rattenwelle durch den Untergrund bricht, flieht die Gruppe zurück an die Oberfläche, während hinter ihnen die gesamte Tempelanlage zerstört wird.

Wenig später erhalten Amicia und Hugo zu ihrer Überraschung die Nachricht, dass Lucas und Beatrice auf der Insel eingetroffen sind. Im Palast des Grafen, wo auch die verängstigten Inselbewohner Schutz vor den Ratten suchen, vereinen sich die Geschwister wieder mit ihrer Mutter und Lucas und berichten von ihrer Entdeckung. Anhand dieser schlussfolgern sie, dass die Macula sich von der Angst, der Wut und dem Schmerz ihres Trägers ernährt und dadurch verschlimmert, sie jedoch unter Kontrolle gehalten werden kann, wenn der Träger ein friedliches Leben mit der Familie führt. Daher entscheidet sich Beatrice, gemeinsam in eine abgelegene Berghütte in den Alpen zu ziehen, wo sie für Hugos glückliches Leben sorgen können. Jedoch hält Victor die Gruppe von ihrer Abreise ab und nimmt Amicia in seine Gewalt. Der Graf offenbart ihr, dass Emilie Hugo für den „Sohn der Glutasche“ hält – ein Mythos, den er aus Liebe zu seiner Frau erfunden hat. Er wusste die ganze Zeit von Hugos Verbindung zu den Ratten und will ihn für seine Zwecke adoptieren, weswegen Amicia und Beatrice sterben müssen. Nach einer Verfolgungsjagd landet Amicia in einer Arena hinter dem Palast, wo sie ihre Mutter gefesselt neben Emilie vorfindet. Obwohl Amicia sich verzweifelt gegen Victors Angriffen zur Wehr setzt, kann sie nicht verhindern, dass Beatrice von Emilie für ein rituelles Opfer getötet wird.

Als Hugo in diesem Moment eintrifft und sieht, was seiner Mutter angetan wurde, verliert er die Beherrschung und ruft zahlreiche Rattenhorden herbei, die Emilie töten und einen Großteil der Insel verwüsten. Während der Graf entkommen kann, kämpfen sich Amicia, Hugo und Lucas einen Weg durch die Trümmer von La Cuna frei, wobei Hugos Verstand vorübergehend gelähmt zu sein scheint. Als sie den Hafen erreichen, sehen sie, dass Arnaud noch lebt und von Victors Soldaten hingerichtet werden soll. Da beide nun den Hass auf den Grafen teilen, tötet Amicia die Soldaten und befreit Arnaud von seinen Fesseln. Schließlich wird die Gruppe von Sophia, die sich während des Gemetzels versteckt hielt, auf ihr Schiff gebracht und flieht damit erfolgreich von der Insel.