Gadmen ist eine Ortschaft in der politischen Gemeinde Innertkirchen im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern in der Schweiz. Bis zum 31. Dezember 2013 war Gadmen eine eigene politische Gemeinde. Am 1. Januar 2014 fusionierte sie mit der Gemeinde Innertkirchen.

Geschichte mini|links|Blick vom Sustenpass auf Steinsee und Steingletscher auf Gebiet der ehemaligen Gemeinde Gadmen mini|links|Gadmertal westwärts Der Name Gadmen leitet sich vom althochdeutschen gadum ab (Stall, Scheune, kleines Haus) und wird 1382 zum ersten Mal historisch erwähnt als von dem buw imm Gadmen.

Geographie mini|Luftbild (1956) Gadmen liegt im Gadmertal im Berner Oberland an der Auffahrt zum Sustenpass, dessen Passhöhe auf der östlichen Gemeinde- und Kantonsgrenze liegt. Der Fluss im Tal heisst Gadmerwasser. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Engelberg im Kanton Obwalden, Wassen und Göschenen im Kanton Uri, Obergoms im Wallis sowie die Berner Gemeinden Guttannen und der Ortsteil Innertkirchen.

Auf Gadmer Gebiet liegen drei Gletscher, der Steingletscher, der Triftgletscher und der Wendengletscher. Unterhalb des Steingletschers liegt der Steinsee. Der bekannteste Berg in Gadmen ist der Titlis, dessen steile Südflanke nichts vom Gletscher erahnen lässt, den der Berg auf der Nordseite trägt.

Zwei Drittel der Gesamtfläche von Gadmen sind Gletscher, Firne und Felsen.

Sehenswürdigkeiten

Bevölkerung + Bevölkerungsentwicklung Jahr 1764 1850 1880 1900 1930 1950 19601970 1980 1990 2000 2010 2013 Einwohner 354 739 759 672 434 485 510 482 363301272232227

Wirtschaft Gadmen lebt vom (Sommer-)Tourismus und von der Landwirtschaft. Während des Winterhalbjahres, wenn die Passstrasse geschlossen ist, ist der einzige Gasthof «Bären» ebenfalls geschlossen, und das Tal wird abgesehen von Skitourengängern wenig besucht.

Persönlichkeiten Edwin Nil (1833–1893), Pfarrer in Kirchberg Monika Barth (1949–2015), Politikerin und Schriftstellerin Rosa Tännler (1879–1946), Modell für die Gestaltung des Goldvrenelis mini|290px|Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2014

Literatur Daniel Wolf, Jost von Allmen: Ernst E. Anderegg. Ausgewählte Bauten in der Region Interlaken-Oberhasli (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 887/888, Serie 89). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 2011, ISBN 978-3-85782-887-4.

Weblinks

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