mini|Niels Kuster Niels Kuster (* 19. Juni 1957 in Olten; heimatberechtigt in Diepoldsau) ist ein Schweizer Elektroingenieur und Hochschullehrer.Prof. em. Dr. Niels Kuster In: ee.ethz.ch, abgerufen am 30. Juni 2022 Seine Forschungsschwerpunkte sind das elektromagnetische Nahfeld, Grundlagen zur Beurteilung/Nutzung der Wechselwirkung von elektromagnetischen Feldern mit Organismen, und physiologische Simulationen als Teil der Biophysik.
Leben Kuster wuchs in Olten, Kanton Solothurn, auf. Dort besuchte er die Grund- und Mittelschule, welche er mit der Matura Typ C abschloss. Dann studierte er Elektrotechnik an der ETH Zürich und schloss 1984 mit dem Diplom als Elektroingenieur ab. Es folgten ab 1985 Lehr- und wissenschaftliche Assistententätigkeit sowie Doktorarbeit am Institut für Feldtheorie und Höchstfrequenztechnik (IFH) der ETH Zürich unter der Leitung von Heinrich Baggenstos, bei welchem er 1992 mit der Arbeit Dosimetric assessment of EM sources near biological bodies by computer simulationsNiels Kuster: Dosimetric assessment of EM sources near biological bodies by computer simulations. Dissertation Nr. 9697, ETH Zürich 1992, abgerufen am 30. Juni 2022. promovierte. Während seiner Post-Doktorandenzeit am IFH war er 1992 ausserdem am Electromagnetics Laboratory der Firma Motorola Inc in Fort Lauderdale, Florida, tätig. Anschliessend wurde Kuster 1993 Assistenzprofessor im Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik der ETH Zürich. Während einer Gastprofessur hielt er 1998 Vorlesungen an der Tokyo Metropolitan University in Japan. 1999 verlagerte er seine Forschungsgruppe in die gemeinnützige Schweizer Stiftung für Forschung über Informationstechnologie in der Gesellschaft (IT’IS),Niels Kuster. In: itis.swiss, abgerufen am 30. Juni 2022 um noch flexibler auf die gesellschaftlichen Forschungsbedürfnisse reagieren zu können. Zwischen 2000 und 2021 ist es ihm gelungen über CHF 100 Mio. an Drittmitteln zu akquirieren.IT'IS Foundation 2021 Annual Report. Seit 2001 ist er Titularprofessor der ETH Zürich. Zudem leitet er im Laboratorium für Integrierte Systeme die Forschungsgruppe BioElectromagnetics. Seine Hauptverdienste sind in den Gebieten Mess- und Simulationsverfahren im elektromagnetischen Nahfeld, Sicherheit drahtloser Kommunikation und Magnetresonanztomographie, virtuelle Menschen- und Tiermodelle zur Erforschung anatomieabhängiger Wechselwirkungen und Optimierung von Therapien mittels Simulationen (z. B. In Silico Clinical TrialsViP: In Silico Clinical Tests and Trials The Future Today und Neurostimulation).
Beteiligung an Start-Up-Unternehmen Kuster war an der Gründung mehrerer Start-up-Unternehmen beteiligt: 1994: Schmid & Partner Engineering AG (SPEAG) zusammen mit ForschungskollegenWebsite von Schmid & Partner Engineering AG, Zürich, abgerufen am 30. Juni 2022. 1999: MaxWave AG, Zürich, MitbegründerWebsite von Maxwave: EMV-Spezialisten, abgerufen am 30. Juni 2022. 2006: ZMT Zurich MedTech AG mit dem IT’IS-Team im Bereich der MedizinalforschungWebsite von ZMT Zurich MedTech AG, abgerufen am 30. Juni 2022. 2011: Thessaloniki Software Solutions S.A. (THESS)Website von THESS, abgerufen am 3. August 2022. 2011: BNNSPEAG, ein Gemeinschaftsunternehmen von SPEAG mit der indischen Firma BNN in IndienWebsite von BNNSPEAG, abgerufen am 3. August 2022. 2011 SCALK, ein Gemeinschaftsunternehmen von SPEAG mit der koreanischen Firma DymstecWebsite von Dymstec, abgerufen am 3. August 2022. 2019: TI Solutions AG zur Entwicklung von Geräten zur Neurostimulation durch temporale Interferenz (TI)Website von TI Solutions AG, abgerufen am 30. Juni 2022.
Weitere Tätigkeiten Konsulent von Regierungsstellen über die Sicherheit des MobilfunksKuster Niels. International Telecommunication Union (ITU), abgerufen am 30. Juni 2022. Mitglied von Fachgesellschaften wie der Bioelectromagnetics Society, der European Society of Hyperthermic Oncology, der Society for Thermal Medicine, der Society for Neuroscience und der Swiss Society for Neuroscience. Miteditor der IEEE Transactions on Electromagnetic CompatibilityMasthead, IEEE Electromagnetic Compatibility Society (2011) Mitarbeit in Standardisierungsgremien: International Electrotechnical Commission (IEC) Technical Committee (TC) 106,Website von TC 106, abgerufen am 4. August 2022 TC 61 und International Organization for Standardization (ISO) TS 10974:2018ISO/TS 10974:2018
Auszeichnungen 2011: IEEE Fellow. Laudatio: For contributions to the area of near-field exposures and dosimetry for radiofrequency fields in biomedical research 2012: d’Arsonval Award. Höchste Auszeichnung der Bioelectromagnetics SocietyThe Newest d’Arsonval Award Winner is … Niels Kuster! The Bioelectromagnetics Society, 2012, abgerufen am 30. Juni 2022. 2014: Institute of Electronics, Information, and Communication Engineers (IEICE) Senior MemberIEICE New Senior Members 2014
Veröffentlichungen Niels Kuster auf dem Repositorium für Publikationen und Forschungsdaten der ETH Zürich, abgerufen am 30. Juni 2022. Niels Kuster auf Google Scholar, abgerufen am 30. Juni 2022.
Weblinks Webseite an der ETH Zürich Niels Kuster: Forschung im Spannungsfeld zwischen Panikmache und Wirtschaftsinteressen am Beispiel Mobilfunk. Einführungsvorlesung. Videoportal der ETH Zürich, 13. Juli 1994.
Einzelnachweise
Kategorie:Absolvent der ETH Zürich Kategorie:Hochschullehrer (ETH Zürich) Kategorie:IEEE Fellow Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann