mini|Deborah Berke 2018 Deborah Berke (geboren 20. Februar 1954 in Douglaston, Queens, New York City) ist eine US-amerikanische Architektin und Wissenschaftlerin. Sie ist die Gründerin von TenBerke (ehemals Deborah Berke Partners), einem Designbüro in New York City.
Beruflicher Werdegang Ausbildung Den Entschluss, Architektin zu werden, fasste Berke im Alter von 14 Jahren beim Erkunden von Queens. Sie besuchte die Rhode Island School of Design, erlangte 1975 einen Bachelor of Fine Arts und 1977 einen Bachelor of Architecture. Berke besuchte anschließend die City University of New York und erwarb 1984 einen Master in Stadtplanung und Städtebau.
TenBerke / Deborah Berke Partners mini|Tyler School of Art and Architecture, Philadelphia, PA 2003 mini|48 Bond Street, New York City 2008 mini|21c Museum Hotel Cincinnati 2013 mini|Erweiterung der Marianne Boesky Gallery in Chelsea, New York 2016 mini|Illuminierter Gang im 21c Museum Hotel Kansas City 2018 mini|77 Greenwich, New York City 1982 gründete Deborah Berke ein eigenes Architekturbüro. 2002 ging sie eine Partnerschaft mit Maitland Jones und Marc Leff ein. 2019 kamen acht weitere Partner hinzu.
Berke kümmerte sich zunächst um die Renovierung und Erneuerung von historischen Gebäuden. Später erweiterte sie ihre Expertise um Stadtplanung und Bauen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Sie entwarf Wohngebäude, Hotels, Gewerbebauten und Kultureinrichtungen.
Berke fordert, dass Architektur folgende Kriterien erfüllen sollte: „clean, strong, quiet“ (klar, stark, ruhig).
2023 wurde das Designbüro in TenBerke umbenannt.
Lehrtätigkeiten Ab 1987 war Berke außerordentliche Professorin für Architekturdesign an der Yale University. Im Jahr 2005 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Yale School of Architecture verliehen. Am 1. Juli 2016 wurde sie zur Dekanin der Yale School of Architecture berufen und war damit die erste Frau an der Spitze dieser Fakultät der Yale University. Sie trat die Nachfolge von Robert A. M. Stern an, der das Amt seit 1998 innehatte. 2022 wurde sie zum J.M. Hoppin Professor of Architecture. Am 1. Juli 2026 wurde sie als Dekanin (Edward P. Bass Dean) der Yale School of Architecture zum zweiten Mal wieder ernannt.
Berke lehrte zudem an der University of Maryland, der University of Miami, der Rhode Island School of Design, der University of California (Berkeley) und dem Institute for Architecture and Urban Studies.
Engagement Berke ist Vizepräsidentin des Forum and Institute for Urban Design, Vorstandsmitglied der James Howell Foundation und Mitglied des Vorstands von Yaddo. In den letzten zwei Jahrzehnten war sie auch als Vizepräsidentin von designNYC tätig. Berke ist Gründungsmitglied des New Yorker Design Trust for Public Space, Beirat des National Building Museum, Beiratsvorsitzende des Buell Center for the Study of American Architecture an der Columbia University, Beirat der Brearley School und Vizepräsidentin des New Yorker American Institute of Architects. Sie ist eine ausgewiesene LEED-Expertin.
Darüber hinaus ist sie Jurorin in zahlreichen Architektur- und Designpreisprogrammen und hält Vorträge in den Vereinigten Staaten und Kanada.
Publizistin Berke ist zusammen mit Steven Harris Mitherausgeberin von The Architecture of the Everyday (Princeton Architectural Press, 1997). 2008 veröffentlichte Yale University Press „Deborah Berke“, ein Buch über die Arbeit des Büros. Ein neues Buch über die Arbeit ihrer Firma ist 2016 bei Rizzoli erschienen."
Auszeichnungen Im Jahr 2012 wurde sie die erste Preisträgerin des Berkeley-Rupp-Preises von College of Environmental Design an der University of California (Berkeley). Ebenfalls 2012 erhielt sie den Professor King-lui Wu Teaching Award der Yale School of Architecture. 2022 wurde sie mit dem AIA/ACSA Topaz Medallion für herausragende Leistungen in der Architekturausbildung geehrt, der höchsten Auszeichnung, die in den Vereinigten Staaten für die Architekturausbildung vergeben wird. 2022 wurde sie in die American Academy of Arts and Letters gewählt.
Fernsehauftritte Berke wird in dem 2017 gedrehten Film Columbus von Regisseur Kogonada ausführlich erwähnt. Die weibliche Hauptfigur Casey ist ein Fan ihrer Arbeit und nennt die regionale Filiale der Irwin Union Bank, die von Berke entworfen wurde, als ihr drittes Lieblingsgebäude.
In einer Folge der Serie Barefoot Contessa aus dem Jahr 2017 aß Berke Bohnen auf Toast mit Ina Garten.
Privates Berke ist verheiratet und hat eine Tochter, die 2015 ihren Abschluss an der Yale University machte.
Projekte (Auswahl) Fertiggestellte Projekte: 2000: Renovierung der Yale School of Art and Architecture und Anbau, New Haven, CT 2003: Masterplan für die Tyler School of Art and Architecture, Philadelphia, PA 2006: 21c Museum Hotel Louisville, KY 2006: Irwin Union Bank, Columbus, IN 2007: Marianne Boesky Gallery, New York, NY 2008: 48 Bond Street, New York, NY 2010: Rückzugsraum am Bard College, Annandale-on-Hudson, NY 2011: International Planned Parenthood Federation (IPPF), New York, NY 2012: 21c Museum Hotel Cincinnati, OH 2013: Bard College Conservatory of Music, Annandale-on-Hudson, NY 2015: The New School's Arnhold Hall, New York, NY 2016: 21c Museum Hotel Oklahoma City, OK 2017: Richardson Olmsted Campus, Buffalo, NY 2017: Rockefeller Arts Center, Fredonia, NY 2017: Cummins Indy Distribution, Hauptverwaltung, Indianapolis, IN 2018: 21c Museum Hotel Kansas City, Kansas City, MO 2018: 122 Community Arts Center, New York, NY 2018: Dickinson College Residence Hall, Carlisle, PA 2019: The Women’s Building, New York, NY 2020: 21c Museum Hotel Chicago, IL 2020: The Wallace Foundation, New York, NY 2021: University of Pennsylvania, Meeting & Guesthouse, Philadelphia, PA 2021: Reginald F. Lewis Law Center, Harvard Law School, Renovierung und Erweiterung des Lewis Law Center, Cambridge, MA 2021: NXTHVN, Zentrum für Kunst und Kommunikation, New Haven, CT 2022: 77 Greenwich, Wohnwolkenkratzer, New York City, NY 2022: Princeton University Residential College
Veröffentlichungen Aufgelistet in der Reihenfolge ihres Erscheinens.
Literatur
Julie Sinclair Eakin: Deborah Berke. In: Jan Cigliano Hartman (Hrsg.): The women who changed architecture. Beverly Willis Architecture Foundation / Princeton Architectural Press, New York 2022, ISBN 978-1-61689-871-7, S. 194f.
Weblinks Offizielle Website von Deborah Berke Partners “A Working House: Studio/Guest House, Hillsdale, New York, Deborah Berke and Carey McWhorter, Architects.” Architectural Record 181, no. 4 (April 1, 1993). Gerfen, Katie, Deborah Berke, and Maitland Jones. 2017. “Rockefeller Arts Center at SUNY Fredonia, Fredonia, N.Y.: Deborah Berke Partners: A Classic I.M. Pei Arts Building Gets an Addition and Renovation by the Masters of Thoughtful Pragmatism.” Architect (Washington, D.C.), November, 164–75. Interior Design. “Deborah Berke Partners Creates Contemporary Art Experience at the 21c Museum Hotel Chicago.” Accessed October 25, 2021.
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Vereinigte Staaten) Kategorie:Hochschullehrer (Yale University) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Frau