Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ist eine im Osten Brandenburgs gelegene Strafverfolgungs- und Strafvollstreckungsbehörde.

Standorte Örtlich unterteilt wird die Behörde in einen Hauptsitz in Frankfurt (Oder), Bachgasse 10 A ca. 300 m nah am Flussarm Alte Oder und ca. 500 m an der polnischen Grenze und die nordwestlich von der Hauptstelle ca. 80 km entfernte Zweigstelle in der Tramper Chaussee 8 in Eberswalde im Landkreis Barnim.StA Frankfurt (Oder), auf staatsanwaltschaften.brandenburg.deKontakt und Erreichbarkeit, auf staatsanwaltschaften.brandenburg.de

Zuständigkeiten Gemäß ist sie zuständig für (Straf-)Taten, die im Gerichtsbezirk des Landgerichtes Frankfurt (Oder) begangen wurden.Örtliche Zuständigkeit, auf staatsanwaltschaften.brandenburg.de Diese sind die im Osten des Bundeslandes Brandenburg gelegenen Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree (von Nord nach Süd).

Zusätzlich ist sie als Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Organisierte Kriminalität (Hauptsitz Frankfurt/Oder) und Geldwäschekriminalität (Zweigstelle Eberswalde) für das Bundesland Brandenburg zuständig.

Behördenleitung Vom 21. Mai 2014 bis 23. Juni 2021 war Helmut Lange der Behördenleiter. Lange war bereits ab Mai 1994 bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) tätig und wurde dort 1997 zum Staatsanwalt ernannt. Die Tätigkeit bei der Staatsanwaltschaft wurde jedoch durch eine Abordnung an das Brandenburgische Justizministerium und die Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg unterbrochen.

Stellvertretende Behördenleiterin war ab dem 1. März 2004 Oberstaatsanwältin Kerstin Langen, die zum 1. April 2021 Leiterin der Staatsanwaltschaft Cottbus wurde.

Seit dem 1. August 2021 ist Eugen Larres Leiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). Zuvor war er ab etwa 1998 bei der Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg tätig, ab 22. Dezember 2010 als Leitender Oberstaatsanwalt und ab 2. April 2015 zusätzlich als ständiger Vertreter der Behördenleitung.

Abteilungen Abteilung 1 (I): Verwaltung Abteilung 2 (II): a) Schwerpunktabteilung Organisierte Kriminalität, Arzneimittel- und Betäubungsmittelsachen; schwerwiegende Erscheinungsformen der Kriminalität b) Schwerpunktabteilung Geldwäsche (Zweigstelle Eberswalde) c) Schwere grenzüberschreitende Eigentumskriminalität, Auslandsrechtshilfesachen Abteilung 3 (III): Wirtschaftsstrafsachen, Umweltkriminalität, Tierschutzsachen von besonderer Bedeutung, Jagdsachen Abteilung 4 (IV): Kapital- und Leichensachen, Brand-, Sprengstoff- und Explosionssachen von besonderer Bedeutung, Arbeitsschutzsachen, andere Strafsachen mit Todesfolge, Verfahren gegen Angehörige von Heil- und Pflegeberufen wegen Taten im Zusammenhang mit ihrer Berufsausübung, Katastrophenfälle, Verstöße von besonderer Bedeutung gegen das Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz Abteilung 5 (V): Politische- und Pressestrafsachen; Verfahren gegen Justizbedienstete, Rechtsanwälte und Polizeibeamte; Zivilsachen; Rehabilitierungsverfahren Abteilung 6 (VI): Strafsachen gegen die sexuelle Selbstbestimmung; Fälle häuslicher Gewalt; Abteilung 7 (VII): Allgemeine Strafsachen; Unerlaubte Einreise gemäß §§ 95 ff. AufenthG, Verfahren gegen unbekannte Täter Abteilung 8 (VIII): Allgemeine Strafsachen der Amtsanwaltschaft, Beschleunigte Verfahren Abteilung 9 (IX): Verfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende; Jugendschutzsachen Abteilung 10 (X): Allgemeine Strafsachen (der Amtsanwaltschaft) in Zweigstelle Eberswalde Abteilung 11 (XI): Verfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende; Jugendschutzsachen (Zweigstelle Eberswalde) (Quelle: Organisation, auf staatsanwaltschaften.brandenburg.de)

Medienberichte Möglicher erweiterter Suizidversuch des Flugschülers Kleomenis St. am 21. Juni 2013 an dessen Fluglehrer Winfried G. führt 2015 zu sieben Jahren Haft. Mutmaßlicher erweiterter Suizidversuch am Morgen des 2. September 2020 einer Mutter an ihrer Tochter durch ungebremste Baumkollision mit ca. 60–70 km/h mittels eines Autos auf der B1 bei Schöneiche mit erfolgter Querschnittslähmung (schwerer Körperverletzung) der Tochter. Zuerst warf ein Frankfurter Staatsanwalt nur fahrlässige Körperverletzung am Kind vor und bat das Amtsgericht um Einstellung des Strafverfahrens, der es zustimmte. Nach einer Wiederaufnahme schätze ein anderer Staatsanwalt nach weiteren Ermittlungen die Tat als versuchten Totschlag und vollendete schwere Körperverletzung ein. Im Januar 2023 kam es, nachdem man das Verfahren im Mai 2022 wieder einstellte und dem weder von der Generalstaatsanwaltschaft noch dem Oberlandesgericht abgeholfen wurde, endgültig/rechtskräftig zu keiner Bestrafung. Der Angeklagte Stefan G. wurde wegen einfacher Körperverletzung (§ 223 StGB) an Oberstaatsanwalt Ulrich Scherding, nachdem dieser am 5. September 2019 als Sitzungsvertreter (seine Abteilung 5openJur.de: AG Strausberg, Urteil vom 25.01.2017 - 22 Cs 255 Js 15682/16 (312/16) betrieb das Strafverfahren, obwohl diese mutmaßlich gar nicht zuständig war, da Stefan G. weder bei Presse, Justiz, noch Rechtsanwalt, Polizist war) im Gerichtssaal im Strafverfahren wegen Übler Nachrede an dessen vermeintlich geschädigten direkten Untergebenen Ingo K. trotz Weisung des OLG Brandenburg, sich mit den Einstellungsbescheiden des Staatsanwalts K. zu beschäftigenopenJur.de: Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 18.12.2018 - (2) 53 Ss 104/18 (47/18), den Antrag zur psychiatrischen Begutachtung des Angeklagten stellte, welcher zu einem Beschluss, der § 63 StGB beinhalteteopenJur.de: LG Frankfurt (Oder), Beschluss vom 05.09.2019 - 25 Ns 17/19, obwohl Üble Nachrede weder zur mittleren oder schweren Kriminalität gehört, führte, welcher aufgehoben wurdeopenJur.de: LG Frankfurt (Oder), Beschluss vom 10.01.2020 - 25 Ns 17/19, und obwohl keine Straftat durch G. vorlagopenJur.de: LG Frankfurt (Oder), Urteil vom 14.05.2020 - 25 Ns 17/19, am 1. Juni 2022 zu 130 Tagessätzen verurteilt. Ein Oberstaatsanwalt wurde wegen Rechtsbeugung in Tateinheit mit schwerer Freiheitsberaubung durch über 1-wöchige Untersuchungshaft ab 7. April 2005 zum Nachteil des angeklagten Nachlassverwalters Andre A., dessen Ehefrau sowie seines Rechtsanwalts Lars-Peter R. angeklagt und im Jahr 2009 zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, da es keine Haftgründe gegeben haben soll und der damalige Richter laut Geschäftsverteilungsplan(des Gerichts) kein Ermittlungsrichter war.

Siehe auch Liste deutscher Staatsanwaltschaften

Einzelnachweise

Frankfurt (Oder) Kategorie:Organisation (Frankfurt (Oder))