Marie-Françoise Robert, bürgerlich Marie-Françoise Robert Haenggli (* 1939 in La Chaux-de-Fonds), ist eine autodidaktische Schweizer Künstlerin.
Leben Marie-Françoise Roberts Vater Jean-Paul Robert (1909–2001) war der Ökonom und Aktuar; ihre Mutter Janine Robert-Challandes (1913–2012) war Anwältin. Marie-Françoise ist das zweite von vier Kindern. Sie entstammt einer Schweizer Künstlerfamilie. Ihr Grossvater Théophile, ihr Urgrossvater Léo-Paul und ihr Ururgrossvater Aurèle Robert arbeiteten bereits als Maler. Die Arbeit ihres Grossvaters, bei der er nicht gestört werden durfte, beeindruckte sie als Kind. Sie heiratete Claude Haenggli, mit dem sie zwei Kinder hat. Ihr Sohn Jerry Haenggli ist ebenfalls als Maler tätig. Robert erlangte an der Universität Neuenburg ein Lizenziat in Literatur. Als Künstlerin ist sie Autodidaktin. In den 1980er Jahren stellte sie Collagen zusammen. Später kombinierte sie die Collagen auch mit Zeichnungen und Malereien.
Von 1983 bis 2004 arbeitete sie am Kunstmuseum Bern. Von 1999 bis 2012 war sie Stiftungsmitglied der «Sammlung Robert» in Biel. Zum ersten Mal stellte sie in den 1990er Jahren in der Volkshochschule in Düsseldorf aus. Danach folgten verschiedene Ensembles von Collagen. Es ist selten, dass sie ihren Bildern Namen gibt, vielmehr reihen sie sich in ein Themengebiet ein.
Marie-Françoise Robert lebt und arbeitet in Bern.
Werkzyklen (Auswahl) 1992–1999: Lebenszeichen 2001–2010: Die Essenz der Dinge 2001–2005: Jenseits der Worte 2008–2018: Imaginäre Portraits 2011–2016: Menschliche Komödie 2012–2020: Reminiszenen 2017–2022: Planetengeschichten
Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 1999: Signes de Vie, c/o suti galerie & edition, Bern 2001: L’Essence des choses, c/o suti galerie & edition, Bern 2004: Au-delà des mots, c/o suti galerie & edition, Bern 2009: Alte Klänge – Neue Werke, Künstlerhaus, Bern 2010: Imaginäre Vorvergangenheiten, ArchivArte, Bern 2012: Tag, Nacht und Traum, Galerie ArchivArte, Bern 2014: Bestiaires, Art-Etage, Biel/Bienne 2015: Schrecken hier und dort, Au joli mois de mai, La Voirie, Biel/Bienne 2017: Meta-Morphosen, Galerie ArchivArte, Bern 2018: Autoportraits hors du temps, KunstKeller, Bern 2022: Métharmophose/Verwandlung, Neues Museum Biel/Bienne 2024: Orte / Zeiten, KunstKeller, Bern 2025: Ex Votos – Souvenirs imaginaires, 9a am Stauffacherplatz, Bern
Gruppenausstellungen (Auswahl) 2002: Fil rouge 02, Galerie & Edition René Steiner, Erlach 2012: Adresse(s) – La suite, la série, la variation, Centre de gravure contemporaine, Musée de Carouge 2012: I am the space where I am – Swiss women’s contemporary art exhibition, He Xiangning Art Museum, Shenzhen, China 2013: Impression national 2013. Ausstellung für Druckgrafik, Kunsthaus Grenchen 2016: Minis, Künstlerhaus Postgasse 20, Bern
Literatur Therese Bhattacharya-Stettler et al.: Marie-Françoise Robert – Lebenszeichen. Verlag für moderne Kunst, 2022, ISBN 978-3-903572-88-1.
Rezensionen Annelise Zwez: Auf der Suche nach dem Klang. Begleittext zur Ausstellung, September 2008 Simone K. Rohner: Collagen einer Perfektionistin. Im Wunderland der Marie-Françoise Robert. In: Bieler Tagblatt. 20. Mai 2022, S. 1, 19 f. (archiviert auf der Website von Marie-Françoise Robert; PDF; 1,8 MB)
Weblinks
Website von Marie-Françoise Robert Malerdynastie aus dem Jura. Die Kunst ist bei den Roberts seit 200 Jahren Familientradition. In: kulturplatz (SRF). 22. Juni 2011 (Video; 8 min)
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Frau