Jann Holl (* 19. Juni 1935 in Tergast; † 10. Februar 1995 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer.Holl, Jann. In: Martin Tielke (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Ostfriesland. Band 2. Ostfriesische Landschaft, Aurich 1997, ISBN 3-932206-00-2, S. 166–168 (mit allen biografischen Daten) (Digitalisat).
Leben Das erste Kind des Arbeiters Johann Holl und seiner Frau Swanette absolvierte ab 1951 eine Ausbildung zum Kaufmannsgehilfen. Nach dem Abitur 1960 auf dem Zweiten Bildungsweg studierte er in Göttingen Geschichte und Germanistik und dann in Freiburg Philosophie. Er promovierte 1970 in Freiburg bei Eugen Fink. Nach der Habilitation 1976 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg lehrte dort als Professor für Philosophie.
Seine Hauptarbeitsgebiete waren Neuere und neueste Philosophie; Ethik und Staatsphilosophie.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Kierkegaards Konzeption des Selbst. Eine Untersuchung über die Voraussetzungen und Formen seines Denkens (= Monographien zur philosophischen Forschung, Bd. 81). Hain, Meisenheim am Glan 1972, ISBN 3-445-00839-6 (= Dissertation Universität Freiburg/Br.). Wissenschafts- und handlungstheoretische Überlegungen zur Funktion von Familien- und Organismusmodell in der Staatsphilosophie. In: Albert Zimmermann (Hrsg.): Soziale Ordnungen im Selbstverständnis des Mittelalters (= Miscellanea mediaevalia, Bd. 12). Bd. 1. de Gruyter, Berlin 1979, S. 122–143. Historische und systematische Untersuchungen zum Bedingungsverhältnis von Freiheit und Verantwortlichkeit (= Monographien zur philosophischen Forschung, Bd. 169). Forum academicum in der Verl. Gruppe Athenäum, Königsstein/Ts. 1980, ISBN 3-445-01885-5 (= Habilitationsschrift Universität Freiburgt/Br.). Die Transformation des bürgerlichen Selbstbewußtseins in Kierkegaards Werken des Jahres 1843. In: Kierkegaardiana, Bd. 13 (1984), S. 24–37. Begründung und Legitimation in der neuzeitlichen Staatsphilosophie. Bd. 1: Die historische Begründung der Modelle bei den griechischen Philosophen und den Kirchenvätern. Königshausen u. Neumann, Würzburg 1987, ISBN 3-88479-239-3. Forschungspolitik in Baden-Württemberg. Ihre philosophischen Voraussetzungen und Hintergründe. In: Josef Fuckerieder (Hrsg.): GEW-Forum Neue Technologien - Neue Gesellschaft? Dreisam-Verlag, Freiburg/Br. 1988, S. 28–53, ISBN 3-89125-261-7. Versuch über das Verhältnis und Arbeit und Identität. In: Ebd., S. 73–96. Sprache und Vernunft in Schopenhauers Dissertation "Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde". In: Utz Maas (Hrsg.): Geteilte Sprache. Festschrift für Rainer Marten. Grüner, Amsterdam 1988, S. 203–233, ISBN 90-6032-314-9. Über die Institutionen in der Sozialphilosophie Eugen Finks. In: Ferdinand Graf (Hrsg.): Eugen-Fink-Colloquium Freiburg 1988. Eugen-Fink-Archiv, Freiburg/Br. 1989, S. 73–89. Verantwortung zwischen sozialer Ordnung und individueller Freiheit. in: Jahrbuch für Rechtssoziologie und Rechtstheorie, Bd. 14 (1989), S. 38–59.
Literatur Ulrich Kohlmann (Hrsg.): Gelebte Lehre. Erinnerungen an Jann Holl. Freiburg im Breisgau 1996, ISBN 3-7930-9143-0.
Weblinks ostfriesischelandschaft.de freidok.uni-freiburg.de grabsteine-ostfriesland.de
Einzelnachweise
Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert) Kategorie:Philosophiehistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 1995 Kategorie:Mann