Sō Kuramoto (japanisch 倉本 聰, Kuramoto Sō, eigentlich Yamaya Kaoru; geboren 1935 in Tokio; gestorben 18. September 2026 in Furano) war ein japanischer Drehbuchautor.
Leben und Wirken Sō Kuramoto studierte an der Universität Tokio an der Fakultät für Literaturwissenschaft Ästhetik. Schon während der Studienzeit war er Mitglied in der literarischen Gruppe der Theatergruppe „Nakama“ (仲間) – „Enge Gefährte“. 1959 trat er in das Unternehmen „Nippon Hōsō“ (NBS) ein, 1963 entschied er sich, als freiberuflicher Autor tätig zu werden.
Die Filme „Getsuyōbi no Yuka“ (月曜日のユカ) – „Yuka am Montag“ 1964, „Fuyu no Hana“ (冬の華) – „Blume im Winter“ 1978, „Eki“ (駅) – „Bahnhof“ 1981, die Fernsehserien „Rokuha no kamome“ (六羽のかもめ) – „Sechs Möwen“ 1974, „Ofukuro-sama“ (前略おふくろ様) – „Einfach Frau Mutter“ 1975, „Kita no kuni kara“ (北の国から) – „Aus dem Norden„Norden“ bedeutet hier Nordjapan, Hokkaidō. kommend“ 1981, „Kinō, hibetsu“ (昨日、悲別で) – etwa „Gestern, trauriger Abschied“ 1984, eine Serie, in der es um Jugendliche in einer fiktiven Kohlebergwerkstadt geht, „Ban’ei“ (ばんえい) 1973, „Uchi no Honkan“ (うちのホンカン) – „Unser Hongkan“ 1975, „Ushinawareta toki no nagare o“ (失われた時の流れを) – „Das Fließen der verlorenen Zeit“ 1990, eine Darstellung des Lebens von Kindern, Lehrern und Wohnheimmüttern, die nicht zusammenfinden, und andere Fernsehdramen.
Bekannt wurde Kuramoto mit der Serie zu „Aus dem Norden kommend“ mit den Folgen „Kita no kuni kara ’83 fuyu“ (北の国から'83冬) – „Aus dem Norden kommend, 1983 – Winter“, „Kita no kuni kara ’84 natsu“ (北の国から'84夏) – „Aus dem Norden kommend, 1984 – Sommer“, „Kita no kuni kara '87 hatsukoi“ (北の国から'87初恋) – „Aus dem Norden kommend, 1987 – Erste Liebe“, „Kita no kuni kara '89 kikyō“ (北の国から'89帰郷) – „Aus dem Norden kommend, 1989 – Zurück in die Heimat“, „Kita no kuni kara '92 sudachi“ (北の国から'92巣立ち) – „Aus dem Norden kommend, 1992 – Flügge werdend“, „Kita no kuni kara '95 himitsu“ (北の国から'95秘密) – „Aus dem Norden kommend, 1995 – Ein Geheimnis“ und „Kita no kuni kara '98 jidai“ (北の国から'98時代) – „Aus dem Norden kommend, 1998 – Die Zeit“.
In dieser Serie zeichnete Kuramoto über fast 20 Jahre das Erwachsenwerden der Geschwister Jun (純) und Hotaru (蛍) in der als Bühne benutzten Stadt Furano auf Hokkaidō. 2002 drehte er „Kita no kuni kara '02 yuigon“ (北の国から'02遺言) – „Aus dem Norden kommend, 2002 – Letzter Wille“. Damit endete das TV-Drama „Aus dem Norden kommend“. Er und das Produktionsteam von Fuji Television wurden 2002 für die Serie mit dem Kikuchi-Kan-Preis ausgezeichnet.
Kuramoto zog 1977 von Tokio nach Furano, wo er locker geschriebene, aber auch zeitkritische Drehbücher verfasste. 1975 wurde er mit dem Mainichi-Kunstpreis ausgezeichnet.
Anmerkungen
Literatur S. Noma (Hrsg.): Kuramoto Sō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 844.
Weblinks Biographien Sō Kuramoto in der Kotobank, japanisch
Einzelnachweise
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