350px Whitney Houston (1991) Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1987.
Zu den erfolgreichsten Künstlern gehörte Whitney Houston. Ihr zweites Album Whitney mit der Hitsingle I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me) war in den USA wie auch in Deutschland elf Wochen auf Platz eins. Die erfolgreichste Single in Deutschland und der Schweiz war Voyage, voyage von Desireless.
Ereignisse mini|Jon Bon Jovi, Sänger von Bon Jovi Populäre Musik und Jazz 3. Januar: Aretha Franklin wird als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Zu den weiteren Mitgliedern der diesjährigen Einführung in die Hall of Fame gehören The Coasters, Eddie Cochran, Bo Diddley, Marvin Gaye, Bill Haley, Clyde McPhatter, Ricky Nelson, Roy Orbison, Carl Perkins, Smokey Robinson und Jackie Wilson. 5. Januar: Nach mehrmonatigen Stimmproblemen unterzieht sich Elton John einer Halsoperation in einem australischen Krankenhaus. Das Ergebnis beeinträchtigt seine Stimme dauerhaft, und er beginnt bald darauf, in einer tieferen Stimmlage zu singen. 24. Januar: Steve „Silk“ Hurleys Lied Jack Your Body ist die erste Single des Genres Chicago House, die die Spitze der britischen Singlecharts erreicht. 6. Februar: Sonny Bono gibt seine Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters von Palm Springs (Kalifornien) bekannt. 14. Februar: Livin’ on a Prayer von Bon Jovi erreicht Platz eins in den USA und wird weltweit zu einem der Hits des Jahres. 14. Februar: Der Radiosender KMET in Los Angeles stellt nach neunzehn Jahren den Sendebetrieb ein. Der Sender war ein Pionier des Underground-Progressive-Rock-Programms. 24. Februar: Die 29. Grammy Awards werden in Los Angeles verliehen und von Billy Crystal moderiert. Paul Simons Album Graceland gewinnt den Preis für das Album des Jahres, Steve Winwoods Lied Higher Love wird als Aufnahme des Jahres ausgezeichnet und Dionne Warwicks Coverversion von That’s What Friends Are For mit Elton John, Stevie Wonder und Gladys Knight gewinnt den Preis für den Song des Jahres. Bruce Hornsby and the Range gewinnen den Preis als beste neue Künstler. 26. Februar: Please Please Me, With the Beatles, A Hard Day’s Night und Beatles for Sale, die ersten vier Studioalben der Beatles, erscheinen erstmals auf CD. Capitol Records veröffentlicht die originalen britischen Mixe der Beatles-Alben, wodurch die ersten vier CDs in Mono erscheinen. Dies ist das erste Mal, dass viele dieser Mono-Mixe in den Vereinigten Staaten erhältlich sind. 4. März: Tina Turner startet in München ihre Break Every Rule World Tour. Die Tournee endet nach insgesamt 222 Konzerten am 30. März 1988 in Osaka. 9. März: U2 bringen mit The Joshua Tree eins der erfolgreichsten Alben des Jahres heraus, das auch in Deutschland das bestverkaufte wird. 1988 erhält das Album den Grammy für das beste Album des Jahres. 9. März: Carole King wird in die Songwriters Hall of Fame in New York City aufgenommen. 13. März: Bob Seger erhält einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 13. März: Bryan Adams’ Vorab-Single Heat of the Night seines Albums Into the Fire wird als erste Single kommerziell auf Kassette veröffentlicht. Kassetten-Singles werden daraufhin als Cassingles bekannt. 27. März: Inspiriert durch das legendäre Rooftop Concert der Beatles am 30. Januar 1969 drehen U2 das Musikvideo zu ihrem Lied Where the Streets Have No Name auf einem Dach eines Hochhauses in Los Angeles. 30. März: Prince veröffentlicht sein ambitioniertes Studio-Doppelalbum Sign o’ the Times, auf dem er Musikstile wie Contemporary R&B, Funk, Pop, Rock und Soul mit Einflüssen von Blues und Jazz verbindet. Kritiker bezeichnen es zum Teil als das „beste Album der 1980-er Jahre“ und vergleichen es aufgrund seiner sozialkritischen Texte zu Themen wie Rassismus, AIDS, Drogenmissbrauch, Bandenkriminalität, Armut, soziale Ungleichheit und Angst vor Katastrophen (anhand der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl und dem Challenger-Unglück) mit dem Album What’s Going On von Marvin Gaye. 2. April: Die irische Rockband U2 startet in Tempe ihre The Joshua Tree Tour. 23. April: Carole King verklagt Lou Adler, den Inhaber ihrer Plattenfirma, auf über 400.000 US-Dollar an ausstehenden Tantiemen. Außerdem fordert sie die Rechte an ihren alten Aufnahmen. 9. Mai: Johnny Logan gewinnt in Brüssel mit dem Lied Hold Me Now für Irland die 32. Auflage des Eurovision Song Contest und ist damit der erste Künstler, der den Wettbewerb zweimal gewinnen konnte. Wind belegt für die Bundesrepublik Deutschland mit Laß die Sonne in dein Herz zum zweiten Mal Platz zwei. 11. Mai: Mit La Isla Bonita, der vierten Singleauskopplung aus ihrem Album True Blue, landet Madonna erstmals in ihrer Karriere einen Nummer-eins-Hit in Deutschland. 30. Mai: Der britische Singer-Songwriter David Bowie startet in Rotterdam seine Glass Spider Tour. 6.–8. Juni: Anlässlich der 750-Jahres-Feier der Stadt Berlin findet in West-Berlin auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag das dreitägige Musikfestival Concert for Berlin statt. Zu den auftretenden Künstlern gehören David Bowie, Bruce Hornsby and the Range, die Eurythmics, Paul Young und Genesis. In Ost-Berlin versuchen viele meist jugendliche Zuschauer, sich an der Mauer zu versammeln, um an diesen Konzerten zumindest akustisch teilhaben zu können, was zu teils gewaltsamen Ausschreitungen und Auseinandersetzungen mit der Deutschen Volkspolizei führt. 11. Juni: Bei einem Konzert von Genesis im Stadion Feijenoord in Rotterdam randaliert eine Gruppe von betrunkenen Fans, die andere Konzertbesucher belästigen und anrempeln. Nachdem Sänger Phil Collins die Störer mehrfach erfolglos warnt, brechen Genesis das Konzert aus Sicherheitsgründen ohne Zugaben ab. Collins verabschiedet sich mit den Worten: „Tut mir leid, meine Damen und Herren, aber da vorne stehen ein paar echte Arschlöcher – wir sind dann mal weg! Ich möchte den meisten von euch dafür danken, dass ihr heute Abend gekommen seid und das beste Publikum wart, das wir bisher in Europa hatten; aber da vorne sind diese Arschlöcher – von mir aus könnt ihr sie windelweich prügeln. Gute Nacht!“ 14. Juni: Madonna beginnt in Osaka ihre Who’s That Girl World Tour, die bis zum 6. September andauert. 27. Juni: Das Album Whitney von Whitney Houston ist das erste einer Künstlerin, das auf Platz eins der Billboard 200 debütiert. 1.–4. Juli: Genesis beenden ihre weltweit erfolgreiche Invisible Touch Tour mit vier ausverkauften Konzerten im Londoner Wembley-Stadion. Die vier Auftritte ziehen insgesamt 288.000 Zuschauer an und sichern der Band für ein Jahr einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde, bis sie im Sommer 1988 von Michael Jackson mit sieben ausverkauften Shows im Wembley-Stadion überholt werden. 4. Juli: Die US-amerikanische Sängerin Whitney Houston startet in Tampa ihre Moment of Truth World Tour. 4. Juli: Die aus der australischen Seifenoper Neighbours bekannte Schauspielerin Kylie Minogue startet ihre Karriere als Sängerin mit ihrer Coverversion des Little-Eva-Hits The Loco-Motion. Die Single hält sich sieben Wochen lang auf Platz eins in ihrer Heimat Australien und führt zu einem Vertrag mit dem britischen Musikproduzententeam Stock Aitken Waterman, mit denen sie bis 1992 arbeiten wird. 4. Juli: Das erste gemeinsame Rockfestival mit US-amerikanischen und sowjetischen Rockbands findet in Moskau statt, um für den Frieden zu werben. The Doobie Brothers, James Taylor, Santana und Bonnie Raitt treten dabei gemeinsam mit der sowjetischen Rockgruppe Avtograf auf. 7. Juli: Das Debütalbum Paid in Full von Eric B. & Rakim erscheint; es revolutioniert den Eastcoast-Hip-Hop. 10. Juli: Das Bizarre-Festival findet auf der Berliner Waldbühne und der Freilichtbühne Loreley in St. Goarshausen erstmals statt. 21. Juli: Appetite for Destruction von Guns n’ Roses erscheint, das sich zunächst nur mäßig verkauft, aber alsbald zum erfolgreichsten Album der Band und einem der meistverkauften Hardrock-Alben überhaupt avanciert. 1. August: Genau sechs Jahre, nachdem MTV in den Vereinigten Staaten auf Sendung ging, startet mit MTV Europe der europäische Ableger des Musiksenders seinen Sendebetrieb. Das erste gespielte Musikvideo ist Money for Nothing von den Dire Straits. 1. August: Dave Stewart (Eurythmics) heiratet in der Normandie seine Lebensgefährtin Siobhan Fahey (Bananarama). 3. August: Def Leppard veröffentlichen ihr Comeback-Album Hysteria, das mit einer Spieldauer von fast 62 Minuten das längste Rockalbum ist, das jemals als einzelne LP oder Kassette veröffentlicht wurde. Das Album markiert außerdem die Einführung des speziell für Schlagzeuger Rick Allen konstruierten, elektronischen Schlagzeug-Sets mit vier Fußpedalen, die es ihm ermöglichen, die Klänge abzurufen, die er zuvor mit seinem linken Arm gespielt hatte, den er am 31. Dezember 1984 bei einem Autounfall verloren hatte. 3. August: Das britische Musik- und Künstlerkollektiv M/A/R/R/S veröffentlicht mit Pump Up the Volume seine einzige Single. Sie erreicht in Großbritannien und mehreren anderen Ländern Platz eins der Charts und gilt als Meilenstein in der Entwicklung der britischen House-Musik und des Musik-Samplings. Die Online-Datenbank Allmusic beschreibt das Lied Jahre später als „One Hit Wonder mit großem Einfluss“. 27. August: Der Strafprozess gegen Jello Biafra wird nach einem uneinigen Geschworenengericht in Los Angeles eingestellt. Biafra und sein Manager waren wegen der Verbreitung jugendgefährdender Inhalte angeklagt worden. Grund dafür war ein Poster auf dem Album Frankenchrist der Dead Kennedys aus dem Jahr 1985, das ein Gemälde mit Reihen von Geschlechtsorganen zeigte. 31. August: Michael Jackson bringt mit Bad den Nachfolger zum Erfolgsalbum Thriller heraus. Das Album bringt fünf Nummer-eins-Singles in den US-amerikanischen Billboard Hot 100 hervor, ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist. 7. September: Pink Floyd veröffentlichen A Momentary Lapse of Reason, das erste, nachdem Roger Waters die Gruppe verlassen hatte. 9. September: Pink Floyd starten in Ottawa ihre A Momentary Lapse of Reason Tour. Auf der Tour zwischen September 1987 und Juli 1989 spielt die Band weltweit insgesamt 196 Konzerte. Sie spielt weltweit rund 135 Millionen US-Dollar ein, eine Summe, die nur von den kombinierten Einnahmen von Michael Jackson und U2 erreicht wurde. 11. September: Peter Tosh (ehemals The Wailers) wird bei einem Raubüberfall in seinem Haus ermordet. 15. September – 4. Oktober: Johnny Hallyday gibt 20 ausverkaufte Konzert in der Pariser Konzertarena Palais Omnisports de Paris-Bercy, bis heute ein ungebrochener Rekord für einen französischen Solokünstler. 17. September: Vor etwa 100.000 Zuschauern findet das Bob-Dylan-Konzert in Ost-Berlin statt. 25. September: CBS startet eine US-amerikanische Version der langjährigen britischen Musikcharts-Sendung Top of the Pops. Sie läuft ein Jahr lang. 28. September: Depeche Mode veröffentlichen Music for the Masses, gefolgt von einer 101 Konzerte umfassenden Tournee, welche bis in das Jahr 1988 reicht und im Rose Bowl Stadium endet. 30. September: Die britisch-US-amerikanischen Rockband Fleetwood Mac startet in Kansas City ihre Shake the Cage Tour. Die Tournee endet nach insgesamt 68 Konzerten am 28. Juni 1988 in Manchester. 4. Oktober: Die elektronische Datenerfassung ersetzt die bisherige Methode der Verkaufsaufzeichnungen bei der Erstellung der britischen Single- und Albumcharts vollständig. Der Veröffentlichungstag der neuen Charts wird von Dienstag auf Sonntag verlegt. 8. Oktober: Chuck Berry erhält einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 17. Oktober: Ein Konzert der Band Element of Crime in der Zionskirche in Ost-Berlin wird von Neonazis gestürmt, mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt. Die anwesende Deutsche Volkspolizei greift nicht ein. 19. Oktober: Mötley Crüe veröffentlichen mit You’re All I Need die dritte Singleauskopplung aus ihrem aktuellen Album Girls, Girls, Girls. MTV weigert sich aufgrund des hohen Gewaltgrades, das Video auszustrahlen.