GamersGlobal ist eine 2009 von Jörg Langer gegründete Website mit Fokus auf Computerspielejournalismus. Neben redaktionell betreuten Beiträgen setzt die Website stark auf von Nutzern erstellte Inhalte. Dazu zählt auch eine Datenbank mit über 100.000 Steckbriefen von Computerspielen.

Konzept Ansporn für die Gründung der Website war die Tatsache, dass traditionelle Print-Magazine wie GameStar, bei dem Langer zuvor leitend tätig war, mit dem wachsenden Spielemarkt nicht mehr mithalten konnten. Es konnte nur noch über große Titel berichtet und immer schwerer den Trends der Zeit gefolgt werden. Der Tiefgang und das Spezialwissen soll daher von Nutzern beigesteuert werden, die von Anfang an konzeptuell stark eingeplant wurden. Für benutzergenerierte Inhalte gibt es Regeln und Freigabeprozesse. Belohnt werden Nutzer mittels Gamification über ein Rangsystem. Eine Ausschüttung von Honoraren durch die VG Wort ist möglich. Auch das Melden von Fehlern oder Kommentieren von Beiträgen wird belohnt. Ohne Nutzerkonto ist keine Interaktion mit der Website möglich.

Finanzierung Finanziert wird GamersGlobal durch Abonnements, Affiliate-Marketing und Werbung der Spielehersteller. Das Magazin versucht, neutral zu bleiben und Werbeanzeigen gegen positive Berichterstattung zu vermeiden. Werden Reisekosten zu Veranstaltungen, über die berichtet wird, von Herstellern getragen, wird dies im jeweiligen Bericht ausgewiesen. Im Rahmen einer bezahlten Kooperation berichtet GamersGlobal über vom Sponsor ausgewählte Spiele aus dem Nintendo eShop.

Im Zuge des Strukturwandels der Branche wurde der Direktverkauf von Werbebannern eingestellt und gegen Google AdSense ersetzt. Seit Frühjahr 2026 wurde die Anzeigenfinanzierung der Textinhalte komplett eingestellt und das Konzept konsequenter auf ein Abo-Modell umgestellt. Der YouTube-Kanal blieb hingegen werbefinanziert.

Rezeption Tom Schaffer kritisierte, dass das Portal den Funktionsumfang zunächst einschränke und erst durch Erfahrungspunkte wieder freischalte. Zudem erfolge keine individuelle Betreuung der Autoren durch die Redaktion, sondern Beiträge von Neulingen würden ausschließlich durch erfahrene Nutzer abgeändert. Konrad Kelch bemängelte, dass die Nutzer nicht im Umgang mit Pressevertretern geschult seien und keinen entsprechenden Zugang zu Pressekanälen oder Vorabmustern besäßen. Stattdessen würden frei verfügbare Inhalte englischsprachiger, professioneller Websites zweitverwertet. Zudem gab er zu bedenken, dass die Nutzer ehrenamtlich arbeiten, das Projekt GamersGlobal jedoch kommerzielle Absichten hat.

Jörg Langer selbst räumte retrospektiv Fehler ein bei dem Versuch, seine Seite über Rundschreiben bekannt zu machen. Er unterschätzte auch den Widerstand in der deutschsprachigen Blogosphäre, denen er Konkurrenzdenken vorwarf. Sich selbst warf er vor, nicht mit positiven Botschaften, sondern Kritikern mit schnippischen Kommentaren zu entgegnen. Der anfängliche Versuch, eine vollumfängliche Spielewebsite zu erstellen, anstatt eine Nische zu bedienen, sei ein strategischer Fehler gewesen. Zudem wurde die Website unbeabsichtigt finanziell immer abhängiger von Auftragsarbeiten und Crowdfundings.

Weblinks Offizielle Website Community-Projekte

Einzelnachweise

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