Georg Wingelmüller (* 16. April 1810 in Wien; † 6. August 1848) war ein österreichischer Architekt.

Leben Wingelmüller begann sein Studium 1826 an der Wiener Akademie, das er 1829 abschloss. 1830 war er als Bauadjunkt in Feldsberg, 1831 als Baudirektionsadjunkt in Wien und spätestens ab 1841 als fürstlich-liechtensteinischer Architekt tätig.

Wingelmüller wohl bedeutendste Arbeit war der Umbau des Schlosses Eisgrub. In Vorbereitung darauf unternahm er im Auftrag von Fürst Alois II. von Liechtenstein eine Studienreise, auf der er unter anderem in England und Schottland spät- und neugotische Schlösser studierte.Karl Ginhart (Hrsg.): Die bildende Kunst in Osterreich. Band 6. Rohrer, Wien 1943, S. 150. Ab 1846 führte Wingelmüller eine vollständige Neugestaltung des Schlosses in englischer Gotik durch, wobei vier neue Trakte im Norden hinzukamen.Felix Bornemann: Kunst und Kunsthandwerk in Südmähren. Verlag des Südmährischen Landschaftsrates, Geislingen 1990, S. 5. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1848 übernahm der Ingenieur Johann Heidrich, zuvor Assistent von Wingelmüller, die Bauleitung.

Sein Sohn Alois Georg Wingelmüller (1848–1920), der von Beruf Beamter der Staatseisenbahngesellschaft war, wirkte als Koleopterologe in Wien.

Bauten (Auswahl) Planung der Pfarrkirche St. Gallus in Triesen, 1841–1843 Hubertuskapelle in Feldsberg, 1844–1848 neues Badehaus und chinesisches Lusthaus in Eisgrub Umbau Schloss Eisgrub, 1846–1858 (vollendet von Johann Heidrich)

Einzelnachweise

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