mini|hochkant|Adolf Rehm Paul Adolf Rehm (* 13. Juni 1867 in WildenfelsTaufbuch der Kirche zu Wildenfels, 1867 - 307 - 61; † 20. April 1952 in Dresden-BühlauSterberegister des Standesamtes V zu Dresden, 1952, Eintrag vom 21. April 1952 durch Emma Johanna Rehm, geb. Jäkel) war ein deutscher Bildhauer.
mini|Königsheim-Gedenkstein im Waldpark Blasewitz mini|hochkant|Relief der Amalie Marschner in Dresden mini|Portal der Lutherkirche in Meißen mini|Grablegung Christi, Portalrelief der Friedhofshalle in Wildenfels, 1909 mini|hochkant|Matthäus, Maria-und-Martha-Kirche in Bautzen, 1891 mini|hochkant|Marcus, Maria-und-Martha-Kirche in Bautzen, 1891 mini|Kleinplastik Dr. Krenkel mini|Grabmal des Adolf Rehm, Johannisfriedhof Dresden-Tolkewitz
Leben Rehms Vater war der Webermeister Carl August Rehm aus Wildenfels, seine Mutter Julie Auguste Rehm geborene Teubner stammte aus Hohenstein.Taufbuch der Kirche zu Wildenfels, 1867 - 307 - 61Traubuch der Kirche zu Wildenfels, 1861 - 1 Er war in erster Ehe mit Gertrud Rehm geb. Retzlaff verheiratet. Die Verlobung fand 1898 in Dresden-Loschwitz statt.Dresdner Journal vom 4. Oktober 1898, Seite 4. (Digitalisat)Leipziger Tageblatt und Anzeiger vom 5. Oktober 1898, Seite 17. (Digitalisat) Am 10. Juni 1922 heiratete er die im Februar 1891 geborene Emma Johanna Rehm geb. Jäkel.Traubuch des Standesamtes VII zu Dresden, 1922, Eintrag vom 10. Juni 1922, Trauung mit Emma Johanna Rehm, geb. Jäkel, geboren im Februar 1891 Er wurde am 29. April 1952 auf dem Johannisfriedhof in Dresden-Tolkewitz im Grab Nr. 3 F.28.3/4 beigesetzt.Monika Badock: Adolf Rehm, ein Kunstbildhauer aus Wildenfels. In: Wildenfelser / Härtensdorfer Anzeiger, Jahrgang 1994. (im Stadtarchiv Wildenfels)
Von 1873 bis 1881 besuchte Rehm die Wildenfelser Vier-Klassen-Schule, danach absolvierte er eine vierjährige Lehre als Holzbildhauer.Bernhard Rost: Adolf Rehm, ein Kunstbildhauer aus Wildenfels. In: Fest-Schrift zum Heimatfest in Wildenfels. Vom 18. bis 20. Juli 1925. Verlag Adolf Zimmermann, Wildenfels 1925, Seite 33. (Digitalisat) Im Alter von 18 Jahren erhielt er 1884 ein dreijähriges Stipendium durch König Albert von Sachsen, um ab dem Wintersemester 1884/1885 an der Kunstgewerbeschule DresdenJahresbericht der Königlich Sächsischen Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums zu Dresden 1885, Schülerregister WS84/85 SS85. (Digitalisat) und von 1888 bis 1896 an der Dresdner KunstakademieMatrikel der Akademie der Bildenden Künste Dresden 1882–1906, Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, Bestand Kunstakademie, Signatur 110, Film: K II 231Katalog der von der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden veranstalteten Kunstausstellung. 6. Auflage, 1889, Seite 6. (Wikisource) studieren zu können. Dort war er im Meisteratelier des Bildhauers Johannes Schilling tätig.Matrikel der Akademie der Bildenden Künste Dresden 1882–1906, Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, Bestand Kunstakademie, Signatur 110, Film: K II 231Dresslers Kunsthandbuch, 9. Ausgabe, Band 2. Verlag Karl Curtius, Berlin 1930, Seite 799 f. Im Jahr 1909 war er in Vertretung des Bildhauers Arthur Lange Mitglied des Lehrerkollegiums der 1896 gegründeten Alten Dresdner KunstschuleDas alte Dresden in Bildern Haus für Haus (altesdresden.de), Georgplatz 1.Berliner Kunst-Herold, Nr. 11 (vom 5. Juni 1909), Seite 101. (doi:10.11588/diglit.69724#0105)
Im Jahr 1888 erhielt Rehm ein mündliches Lob auf der Kunstausstellung der Dresdener Kunstakademie und wurde 1891 durch die Verleihung einer Großen Silbernen Medaille der Kunstakademie geehrt.Dresdner Journal vom 29. Juli 1891, Seite 1. (Digitalisat) Mit zwei von ihm entworfenen Bronzeplastiken (Gefesselte VenusDresdner Journal vom 26. Februar 1898, Seite 3. (Digitalisat) und Mädchen mit KatzeAnzeige über die am 20. December 1899 vom Sächsischen Kunstverein gehaltene Verloosung von Kunstwerken. Directorium des Sächsischen Kunstvereins, 1899. (Wikisource)) präsentierte sich die Dresdner Kunst- und Glockengießerei C. Albert Bierling auf der Weltausstellung Paris 1900Weltausstellung in Paris 1900. Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reichs. Selbstverlag des Reichskommissariats, Berlin 1900, Seite 371. (doi:10.11588/diglit.1375#0382), er wurde dort für diese Werke mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.Liste des récompenses. Exposition universelle de 1900, à Paris. République française, Ministère du commerce, de l'industrie, des postes et des télégraphes, Seite 1102. (Digitalisat)
Ab 1903 war Adolf Rehm als Bildhauer selbständig tätig. Er lebte von 1905 bis 1917 im Haus Behrischstraße 1 in Dresden-StriesenAdolf Bothe (Hrsg.): Adressbuch von bildenden Künstlern der Gegenwart. Stuttgart 1904, S. #., danach in verschiedenen Gebäuden in Dresden-Blasewitz: 1918 im Haus Tolkewitzer Straße 28, von 1919 bis 1928 im Haus Wachwitzer Straße 8 (1926 in Avenariusstraße umbenannt) und von 1929 bis 1945 im Haus Wartburgstraße 10.Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1, recherchiert am 25. Februar 2008Handbuch des Kunstmarktes. Kunstadressbuch für das Deutsche Reich, Danzig und Deutsch-Österreich. Antiqua Verlags-Gesellschaft Kalkoff, Berlin 1926, Seite 599. (doi:10.11588/diglit.52375#0627) Sein Atelier befand sich zwischen 1898 und 1900 im Gebäude Schweizer Straße 19Münchener Jahres-Ausstellung Glaspalast 1898. Verlag der Münchner Künstlergenossenschaft, München 1898, Seite 128. (Digitalisat)Mitglieder-Verzeichniss des Vereins Bildender Künstler Dresdens 1899. Dresden 1899. (Digitalisat)Mitglieder-Verzeichniss des Vereins Bildender Künstler Dresdens 1900. Dresden 1900, Seite 4. (Digitalisat) und ab 1911 im Haus Tolkewitzer Straße 30Dresslers Kunstjahrbuch, 6. Ausgabe 1911/1912, Stiller’sche Hof- und Universitäts-Buchhandlung (H. Taubmann), Rostock i. M. 1911, Seite 514. und ab 1921 im Haus Tolkewitzer Straße 28Dresslers Kunsthandbuch, 8. Ausgabe, Band 2. Verlag Ernst Wasmuth, Berlin 1921, Seite 470. in einem Seitengebäude. Während des Luftangriffs auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 wurden sowohl seine Wohnung als auch das Atelier vollständig zerstört. Danach lebte gemeinsam mit seiner Frau Emma in Dresden-Bühlau, Am Bauernbusch 12, als Gäste der Familie von Zobel'Das „Millionengässel“ am Rande der Dresdner Heide' (Elbhang-Kurier), die ihnen bis zu seinem Tod Obdach gewährte.Brief der Nichte der Emma Johanna Rehm (zweite Ehefrau von Adolf Rehm) vom 29. November 1977, Kopie im Besitz der Familie Fleischer, Dessau
Rehm war Mitglied im Künstlerverein „Mappe“Conventbuch des Künstlervereins „Mappe“, Dresden, 1877–1888. (Exemplar in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek, Signatur Mscr. Dresd. App.2415), in der Dresdner KunstgenossenschaftAusstellung der Dresdner Kunstgenossenschaft. In: Sächsische Staatszeitung vom 19. Juli 1917, Seite 6. (Digitalisat), im Sächsischen KunstvereinRechenschaftsbericht des Sächsischen Kunstvereins zu Dresden auf das Jahr 1905. C. Richard Gärtnerische Buchdruckerei, Mitgliederliste, Seite 18. (Digitalisat)Rechenschaftsbericht des Sächsischen Kunstvereins zu Dresden auf das Jahr 1910. C. Richard Gärtnerische Buchdruckerei, Mitgliederliste, Seite 17. (Digitalisat), im Verein bildender Künstler Dresden und im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands.
Werk 1888: Königsheim-Gedenkstein im Waldpark Blasewitz um 1891: Steinfiguren MatthäusMatthäus, Maria und Martha Kirche, Bautzen, Adolf Rehm und MarkusMarkus, Maria und Martha Kirche, Bautzen, Adolf Rehm an der Maria-und-Martha-Kirche in BautzenBarbara Bechter, Wiebke Fastenrath u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen I, Regierungsbezirk Dresden. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1996, ISBN 3-422-03043-3, Seite 32. (eingeschränkte Vorschau auf Google Bücher) 1893?: Glück auf, Entwurf bildnerischen Schmuckes für die Kirche in Cainsdorf bei Zwickau (vermutlich nicht ausgeführt)Dresdner Journal vom 8. Dezember 1893, Seite 8. (Digitalisat)Neueste Nachrichten vom 9. Dezember 1893, Seite 3. (Digitalisat) 1897?: Bronze-Porträtrelief Fräulein Amalie Marschner in der Anstalt für verwaiste Töchter in Dresden, Innere Neustadt, Georgenstraße 3Dresdner Nachrichten vom 16. November 1897, Seite 2. (Digitalisat)Lichtenstein-Callnberger Tageblatt vom 11. September 1897, Seite 1. (Digitalisat) 1897: Porzellanfiguren Mädchen mit Vögeln und Knabe mit zwei HundenAntiqueRef, Free Online Appraisals, Modellnummern Q142 und Q183. (AntiqueRef) 1898: Porzellanfigur Die WahrsagerinAntiqueRef, Free Online Appraisals, Modellnummer R120. (AntiqueRef) 1898: Porzellanfigur Knabe mit zwei GänsenAntiqueRef, Free Online Appraisals, Modellnummer R147. (AntiqueRef) 1898: Porzellanfigur SchlittschuhläuferAntiqueRef, Free Online Appraisals, Modellnummer Q155. (AntiqueRef) 1898?: Gipsstatuette Frühlingskinder (Verbleib unbekannt)Münchener Jahres-Ausstellung Glaspalast 1898. Verlag der Münchner Künstlergenossenschaft, München 1898, Seite 128. (Digitalisat) 1899?: Holzrelief Mutter und Kind (Verbleib unbekannt)Dresdner Journal vom 30. September 1899, Seite 3. (Digitalisat)Dresdner Journal vom 23. Dezember 1899, Seite 5. (Digitalisat)Bautzener Nachrichten vom 27. Dezember 1899, Seite 3. (Digitalisat)Katalog der Sächsischen Kunst-Ausstellung Dresden 1906. 3. Auflage, Verlag C. Heinrich, Dresden o. J., Seite 37. (Digitalisat)Dresdner Journal vom 4. Juli 1906, Seite 5. (Digitalisat)Die christliche Kunst, 5. Jahrgang 1908/1909, Seite 17. (doi:10.11588/diglit.53749#0446)Große Berliner Kunstausstellung 1908. (???) Zeitschrift, 1908, Saal 25, 1297 (Digitalisat) um 1900: Buchsbaum-Statuette Stehender Mädchenakt (Grassi Museum für Angewandte Kunst in Leipzig)Grassi Museum für Angewandte Kunst (Hrsg.): Bericht über die Jahre 2021–2022. (PDF)Grassi Museum für Angewandte Kunst, Inventarnummer 2021.18 (Sammlung Online) 1904: Gips-Modell Martin Luther für eine der Portalfiguren der Lutherkirche in Meißen (1932 aufgestellt in der Brauthalle der Heilig-Geist-Kirche in Dresden-Blasewitz)Sächsische Dorfzeitung und Elbgaupresse vom 18. Oktober 1932, Seite 4. (Digitalisat) 1904: Skulpturen Apostel Paulus und Martin Luther für das Portal der Lutherkirche in MeißenFestschrift zur Weihe der Lutherkirche in Meißen am 24. Juni 1904, Seite 9Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen der bildenden Künstler, 5. Jahrgang 1905/1906, Heft 10, Seite 133. (doi:10.11588/diglit.45527#0137)Dresdner Nachrichten vom 10. November 1905, Seite 4. (Digitalisat)Dresdner Journal vom 9. November 1905, Seite 2. (Digitalisat) 1905: Grabmal für Rehms erste Ehefrau Gertrud Rehm geb. RetzlaffDresdner Journal vom 9. November 1905, Seite 2. (Digitalisat), später auf dem Grab Adolf Rehms auf dem Johannisfriedhof in Dresden-TolkewitzGrab Adolf Rehm auf findagrave.com 1906: Relief-Bildnis König Alberts für das König-Albert-Denkmal in SchneebergErzgebirgischer Volksfreund vom 22. August 1905, Seite 3. (Digitalisat), Einweihung am 24. Mai 1906Erzgebirgischer Volksfreund vom 26. Mai 1906, Seite 2. (Digitalisat)Einladung zur Einweihung (Wikimedia Commons)Fotografie der Einweihung (Wikimedia Commons), Verbleib laut Stadtarchiv unbekannt und 2005 neu gestaltetStein von 2005 (Wikimedia Commons) 1906?: Marmorbüste Dornröschen (Verbleib unbekannt)Dresdner Journal vom 4. Juli 1906, Seite 5. (Digitalisat) 1906: König-Albert-Denkmal in Stollberg im Erzgebirge, enthüllt am 9. September 1906 (Verbleib unbekannt) im Stadtwiki DresdenDresdner Nachrichten vom 29. August 1906, Seite 1. (Digitalisat)Stollberger Stadtanzeiger, Nr. 384 vom 24. Juli 2021, Seite 30. (online als PDF)Wochenblatt für Zschopau und Umgegend vom 13. September 1906, Seite 1. (Digitalisat)Hohenstein-Ernstthaler Anzeiger vom 12. September 1906, Seite 2. (Digitalisat)Ansichtskarte, postalisch gelaufen 1907, bei Wikimedia CommonsAnsichtskarte, um 1906, bei Wikimedia CommonsAnsichtskarte, um 1906, bei Wikimedia CommonsFotografie, um 1906, bei Wikimedia Commons