Otto Erich Wagner (* 10. September 1895 in Klepáčov bei Blansko/Mähren; † 5. Februar 1979 in Wien) war ein österreichischer Kunstmaler und Gebrauchsgrafiker.
Leben und künstlerische Laufbahn Otto Erich Wagner diente von 1915 bis 1917 als Soldat im Ersten Weltkrieg. Von 1919 bis 1923 war er als Lehrer in Wien tätig und studierte ab 1922 bei Franz Čižek und Rudolf Larisch an der Wiener Kunstgewerbeschule. Ab 1924 war er Hilfslehrer für allgemeine Formenlehre und unterrichtete in Franz Čižeks Klasse. Nebenbei lehrte er auch Innen- und Gartenarchitektur.
Nachdem Wagner 1925 an der Internationalen Kunstgewerbeausstellung in Paris teilgenommen hatte, wurde er nach Čižeks Pensionierung von dessen Nachfolger Ceno Kosak übernommen. Zur gleichen Zeit gab er Unterricht am Franz-Joseph-Realgymnasium in Wien.
Zur Zeit des Nationalsozialismus und während des Zweiten Weltkriegs setzte er seine Tätigkeit als Hilfslehrer an der Kunstgewerbeschule Wien fort. In den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde er strafeingezogen und nach Jugoslawien geschickt. Nach Kriegsende und seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft wurde er 1949 Mitglied der Wiener Secession. Seitdem war er als freischaffender Künstler tätig.
Wagners Werke sind geprägt vom Wiener Kinetismus. Die bekannteste Vertreterin dieser künstlerischen Ausdrucksform ist Erika Giovanna Klien.Otto Erich Wagner aus kunst-und-kultur.de, abgerufen am 5. Juni 2022Biografie von Otto Erich Wagner aus kunsthandelwidder.com, abgerufen am 5. Juni 2022
Werke (Auswahl) Kampf von Hart und Weich II, 1923, 45,0 cm × 31,2 cm, schwarze Kreide Pflanzenstudie, 1924, 43,7 cm × 23,9 cm, Bleistift, Kohle auf Papier Spaziergängerinnen, ca. 1923, 17 cm × 21 cm, Gouache Buchstabenrhythmus, ca. 1925, 27 cm × 39,5 cm, schwarze Kreide Kirche, kinetisch, ca. 1921, 30 cm × 22 cm, MonotypieOtto Erich Wagner Sammlung Pabst, abgerufen am 5. Juni 2022 Ohne Titel, 1924, 24 cm × 21 cm, Gouache, Aquarell auf PapierOtto Erich Wagner Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, abgerufen am 5. Juni 2022 Abstrakte Figuren, 43 cm × 53 cm, Mischtechnik/Tempera auf Karton Bergmassiv, 53 cm × 56 cm, Aquarell/Tempera auf Papier Die 3 und das Tier, 34 cm × 51 cm, Tempera auf Papier, datiert 2. Mai 1956 Die Heilige Familie im Stall zu Betlehem, 35 cm × 27 cm, Bleistiftzeichnung, datiert 1935 Dorf in Niederösterreich, 47 cm × 60 cm, Aquarell/Tempera auf Papier, datiert 1948 Dorflandschaft mit Kirche, 47 × 61 cm, Aquarell/Tempera auf Papier, datiert 1953 Hof im Gebirge, 47 cm × 61 cm, Aquarell/Tempera auf Papier, datiert 1942Otto Erich Wagner Galerie Hartl, Wien, abgerufen am 5. Juni 2022
Ausstellungen (Auswahl) Wege nach Weimar: Wiener Kinetismus. Eine vergessene Moderne. Neues Museum Weimar, 2007Patrick Werkner: Performative Kunstgeschichte: Die Positionierung des Wiener Kinetismus im kunsthistorischen Kanon. In: Withalm, G., Spohn, A., Bast, G. (eds) Kunst Kontext Kultur. Edition Angewandte. Springer, Vienna, 2012 DYNAMIK! - Kubismus / Futurismus / Kinetismus, Unteres Belvedere Wien, Mai 2011Wiens zweite Moderne - Dynamik! Glanzvolle Ausstellung im Unteren Belvedere aus musenblaetter.de, abgerufen am 6. Juni 2022
Weblinks Otto Erich Wagner Dorotheum, Wien, abgerufen am 5. Juni 2022 Otto Erich Wagner Auktionshaus Im Kinsky, abgerufen am 5. Juni 2022 Otto Erich Wagner aus artnet.de, abgerufen am 5. Juni 2022
Einzelnachweise
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