Green Acres ( Grüner Acker) ist eine US-amerikanische Fernsehserie und ein Ableger der Sitcom Petticoat Junction. Sie wurde zwischen 1965 und 1971 von Filmways für CBS produziert und von MGM Television vertrieben.

Handlung Green Acres handelt von Oliver Wendell Douglas, einem prominenten und wohlhabenden Anwalt aus New York City, der sich seinen Traum erfüllt, Landwirt zu werden, und von Lisa Douglas, seiner glamourösen ungarischen Ehefrau, die unfreiwillig aus ihrer Penthouse-Wohnung in Manhattan auf eine stillgelegte Farm in Hooterville ziehen soll, die Oliver zum Unglauben der umliegenden Landwirte gekauft hat.

Hintergrund Die Fernsehserie teilt sich ein Serienuniversum mit Petticoat Junction und The Beverly Hillbillies, die alle von Paul Henning produziert wurden. Sie teilen sich Städte wie Hooterville, Pixley, Crabwell Corners und Stankwell Falls sowie Figuren wie Joe Carson, Fred und Doris Ziffel, Sam Drucker, Newt Kiley und Floyd Smoot.

Obwohl viele Folgen von Green Acres dem Sitcom-Schema der 1960er Jahre folgten, entwickelte die Serie über die Zeit eine eigene Form von Surrealismus und Satire. Die Autoren entwickelten eine Reihe von Running Gags und visuellen Gags; beispielsweise ahnen die Charaktere (bis auf den Hauptcharakter Oliver), dass sie von Zuschauern beobachtet werden, und fragen sich, woher unter anderem die Hintergrundmusik kommt, während Oliver in einem seiner häufigen Monologe über den „amerikanischen Traum“ philosophiert.

Die erste Folge der Serie wurde im Stil einer Mockumentary konzipiert und begleitet die Protagonisten bei ihrer Entscheidung, in eine ländliche Gegend zu ziehen; moderiert wurde die Folge vom ehemaligen ABC-Nachrichtensprecher John Charles Daly, der auch der Moderator der CBS-Spielshow What’s My Line war. Einige Wochen nach der Premiere von Green Acres revanchierten sich die Hauptdarsteller Eddie Albert und Eva Gabor, indem sie in What’s My Line als „Mystery“-Gäste auftraten und sich so öffentlich bei Daly dafür bedankten, dass er sie beim Serienstart unterstützt hatte.

Das Hauptthema, das von Vic Mizzy komponiert wurde, wurde von den Hauptdarstellern der Serie selbst eingesungen.

Ursprung im Radio Auch wenn Green Acres ein Ableger ( spin-off) von Petticoat Junction ist, basiert die Sitcom lose auf dem bereits zwischen dem 3. Juli und 21. August 1950 ausgestrahlten, achtteiligen Comedy-Radioformat Granby’s Green Acres von Jay Sommers auf CBS, der sowohl das Drehbuch schrieb, die Sendung produzierte und Regie führte.

In der Radiosendung wurden die Hauptfiguren von Bea Benaderet und Gale Gordon gesprochen, die unter einem anderen Nachnamen bereits in My Favorite Husband mit Lucille Ball zu sehen waren – einem Vorläufer der Sitcom I Love Lucy.

Fernsehadaption Nach dem Erfolg der Beverly Hillbillies und von Petticoat Junction bot CBS Paul Henning einen weiteren halbstündigen Sendeplatz an, ohne eine Pilotfolge zu verlangen. Dieser wiederum ermutigte Jay Sommers, eine Serie für diesen Sendeplatz zu entwickeln: Sommers schrieb und produzierte später etwa ein Drittel aller Folgen. Produktionstitel der Fernseh-Sitcom waren Country Cousins und The Eddie Albert Show; viele Serien zu dieser Zeit waren nach dem Hauptdarsteller benannt.

Crossover mit The Beverly Hillbillies In der Folge The Beverly Hillbillies vom März 1967 (Staffel 2, Folge 23) führt das Hooterville-Theater ein Stück als Hommage an die „berühmte Fernsehserie The Beverly Hillbillies“ auf, in dem Oliver Jethro spielt und Lisa die Rolle der Granny Clampett.

Ab 1968 wurden in The Beverly Hillbillies Folgen ausgestrahlt, in denen die Clampetts in Hooterville ihre entfernten Cousins, die Familie Bradley, besuchten: Damit wurde die Welt aller drei Serien zusammengeführt. The Thanksgiving Story enthält einen Sekundenbruchteil lang eine Einblendung von Eddie Albert und Eva Gabor am Esstisch mit den Darstellern aller drei Serien. Es gibt eine Nebenhandlung, in der sich Eb Dawson in Elly May Clampett verliebt, die in der folgenden Folge The Courtship of Homer Noodleman fortgesetzt wird. In Christmas in Hooterville kehren die Clampetts in das Shady Rest Hotel zurück, wo Eb immer noch für die zögerliche Elly May schwärmt.

Absetzung Im Fernsehjahr 1970 und 1971, während der sechsten Staffel der Serie, belegte Green Acres den 34. Platz von 96 Sendungen. Trotz respektabler Einschaltquoten und des vorhandenen Sendeplatzes stellte der Sender die Serie im Frühjahr 1971 nach insgesamt 170 Episoden ein.

CBS und andere Fernsehsender standen zu dieser Zeit unter wachsendem Druck von Werbekunden, die forderten, Sendungen mit mehr städtisch angesiedelten Schwerpunkten in das Fernsehprogramm aufzunehmen. Um Platz für diese Sendungen zu schaffen, wurden fast alle Sendungen mit ländlichen Motiven abgesetzt, was später als „ländliche Säuberung“ bzw. „Flurbereinigung“ (engl. rural purge) im US-amerikanischen Fernsehen bekannt wurde. Pat Buttram sagte später in einem Interview: „CBS setzte alles ab, was einen Baum hatte – einschließlich Lassie.“

Infolge der plötzlichen Absetzung gab es kein Serienfinale. Die letzten beiden Folgen von Green Acres waren als Pilotfilme für zwei Ableger-Serien geplant, die allerdings nie in Produktion gingen, da kein Sender Interesse zeigte.

In der vorletzten Folge der sechsten Staffel, Hawaiian Honeymoon, machen Oliver und Lisa eine Reise nach Hawaii; die Folge handelt primär vom Hotelbesitzer Bob Carter (Don Porter) und seiner Tochter Pam (Pamela Franklin), weshalb der vorgeschlagene Titel für die neue Serie einfach Pam lautete. In der letzten Folge von Green Acres steht Olivers frühere blonde Sekretärin Carol Rush (Elaine Joyce) aus Manhattan im Mittelpunkt; daher wurde vorgeschlagen, die Serie Carol bzw. The Blonde zu nennen.

Geplante Neuauflage und Bühnenstück Am 19. November 2007 gab der Regisseur der Originalserie, Richard L. Bare, bekannt, dass er an einer Neuauflage von Green Acres arbeitet, deren Produktion mit Phillip Goldfine und Hollywood Media Bridge geplant war. Variety gab zudem am 22. Juli 2012 bekannt, dass ein Broadway-Musical in Entwicklung sei, dessen erste Vorlage ebenfalls von Bare geschrieben wurde; es wurde allerdings kein Komponist, Texter oder Regisseur verpflichtet. Bare starb im Jahr 2015.

Mit dem Tod von Tom Lester am 20. April 2020 sind alle Haupt- und Nebendarsteller der Originalbesetzung verstorben.

Figuren Hauptfiguren Oliver und Lisa werden beide als „Fische auf dem Trockenen“ dargestellt. Oliver, der den Umzug von Manhattan nach Hooterville gegen Lisas Einwände initiiert hatte, ist typischerweise verständnislos und ungeduldig. Lisa ist dagegen ein „natürlicher Hohlkopf“, fügt sich in die Unlogik ihrer Nachbarn ein und passt sich schnell an ihre schrullige, unkonventionelle Umgebung an. Oliver bemüht sich zwar, sich anzupassen, kann die surrealen Situationen, mit denen er konfrontiert wird, aber oft nicht begreifen.

Oliver Wendell Douglas Benannt nach Oliver Wendell Holmes, Jr., trifft Oliver die Entscheidung, seine erfolgreiche Anwaltskanzlei in New York City aufzugeben und sich seinen Lebenstraum zu verfolgen, Landwirt zu werden, obwohl er keinerlei praktische Kenntnisse oder Erfahrungen hat. Er verrichtet die Arbeit auf der Farm beispielsweise in einem dreiteiligen Anzug, was in der Folge The Hooterville Image die Bewohner veranlasst, Oliver aufzufordern, künftig Overalls zu tragen, da er das Image der Stadt ruiniert. Er fährt ein Lincoln Continental Cabriolet, was einen starken Kontrast zu den verfallenen Oldtimern der sonstigen Bewohner darstellt; in späteren Staffeln wurde der Lincoln durch ein Mercury Marquis Cabrio ersetzt.

Ein Großteil des Humors der Serie beruht auf Olivers Streben nach Erfolg und Glück in oft absurden Situationen und der ungewohnten Umgebung: die ländliche Bevölkerung, seine pflegeintensive Frau und seine wohlhabende Mutter (Eleanor Audley), die ihn in der Folge The Wedding Anniversary wegen seiner landwirtschaftlichen Ambitionen verspottet.

Oliver wird auch von den Einwohnern von Hooterville, den „Hootervillians“, auf die Schippe genommen; beispielsweise wenn er mit leuchtenden Augen Monologe über „den amerikanischen Farmer“ hält – begleitet von einer Flöte, die im Hintergrund Yankee Doodle spielt, die jeder Charakter hören kann, mit Ausnahme von Oliver.

Lisa Douglas Lisa und Oliver sind beide Veteranen des Zweiten Weltkriegs. In Wings Over Hooterville erinnert sie sich daran, wie sie sich kennengelernt haben: Sie war Unteroffizierin im ungarischen Untergrund und er Pilot der United States Army Air Forces, der aus seinem Flugzeug abspringen musste. In den folgenden Folgen gibt sie jedoch mehrere andere phantasievolle Versionen ihres „Kennenlernens“ wieder. In Eine königliche Liebesgeschichte ist er ein Tourist in Paris und sie ist eine Kellnerin/Reiseleiterin, die bei ihrem Vater, dem abgesetzten König von Ungarn, lebt.

Von ihrer wohlhabenden Familie verwöhnt, bieten ihre verzerrte Weltsicht und ihre häusliche Ignoranz einen fruchtbaren Boden für wiederkehrende Gags. In der Folge Alf und Ralph trennen sich gibt Lisa zu, dass sie nicht kochen kann und ihr einziges Talent darin besteht, Zsa Zsa Gabor zu imitieren (die beiden Schwestern wurden im wirklichen Leben oft miteinander verwechselt).

Nebenfiguren Mr. Eustace Haney Der ölige, unehrliche örtliche Verkäufer, der Oliver ursprünglich die „Green Acres-Farm“ (früher „Old Haney Place“) verkauft hat. In den ersten Folgen profitiert Haney wiederholt von Oliver, indem er die gesamte Grundausstattung der Farm (Spülbecken, Badewanne, Herd, Kuh, Traktor, Pflug usw.) entfernt und sie zu völlig überhöhten Preisen an Oliver zurückverkauft bzw. vermietet. In den folgenden Folgen taucht Haney immer dann auf, wenn Oliver einen Gegenstand oder eine Dienstleistung benötigt, in der Regel mit einem eigens dafür angefertigten Schild, das auf ein grünes Rollo gemalt ist. Pat Buttram verriet später, dass Haneys Figur von Elvis Presleys Manager, „Colonel“ Tom Parker, inspiriert wurde.

Eb Dawson Der liebenswerte, etwas naive, sarkastische junge Landarbeiter der Douglases. Er spricht die Douglases gewohnheitsmäßig mit „Dad“ und „Mom“ an, sehr zum Ärger von Oliver.

Fred und Doris Ziffel Fred und Doris sind die kinderlosen älteren Nachbarn der Douglases. Sie haben ein Hausschwein namens Arnold, das sie wie ihren Sohn behandeln. Fred ist ein mürrischer, altmodischer Farmer, der während der Regierung von Grover Cleveland geboren wurde. Alles an ihm ist „no-nonsense“, bis auf die Tatsache, dass sein „Sohn“ Arnold ein Schwein ist.

Arnold Ziffel Arnold ist ein Schwein, das die Ziffels wie einen Sohn behandeln, das Englisch versteht, im Haus lebt und verwöhnt wird. Jeder versteht Arnold, wenn er grunzt, als ob er Englisch sprechen würde, außer Oliver. Er ist ein begeisterter Fernsehzuschauer und Westernfan, besucht die örtliche Grundschule (mit seinem Bücherpaket im Mund) und unterschreibt mit seinem eigenen Namen auf Papier. Nur Oliver sieht in Arnold nur ein Schwein; er ertappt sich aber dabei, Arnold ebenfalls wie ein Kind zu behandeln. Arnold taucht im Laufe der Serie regelmäßig auf und besucht oft das Haus der Douglas’, um fernzusehen.

Alf und Ralph Monroe Alf und sein „Bruder“ Ralph sind zwei streitsüchtige Tischler. In der Folge, in der sie vorgestellt werden, gesteht Alf, dass Ralph eigentlich seine Schwester ist, und erklärt, dass sie keine Aufträge bekommen würden, wenn die Leute wüssten, dass sie eine Frau ist. Die Monroes schließen nur selten Projekte ab, und die, die sie dann doch fertigstellen, sind Katastrophen; beispielsweise die Schiebetür des Schlafzimmerschranks der Douglases, die immer wieder herunterfällt, sowie ihre erfolglosen Versuche, einen Türknauf an der Haustür zu befestigen.

Nachdem sie in einer Folge versehentlich die Telefonleitung von Sam Drucker im Gemischtwarenladen durchgesägt haben, spleißen sie sie wieder zusammen; allerdings verkehrt herum, so dass Drucker in die Sprechmuschel hört und in den Hörer spricht.