Kevin Brühlmann (geb. 1990) ist ein Schweizer Journalist, Reporter und Sachbuchautor.

Leben Kevin Brühlmann wuchs in Thayngen im Kanton Schaffhausen auf. Seinen Masterabschluss machte er an der Universität Zürich im Fach Geschichte. Er arbeitete mehrere Jahre als Journalist bei der Wochenzeitung Schaffhauser AZ, anschliessend beim Tages-Anzeiger (Tamedia). Zu seinen Auszeichnungen und Preisen zählen der Schweizer Reporterpreis (2018) und der Zürcher Journalistenpreis in der Kategorie Nachwuchs (2019).Zürcher Journalistenpreis 2019 Sein 2021 erschienenes Buch Schaffhausen muss sterben, damit wir leben können, ist eine historische Reportage über die Revolte von 1968 in der Provinz.Kevin Brühlmann, auf tagesanzeiger.ch Das Buch sei eine «klug komponierte Reportage über die 1968er-Revolte abseits der grossen Metropolen», hiess es in NZZ Geschichte.NZZ Geschichte, Nr. 37, Dezember 2021. Seiner Heimat Schaffhausen ist Brühlmann auch verbunden durch verschiedene Artikelreihen, wie z. B. zur Privatuniversität Schaffhausen Institute of Technology.shaz.ch: 23. Juli 2019, 26. September 2019 (Kevin Brühlmann)

Im Januar 2022 verfasste Brühlmann ein Portrait von der Zürcher Politikerin Sonja Rueff-Frenkel im Tages-Anzeiger. Brühlmann bediente darin antisemitische Klischees. Dafür bat er öffentlich um Entschuldigung. Die Politikerin akzeptierte die Entschuldigung bei einem Treffen. Auch die Chefredaktion des Tages-Anzeiger hat sich öffentlich entschuldigt. Brühlmann wurde im Februar 2022 entlassenNach antisemitischen Klischees: «Tagi»-Redaktion wehrt sich für entlassenen Journalisten auf watson.ch, obschon sich eine Gruppe von prominenten jüdischen Persönlichkeiten sowie zahlreiche Redaktionskolleginnen und -kollegen für Brühlmann einsetzten. Das Onlinemedium Republik berichtete, dass sich Brühlmann bereits kurz zuvor «den Groll» von Verleger Pietro Supino auf sich gezogen habe, als er einen Artikel über eine geheimnisvolle Stiftung aus Zürich publizierte.

Danach war er Autor bei der Schaffhauser AZ.Artikel von Kevin Brühlmann auf shaz.ch, abgerufen am 29. November 2023. Heute ist er Reporter beim Fussballmagazin Zwölf. Im August 2024 erschien seine Recherche über einen mutmasslichen Betrugsfall einer Investitionsfirma in der Republik.Kevin Brühlmann: Gier und Wahn: Die Millionen-Abzocke von Berformance. In: Republik, 7. August 2024. Die Arbeit wurde beim True Story Award 2025 als eine der vier besten Recherchen weltweit ausgezeichnet. Die Jury urteilte, die «ausgezeichnet erzählte Reportage» lese sich «wie ein Krimi»: «Packender Journalismus, der erst noch Grosses bewirkt.»

Auszeichnungen Anerkennungspreis des Schaffhauser Pressevereins (2015) Schweizer Reporterpreis (2018) Zürcher Journalistenpreis (2019)

Werke Schaffhausen muss sterben, damit wir leben können: Die Revolte von 1968 in der Provinz. Verlag am Platz, Schaffhausen 2021, ISBN 978-3-908609-14-8.

Weblinks Hüt im Gschpröch: Kevin Brühlmann, Autor (Schaffhauser Fernsehen) Kevin Brühlmann: Heimsuchungen. Aufwachsen in der Provinz und die Frage: Kann Schaffhausen eine Heimat sein, und wenn ja, wie viele? In: Schaffhauser AZ, 3. Januar 2020. Nora Leutert: Klischees und Zigaretten. In: Schaffhauser AZ, 3. November 2021.

Einzelnachweise und Fussnoten

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