Stallhofen ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Voitsberg in der Steiermark (Österreich). mini|Blick von Westen auf Stallhofen.

Geografie Die Gemeinde liegt im mittleren Södingtal. Der tiefste Punkt im Süden liegt etwa 370 Meter über dem Meer, die bewaldeten Höhen im Westen erreichen 600 Meter, die im Osten über 700 Meter. Die Gemeindefläche beträgt 27 Quadratkilometer. Davon ist knapp die Hälfte landwirtschaftliche Nutzfläche, mehr als vierzig Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Aichegg () Bernau () Hausdorf () Kalchberg () Muggauberg () Raßberg () Stallhofen ()

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Aichegg, Kalchberg, Muggauberg, Raßberg und Stallhofen.

Eingemeindungen Mit 1. Jänner 1954 wurden die Gemeinden Raßberg und Stallhofen zur Gemeinde Stallhofen zusammengelegt.

Nachbargemeinden

Geschichte Die ältesten Funde in der Gemeinde stammen aus dem Ortsteil Aichegg mit Keramikresten aus der Urnenfelderzeit. Aus der Zeit der römischen Besatzung stammen ein Römerstein und Einzelfunde, ebenfalls aus Aichegg.

In der Mitte des 12. Jahrhunderts übergab das Benediktinerstift St. Lamprecht seine Besitzungen in Stallhofen dem Stift Rein. Dieses baute seine Besitztümer im mittleren und oberen Södingtal aus und bestimmte über mehrere Jahrhunderte das Leben der Bewohner.

Stallhofen wurde in früherer Zeit auch Stadlhofen genannt. Besitzungen hatten neben dem Stift Rein auch die Herrschaften von Blber und Altenberg.

Bevölkerungsentwicklung

mini|Pfarrkirche Stallhofen. mini|Ambrosi-Museum.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche: dem Hl. Nikolaus geweiht. Die Kirche ist das älteste erhaltene Gebäude des Ortes. Sie weist Baustile aus 3 Epochen (Romanik, Spätgotik, Barock) auf. Der älteste Teil mit einer hölzernen Flachdecke zwischen Turm und Vorderschiff, ursprünglich romanisch, um 1520 durch ein gotisches Gewölbe ersetzt. In dieser Zeit kam auch das Presbyterium dazu. Ende 16., Anfang 17. Jahrhundert wurde ein 45 Meter hoher, mit Schießscharten ausgerüsteter Wehrturm errichtet. Heute ist der Turm auch gleichzeitig der Kirchturm. Gustinus Ambrosi-Museum: der österreichische Bildhauer und Dichter Gustinus Ambrosi (1893–1975) entwarf einen eigenen Alterswohnsitz in Stallhofen; in dem Bau befindet sich heute das Gustinus Ambrosi-Museum Krampusmuseum und Antiquitätenmuseum: beide Museen befinden sich im Gasthof Rößl (Kirchenwirt)

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 203 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 48 im Haupt-, 144 im Nebenerwerb, zehn von Personengemeinschaften und eine von einer juristischen Person geführt. Im Produktionssektor waren 24 Baufirmen und acht Betriebe im Bereich Warenherstellung tätig. Die größten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (133), Handel (88) und freiberufliche Dienstleistungen (69 Erwerbstätige). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige202120112001202120112001Land- und Forstwirtschaft 1)9420324414011094Produktion253217120300168Dienstleistung12710278465357240 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 1562 Erwerbstätige in Stallhofen. Davon arbeiteten 344 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.

Öffentliche Einrichtungen Feuerwehr: Die Freiwillige Feuerwehr ist mit rund 100 Mitgliedern, fünf Fahrzeugen, sowie einem Jetboot ebenfalls in Stallhofen vertreten. Stallhofen gilt dabei als Wasserdienststützpunkt des Bezirks Voitsberg.Boot – FF Stallhofen, abgerufen am 21. Oktober 2014 Polizei: In Stallhofen befand sich bis zu deren Auflassung Ende Juni 2014 eine von sieben Polizeiinspektionen des Bezirkspolizeikommandos Voitsberg.

Politik Gemeinderat In den Gemeinderat werden 21 Mandatare gewählt: Partei2020201520102005ProzentMandate%MandateMandateMandateÖVP60,451368,19151515SPÖ12,27210,25234FPÖ17,78421,56422GRÜNE9,512 - - -BZÖ - -1 -

Bürgermeister 1969–1993 Adolf Pinegger (ÖVP) 2014–2025 Franz Feirer (ÖVP) seit 2025 Günter Jantscher (ÖVP)

Wappen Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juli 1985. Wappenbeschreibung: In Blau ein goldgesäumter roter Pfahl, darin über einem wachsenden goldenen Abtstab drei goldene Kugeln im Dreipass.Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs. Band 35/36, 1985/86, S. 68. Entwurf: Johann Schlack, Stallhofen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Fritz Amreich (1895–1945), Politiker (NSDAP) Adolf Pinegger (1928–2014), Politiker (ÖVP)

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Gustinus Ambrosi (1893–1975), Bildhauer und Lyriker Gunter Hadwiger (1949–2021), Politiker (FPÖ) Martin Harrer (* 1992), Fußballspieler Hugo von Schauer (1862–1920), Jurist, Justizminister 1917–1918

Weblinks

Stallhofen.eu: Offizielle Website der Marktgemeinde Stallhofen weitere Seite von Stallhofen

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Voitsberg Kategorie:Weinbaugemeinde in der Steiermark Kategorie:Weststeirisches Riedelland Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)