Ochtinskoje (, ) ist ein verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich drei Kilometer westnordwestlich von Jasnaja Poljana ((Groß)-Trakehnen).

Geschichte Jonasthal war spätestens seit dem 18. Jahrhundert ein königliches Vorwerk zum Gestüt Trakehnen.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 59. 1874 wurde Jonasthal zum eigenständigen Gutsbezirk, der namensgebend für einen neu gebildeten Amtsbezirk im Kreis Gumbinnen wurde.Rolf Jehke, Amtsbezirk Jonasthal Diesem gehörten an außerdem die ebenfalls als vormalige Vorwerke des Gestüts Trakehnen zu Gutsbezirken gewordenen Guddin (nicht mehr existent), Jodszlauken (nach 1938 Domhardtshof, nicht mehr existent) und Mattischkehmen (russisch nach 1945 Sowchosnoje). 1929 wurden diese vier Gutsbezirke zur Landgemeinde Klein Trakehnen zusammengeschlossen.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 erhielt Jonasthal wieder eigenständig den russischen Namen Ochtinskoje und wurde dem Dorfsowjet Tschkalowski selski Sowet im Rajon Nesterow zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., № 745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Ochtinskoje wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht der Ort nicht mehr auf.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1871Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 180 als Vorwerk zum Gestüt Trakehnen 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 148 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 210 1910 204 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 178

Kirche Jonasthal gehörte zum evangelischen Kirchspiel Szirgupönen.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad