mini|hochkant|Emile Yung mini|hochkant|Strassenschild in Genf Emile Yung (* 6. Juni 1854 in Genf; † 2. Februar 1918 ebenda) war ein Schweizer Zoologe.
Leben Yung wurde 1854 in Genf als Sohn eines Kaufmanns und einer Emailmalerin geboren. Schon früh interessierte er sich für Naturwissenschaften, beschäftigte sich damit auch während seiner Studien und während seiner fünfjährigen Arbeit im Registrierungsbüro. Nach Studienreisen in Deutschland und Frankreich war er ab 1876 Assistent von Carl Vogt an der Universität Genf. 1895 wurde er zu dessen Nachfolger als Professor für Zoologie ernannt. Er beschäftigte sich insbesondere mit wasserlebenden Tieren und verfasste zahlreiche Schriften, unter anderem das Lehrbuch der praktischen vergleichenden Anatomie. Während seiner Forschung stattete er der Station biologique de Roscoff zahlreiche Besuche ab und traf unter anderem Yves Delage.
Er gehörte ebenfalls zu den Verbreitern von Rassentheorien und der Rassenungleichheit in der Schweiz. 1896 erregte er Aufsehen, als er während der Schweizerischen Landesausstellung an den Menschen im sogenannten village noir Messungen vornahm. Seine Ansichten stützte er unter anderem mit der von ihm ausgeübten Kraniometrie.
1906 wurde er zum Präsidenten der Schweizerischen Zoologischen Gesellschaft ernannt und war auch in Frankreich u. a. Ehrenpräsident der Société zoologique de France. Er starb 1918 in Genf. Sein Grab befindet sich im Cimetière de Saint-Georges.
Die Rue Emile-YUNG in Genf-Plainpalais ist seit 1924 nach ihm benannt. auf ge.ch Eine von James Vibert angefertigte Büste von ihm steht seit 1921 in der Universität Genf.
Werke
Carl Vogt, Emil Yung: Lehrbuch der praktischen vergleichenden Anatomie. 2 Bände. 1888–1894. Emile Yung: Contributions à l'histoire physiologique de l’Escargot (Helix pomatia). Imprimeur de l'Académie royale de Belgique, Brüssel 1887.
Literatur Arnold Pictet: Prof. Dr. Emile Yung, 1854–1918. Büchler, Bern 1919. Arnold Pictet: Emile Yung (1854–1918): L'influence de son oeuvre sur la science de son époque. Imprimerie centrale A. Livron, Genf 1925. Camille Spiess: Un savant du XXe siècle: Emile Yung, 1854–1918. Avec divers documents et une bibliographie des travaux scientifiques et littéraires d’Emile Yung. Éditions Athanor, Genf 1961.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Zoologe Kategorie:Hochschullehrer (Universität Genf) Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1854 Kategorie:Gestorben 1918 Kategorie:Mann