Zebrahead ist eine fünfköpfige US-amerikanische Punk-Rock-Band aus La Habra, Orange County, Kalifornien.
Geschichte Gegründet wurde die Band 1996 von Ali Tabatabaee (Sprechgesang), Ben Osmundson (Bass), Greg Bergdorf (Gitarre), Ed Udhus (Schlagzeug) und Justin Mauriello (Gesang, Gitarre). Der Bandname Zebrahead wurde von der gleichnamigen Hip-Hop-Filmkomödie von 1992 entlehnt. Justin Mauriello verließ die Band 2004 aufgrund kreativer Differenzen und gründete seine eigene Truppe I Hate Kate. Er wurde durch den Nebraskaner Matty Lewis ersetzt, seines Zeichens ehemaliger Sänger der Pop-Punk-Band Jank 1000 aus Omaha. mini|links|Zebrahead (2006) Zebraheads zwölftes Album Panty Raid erschien im Jahre 2009 und beinhaltet ausschließlich Coversongs.
Nach diversen, meist auf den europäischen und japanischen Raum fokussierten Tourneen, kündigte die Band am 3. März 2011 den Beginn der Aufnahmen für ein neues, wieder eigenständig geschriebenes Album an. Es erschien unter dem Namen Get Nice! Ende Juli 2011 auf iTunes. Der europäische Verkaufsstart für die CD folgte am 5. August 2011.Veröffentlichungstermine für Get Nice!.
Der Song With Legs Like That war die Einzugsmusik der im Februar 2010 entlassenen WWE-Diva Maria Kanellis.Wrestling-Diva posiert für den Playboy bei bild.de
Im Juli 2012 kündigten Zebrahead an, dass sie vorhaben, ein weiteres Album aufzunehmen, welches, wie später bekannt gegeben wurde, Call Your Friends heißen und am 16. August 2013 weltweit veröffentlicht werden soll.
Im Sommer 2013 teilte die Band via Facebook mit, dass der Lead-Gitarrist Greg Bergdorf die Band verlassen werde, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Er wird durch Dan Palmer von der Band Death by Stereo ersetzt, welcher bereits bei Live-Auftritten für ihn einsprang. Im August 2013 erschien das Album Call Your Friends und darauf folgten Konzerte in Japan und Europa. Von Oktober bis November 2013 fand in Europa eine Clubtour statt. Im Januar und Februar 2014 gingen sie erneut auf Tour.
Im April 2015 veröffentlichte Zebrahead das Album The Early Years Revisited eine Art Greatest-Hits-Album. Hiefür wurden speziell ausgewählte Lieder früherer Alben der Band ausgewählt und in neuer Besetzung mit Matty Lewis (für Justin Mauriello) und Dan Palmer (für Greg Bergdorf) eingespielt. Des Weiteren enthält das Album einen neuen Bonus-Track bzw. zwei wenn man das Album als Vinyl-LP erwirbt.
Im Sommer 2015 spielten Zebrahead auf mehreren Festivals in Deutschland. Am 21. August 2015 veröffentlichten Zebrahead eine EP namens Out of Control. Diese EP enthält jedoch nicht nur Lieder von Zebrahead, sondern auch einige Songs von der befreundeten Band Man with a Mission. Am 16. Oktober 2015 veröffentlichten Zebrahead ihr neustes Studioalbum Walk the Plank, welches mit einer darauf folgenden Tour durch Europa verbunden war.
Im April 2021 gaben Zebrahead bekannt, dass Matty Lewis die Band verlassen habe. Ersetzt wurde er durch Adrian Estrella, Sänger der kalifornischen Punkband Assuming We Survive.https://rockhard.de/artikel/zebrahead-adrian-estrella-ersetzt-matty-lewis_549379.html
Stil Zebrahead mixen melodiös-kraftvollen Pop-Punk mit nicht selten aggressiven Rap-Einlagen und untersetzten insbesondere ihre älteren Songs zusätzlich mit etwas Funk. Dabei hat sich der musikalische Stil von Album zu Album stark entwickelt. Wo die angesprochenen Einflüsse des Funk gerade bei Waste of Mind hervortraten, schob sich in Playmate of the Year der Pop-Punk mit Einflüssen der 1990er-Jahre immer mehr in den Vordergrund. Mit MFZB wurde ein Stilbruch gewagt, bei dem der Fokus auf aggressivere Rap-Passagen gelegt wurde. Der Klang wurde entsprechend härter. Nach der Trennung von Mauriello versuchte man, diesen Stil fortzuführen, wobei der Gesang von Matty Lewis einen völlig neuen Klang einführte. Dieser wurde häufig kontrovers diskutiert.Diskussion im Fan-Forum Nachdem sich der Nebraskaner etabliert hatte, festigte sich auch der Stil der Band. Phoenix kombinierte harte und ruhige Melodien, während Get Nice! eine Mischung aus allen Stilen bis hin zu Playmate of the Year beinhaltete. Alleinstellungsmerkmal des Albums waren enorm häufig verwendete Passagen, in denen Lewis textlich auf simple „Whoa-oh-oh“-Ausrufe zurückgriff. Die Themen ihrer Stücke umfassen Beziehungsgeschichten und, seltener, Gesellschaftskritik; auch südkalifornischer Lifestyle prägt ihre oft Slang-betonten Texte.
In einem frühen, selbst-beschreibenden Zitat heißt es: „We’re not political, we’re not out to save the world, if you listen to the lyrics it’s just about being yourself and having fun. We’re not sad, we’re not complaining that the world’s treating us like crap. …we want to keep this upbeat.“http://www.zebrahead.org/ Sinngemäß übersetzt also: „Wir sind nicht politisch und wir sind nicht da, um die Welt zu retten. Unsere Texte handeln davon, man selbst zu sein und Spaß zu haben. Wir sind nicht traurig und beschweren uns nicht, dass die Welt uns wie Dreck behandelt. Wir wollen diese positive Lebensanschauung beibehalten.“
Bedeutung In ihrer Heimat gilt die Band immer noch als Teil der Underground-Szene und vermochte sich bislang auch in Europa nicht für die massentaugliche Musikszene zu empfehlen. Anders sieht es da in Japan aus, wo sie auf großen Festivals auftritt.
Ihre Platte Playmate of the Year erreichte im japanischen Markt Gold (100.000 verkaufte Tonträger), genauso wie die Nachfolger-LPs MFZB sowie Broadcast To The World (jene innerhalb eines Monats). Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl verkaufter CDs gegenwärtig in etwa auf 950.000.
Im Jahre 2000 wurde Zebrahead für den amerikanischen Grammy Award „Best Metal Performance“ nominiert: Lemmy Kilmister, Sänger von Motörhead und Freund der Band, hatte die fünf Kalifornier im Vorfeld der Veranstaltung angefragt, ob sie ihn bei der Aufnahme des Metallica-Covers „Enter Sandman“ unterstützen könnten, da seine eigenen Musikerkollegen zu jenem Zeitpunkt außer Land gewesen waren. Zebrahead begaben sich mit Kilmister ins Studio, um seinen Gesang musikalisch zu untermalen. Letzten Endes zog jedoch das Werk, welches fälschlicherweise als eigenständige Motörhead-Produktion profiliert wurde, gegen eine Leistung der Band Black Sabbath den Kürzeren.Lemmy Kilmister thinks Motörhead should have its own category by now bei earofnewt.com
Anhänger Zebraheads loben insbesondere ihre als energiegeladen geltenden Live-Darbietungen sowie ein überaus freundschaftliches Verhältnis zu der Fangemeinschaft, begünstigt durch die Etablierung eines Fanclubs, dessen Mitglieder durch spezielle T-Shirts als solche gekennzeichnet werden, um so von Zusatzleistungen seitens der Band profitieren zu können. In ihrer bisherigen Tour-Geschichte spielten Zebrahead unter anderem zusammen mit Bands wie 311, Reel Big Fish, The Offspring, Less Than Jake, MxPx, Green Day, The Matches, Beastie Boys, Simple Plan, Itchy Poopzkid, Sum 41, blink-182 oder Sugar Ray, wobei in jüngster Zeit vor allem Großbritannien und das restliche Europa wiederholt bereist wurden.Zebrahead bei concertarchives.org
Diskografie Alben und EPs 1998: Yellow (self-titled) 1998: Waste of Mind 2000: Playmate of the Year 2001: Stupid Fat Americans (EP) 2003: MFZB 2004: Waste pf MFZB (B Seiten) 2005: Buried Tracks (Fanclub-Limited-Edition) 2006: Broadcast to the World 2008: Mashup to the World (EP) 2008: Not the New Album (EP) 2008: Phoenix 2009: Panty Raid (Cover-Versionen) 2011: Get Nice 2013: Call Your Friends 2014: Way More Beer! (Live) 2015: The Early Years Revisited 2015: Out of Control (EP) 2015: Walk the Plank 2017: The Bonus Brothers 2019: Brain Invaders 2020: Wanna Sell Your Soul? (EP)
Singles 1998: Get Back 1999: The Real Me 1999: Feel This Way (nur Japan) 2000: Playmate of the Year 2001: Now or Never (nur Japan) 2003: Into You (nur Japan) 2004: Rescue Me 2004: Hello Tomorrow 2004: Are You for Real? (nur Japan) 2004: Falling Apart 2006: Anthem 2006: His World 2006: Postcards from Hell 2007: Karma Flavored Whisky 2007: The Walking Dead 2008: Mental Health 2008: Hell Yeah 2008: The Juggernauts 2009: Girlfriend (Avril-Lavigne-Cover) 2010: Underneath It All (No-Doubt-Cover) 2011: Ricky Bobby 2011: Get Nice! 2011: She Don’t Wanna Rock 2011: Blackout 2013: Call Your Friends 2015: Devil on My Shoulder 2015: Worse Than This 2016: So What 2016: Blue Light Special 2019: All My Friends Are Nobodies 2019: We’re Not Alright 2019: When Both Sides Suck, We’re All Winners 2019: If You’re Looking for Your Kniff, I Think My Back Found It 2019: The Perfect Crime 2020: Shock and Awe by the Sea 2022: No Tomorrow
Videoalben 2004: The Show Must Go Off! Zebrahead Live at the House of Blues Anaheim, CA (Episode 12) (Kung Fu Films) 2004: Blood, Sweat & Beers – Live in Tokio, Japan (Selbstverlag) 2007: Broadcast to the World: The Fucking DVD (Selbstverlag) 2014: Way More Beer! (Selbstverlag)
Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte
2000: für das Album Playmate of the Year 2003: für das Album MFZB 2006: für das Album Broadcast to the World
Weblinks
Offizielle Website
Einzelnachweise
Kategorie:Rockband Kategorie:Punkband Kategorie:US-amerikanische Band