Giovanni Liverati (* 27. März 1772 in Bologna; † 18. Februar 1846 in Florenz) war ein italienischer Komponist, Sänger der Stimmlage Tenor und Dirigent.Abschnitt nach: Wilibald Gurlitt: Giovanni Liverati. in: Riemann Musiklexikon.Abschnitt nach: Carl Dahlhaus: Giovanni Liverati. in: Riemann Musiklexikon.

Leben und Werk Giovanni Liverati war Schüler von Lorenzo Gibelli und Stanislao Mattei. Er brachte bereits 1789 einige Psalmen zur Aufführung. Er debütierte 1790 als dramatischer Komponist. Er war 1792 in Barcelona und anschließend in Madrid als erster Tenorist engagiert. Er dirigierte bis 1800 über mehrere Jahre die Italienische Oper in Potsdam. Er bekleidete Kapellmeisterstellen in Prag und Triest. 1805 ließ sich Giovanni Liverati in Wien als Gesangslehrer nieder. 1814 folgte er einem Ruf als Komponist für die Oper in London.

Es ist unklar, wo Liverati die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Die Sterbedaten 18. Februar 1846 in Florenz gelten nach langer Unklarheit in dieser Frage in der Forschung mittlerweile als gesichert.

Werke Giovanni Liverati schrieb Opern, Kantaten, zwei Oratorien, zahlreiche Gesangsstücke und mehrere Streichquartette. Die folgende Liste basiert auf den Angaben bei Grove Music Online und Corago.

Bühnenwerke Il divertimento in campagna, Oper in einem Akt; 1790, Bologna, abgerufen am 24. April 2024. Enea in Cartagine, dramma eroico; Libretto: Pietro Scotes; 1796, Potsdam (?); 1808 in Wien, abgerufen am 24. April 2024. Pimmalione, scena lirica; 19. September 1797, Leipzig, abgerufen am 24. April 2024. La prova generale al teatro; Libretto: Gaetano Rossi; 1799, Wien (?), abgerufen am 24. April 2024. Il convito degli dei; um 1800, Wien, abgerufen am 24. April 2024. Davide, opera biblica; Libretto: Giuseppe Carpani und Apostolo Zeno; 1802, Wien, Burgtheater; Wiederaufnahme 1813 als David, oder Goliaths Tod , abgerufen am 24. April 2024. La presa d’Egea; 1809, Wien, Burgtheater, abgerufen am 24. April 2024. Gli amanti fanatici; 1810, Warschau, abgerufen am 24. April 2024. Il tempio dell’eternità; Libretto: Pietro Metastasio; 1810, Wien, abgerufen am 24. April 2024. I selvaggi, serious opera; Libretto: Giovanni Schmidt und Giuseppe Caravita; 1814, London, King’s Theatre am Haymarket; Wiederaufnahme 1816, abgerufen am 24. April 2024. Gastone e Bajardo; Libretto: Stefano Vestris; 1820, London, King’s Theatre am Haymarket, abgerufen am 24. April 2024. The Nymph of the Grotto (zusammen mit A. Lee); Libretto: W. Dimond; London, Covent Garden, 1829 Amore e Psiche, azione drammatica; Libretto: E. Petroni; 1831, London, abgerufen am 24. April 2024.

Geistliche Werke Messe für vier Stimmen und Orchester Salve regina für Sopran, Tenor, zwei Bässe und Instrumente L’adorazione del presepio, Oratorium; Libretto: P. Scotes Giaculatorie, o Sette parole per l’agonia di N.S. Giesù Cristo für drei Stimmen und Orchester

Sonstige Vokalwerke Il trionfo di Cesare sopra i Galli, Kantate; Libretto: Giuseppe Caravita; 18. Juni 1815, London, King’s Theatre am Haymarket, abgerufen am 24. April 2024. Il trionfo di Albione e di Roma, Kantate; London, 1817 ungefähr dreißig Solo-Lieder neun Duette drei Terzette zwei Balladen Solfeggios

Literatur

Einzelnachweise

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