mini|250px|Blick über das Mündungsgebiet des mini|250px|

ist eine Stadt in der Region im Norden der Nordinsel von Neuseeland. Sie ist Verwaltungssitz der Region und zugleich Sitz des s.

Namensherkunft Es gibt verschiedene Interpretationen darüber, wo der Name seinen Ursprung hat. In der maorischen Schreibweise des Namens ist man sich in Neuseeland nicht ganz einig. Schreibweisen wie „“ oder „“ sind zu finden.

Eine Herkunftsgeschichte des Namens bezieht sich auf die Bezeichnung des Naturhafens , abgeleitet von „“ oder „“, wobei „“ Hafen bedeutet und sowie die Namen von Schwestern waren, die in der Mythologie der im Hafen als Vögel landeten. „“ könnte also deren Namen entlehnt sein und zusammengesetzt ergeben, der Hafen der bzw. .

Zwei weitere Herkunftsgeschichten beziehen sich auf Orte, von denen einer ein Felsen ist und der andere der Sammlungsort von Walen sein sollte, so der . Eine vierte Version bezieht sich auf eine Geschichte mit einem jungen Mann und einem Wal.

Geographie befindet sich rund 130 km nördlich von direkt am , einem Naturhafen an der Ostküste mit Zugang zum Pazifischen Ozean. Durch die Stadt fließt in Nord-Süd-Richtung der , der am südlichen Ende der Stadt in den mündet. Die Stadt wird bis auf den südlichen Teil von Bergen umgeben, die im Westen bis auf , im Norden bis auf und im Osten in unmittelbarer Stadtnähe bis auf ansteigen. erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über rund zwölf Kilometer und misst an seiner schmalsten Stelle zwischen den Bergen lediglich einen Kilometer in Ost-West-Richtung.

Durch die Stadt verläuft der und die Bahnstrecke Auckland–Opua, auf der heute aber nur noch Güterverkehr stattfindet. Im südlichen Ausgang der Stadt zweigt der vom nach Westen ab und bindet im angrenzenden an.

Geschichte Das Land im weitläufigen Gebiet um herum wurde in voreuropäischer Zeit von verschiedenen -Stämmen besiedelt, wie den , den , den und den , wobei letztere eher an dem Ort, wo sich heute die Stadt befindet, gesiedelt haben.

Im Jahre 1839 kamen die ersten europäischen Siedler, die den Ort für die Verarbeitung von -Holz nutzten. Als in den 1840er Jahren zwischen britischen Truppen und -Stämmen der Krieg ausbrach, flohen die Holzarbeiter nach . Die Gewinnung von Gummi aus dem Saft des -Baumes und der Schiffsbau brachten nach der Befriedung der Region die Siedler wieder zurück. Auch die Produktion von Zement aus dem der Gegend brachten neue Arbeiter in die Stadt. Weitere Industrie, wie die Glasproduktion, Düngemittelherstellung und nicht zuletzt in neuerer Zeit die Verarbeitung von Rohöl am machten die Stadt zu einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Zentrum der Region .

Whangarei war einer der Austragungsorte der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011 und der Frauen-Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2021.

Bevölkerung Zur Volkszählung 2013 zählte rund 45.100 Einwohner, aufgeteilt auf zwei , dem und dem .

Stadtgliederung Die Stadt wird in 19 Stadtteile unterteilt, die rund um das Stadtzentrum, dem sogenannte „“ liegen. Im Norden der Stadt befinden sich die Stadtteile: , , , , , , und . Der Osten besteht aus den Stadtteilen: , und , wo sich auch der Flughafen befindet. Im Westen bzw. Südwesten liegen die Stadtteile: , , , und

Administrativ gesehen ist seit der Verwaltungsreform im Jahr 1989 keine richtige Stadt mehr, da durch die Reform die Verwaltungen von Stadt und Umland in ganz Neuseeland bis auf wenige Ausnahmen zusammengelegt wurden. Seit dieser Zeit wird zusammen mit seinem Umland als verwaltet. Trotzdem wird auf Grund seiner Größe allgemein als „Stadt“ bezeichnet.

Wirtschaft Rund zwei Kilometer südöstlich des Stadtzentrums befindet sich der Hafen mit dem Gewerbegebiet und weitere vier Kilometer südwestlich der kleine Regionalflughafen der Stadt.

Sehenswürdigkeiten Neben dem , einer zum Flanieren und Essengehen geeigneten Hafenpromenade des Jachthafens, bietet vom „Hausberg“ eine mehr als 180 Grad Sicht nach Süden mit Blick über den . Im Nordosten der Stadt befinden sich die und im Westen der Stadt der . Im Zentrum der Stadt kann der Botanische Garten „“ besichtigt werden, in dem alle Farnarten Neuseelands zu sehen sind. Auch das und das liegen zentral. Etwas außerhalb im Stadtteil im Süden gibt es eine , die ebenfalls zu Besichtigungen einlädt.

Hundertwasser Art Centre with Wairau Māori Art Gallery Der (Distriktrat) plante zu Ehren von Friedensreich Hundertwasser ein Kunstzentrum in der Stadt zu errichten und bat Hundertwasser bereits 1993 um den Entwurf für dieses Kunstzentrum. Hundertwasser skizzierte ein zweistöckiges Gebäude mit einem von unten begehbarem bewaldeten Dach auf dem schönsten Platz in Whangarei, an einem Wasserarm des Yachthafens. Das Hundertwasser sollte gleichzeitig die beherbergen. Nachdem der Whangarei District Council 2014 seine Unterstützung für das geplante Hundertwasser Art Center zurückgezogen hatte, entschied sich eine Gruppe lokaler Bürger, die Realisierung des Projektes zu übernehmen. Sie gründeten den Prosper Northland Trust für die Realisierung des Vorhabens. Nach dem Erfolg eines öffentlichen Referendums bildete der PNT in Zusammenarbeit mit dem Whangarei Art Museum Trust und dem Wairau Māori Art Gallery Board ein Team von Freiwilligen, um die erforderlichen Mittel für die Realisierung des Projekts zu sammeln. Das Projektteam musste das Ziel von 16,25 Mio. NZ$ bis Ende Juni 2017 erreichen, damit das Projekt fortgesetzt werden konnte. Um auch die Betriebskosten zu sichern, wurde das Budget auf 20,97 Mio. NZ$ erhöht. Das Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern (man schätzt, dass über 200 Personen mehr als 30.000 Stunden Arbeitszeit für das Projekt geleistet haben) erfüllte die Bedingungen bis zum 30. Juni 2017 und sammelte die gesamten 20,97 Millionen NZ-Dollar. Die Bauarbeiten begannen im Juni 2018 und sollen bis Ende 2020 / Anfang 2021 abgeschlossen sein. Das HUNDERTWASSER ART CENTER mit der Wairau Māori Art Gallery wird über eine hochmoderne Galerie mit Originalwerken von Friedensreich Hundertwasser und Neuseelands erste Galerie für zeitgenössische Māori-Kunst verfügen. Es befindet sich an der von Hundertwasser ausgewählten Stelle an der Ecke Quayside und Riverside im Whangarei Town Basin.Website Yes Whangarei

Städtepartnerschaften , (USA) , (USA) Ein besteht seit Juni 2014 mit der chinesischen Stadt Haikou in der Provinz Hainan.

Persönlichkeiten In Whangarei geboren: Beatrix Dobie (1887–1944), Malerin Doreen Blumhardt (1914–2009), Töpferin, Keramikerin und Kunstpädagogin Winston Peters (* 1945), Außenminister und Vorsitzender der Partei Bryce Beeston (* 1947), Radrennfahrer Pete Hodgson (* 1950), Politiker Arthur Parkin (1952–2023), Hockeyspieler Keith Urban (* 1967), -Sänger (in Australien aufgewachsen, in den USA große Erfolge verbucht) Mike Sanderson (* 1971), Weltumsegler und Segelmacher Paul Foster-Bell (* 1977), Politiker Caleb Ross (* 1981), Schauspieler, spielte zum Beispiel in John Moody (* 1983), Badmintonspieler Nicky Samuels (* 1983), Triathletin Tim Southee (* 1988), Cricketspieler Abby Erceg (* 1989), Fußball-Nationalspielerin Hannah Wilkinson (* 1992), Fußball-Nationalspielerin Laura Dekker (* 1995), niederländisch-deutsch-neuseeländische Seglerin

Personen mit Bezug zur Stadt: Samantha Warriner (* 1971), Leichtathletin (Silber beim Triathlon der Commonwealth Games 2006 in Melbourne)

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Whangarei

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Region Northland Kategorie:Ort mit Seehafen