Wilhelm Friedrich Trost (* 10. März 1813 in Nürnberg; † 13. Mai 1901 ebenda) war ein deutscher Maler, Xylograph und Kunsthändler.

Familie Trost war das drittälteste Kind des Glas-, Öl- und Dosenmalers Johann Michael Trost(19. Juli 1783 – 2. März 1856) und dessen Frau Maria Hedwig (geborene Rötter; † 14. Oktober 1838). Sein Urgroßvater der Porzellan- und Glasmaler Johann Balthasar Trost (28. April 1752 – 1800/1810) und sein Ururgroßvater der Porzellanmaler Johann Martin Trost (1727–1764). Sein Sohn Georg Friedrich Trost (19. Januar 1844 – 18. September 1922) war Maler, Xylograph, Illustrator und Kunsterzieher, sein Enkel Friedrich Trost (12. Oktober 1878 – 15. April 1959) wurde Architektur- und Landschaftsmaler und sein Bruder Ferdinand Eduard Trost (17. Dezember 1814 – 15. Juli 1880) war Dosenmaler.Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-091296-8, S. 1547–1549 (google.de Leseprobe: Einträge zur Familie). Der Nürnberger Chromograf, Xylograph und Zeichner Wilhelm Friedrich Trost (* 1858) gehörte vermutlich ebenfalls zur Familie.

Leben Trost erlernte die Glasmalerei bei seinem Vater und die Ölmalerei bei dem aus Tübingen stammenden Maler Christian Friedrich Fues (1772–1836) und besuchte die Nürnberger Kunstschule. Die Bandbreite seines Schaffens reichte von Porträts, Stillleben, idyllischen und wildromantischen Landschaften bis hin zur Tiermalerei. Er widmete sich auch der aufkommenden Fotografie, wobei er den Aufnahmen häufig durch nachträgliche Kolorierung den Charakter von Miniaturmalereien verlieh. Als Xylograph fertigte er Illustrationen und Schmuck für Bücher und Zeitschriften.

Im Jahr 1839 erfand Trost die Rauchbildmalerei, deren Technik er wie folgt beschrieb:

Um 1850/51 erwarb er das Haus Pfeifergasse 3, in dem er Kunst-, Galanterie- und Schreibwaren vertrieb, hier war er auch 1900 ansässig. 1855 präsentierte er Arbeiten auf der Weltausstellung in New York. Im Jahr 1867 beschickte er mit seinen Werken erfolgreich die Pariser Weltausstellung.

Er war Mitglied im Nürnberger Künstlerverein und der Nürnberger Freimaurerloge Joseph zur Einigkeit.Verzeichnis der Mitglieder des Vereins Deutscher Freimaurer. In: Mittheilungen aus dem Verein deutscher Freimaurer …. J. G. Findel, Leipzig 1875 bis 1879, S. 118 ().

Werke (Auswahl) mini|hochkant|Der Drehleiherspieler 1878: Ausfahrendes Segelboot bei aufkommendem Sturm (Miniaturmalerei auf Karton, 13 × 15 cm) Tableau mit sechs Landschaften (Rauchbilder) Federzeichnungen nach Alt-Nürnberger Motiven (vielfach reproduziert) 1887: Lichtentaler Allee in Baden-Baden um 1890: Der Drehleiherspieler 1892: Weite Landschaft mit Klosteranlage auf einem Berg 1893: Rastende in Landschaft, im Hintergrund schneebedeckte Berge

Literatur

Weblinks

Wilhelm Trost (deutsch, 1813–1901) artnet.de

Einzelnachweise

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