Die Maschinenfabrik Curt Hiekel (kurz: Hiekel) stellte neben Air-Brush-Pistolen und Zubehör für die graphische sowie photographische Branche auch Motorräder her.

Geschichte Die Maschinenfabrik Curt Hiekel ging u. a. aus der ca. 1907 gegründeten Firma „Deutsch-Amerikanische Film- & Air Brush Companie C.A.Hiekel“ hervor.Staatsarchiv Leipzig, Registerband AG Leipzig Nr. 12130, HR13422 Diese beschäftigte sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Instrumenten für die graphische und photographische BrancheDeutscher Reichsanzeiger vom 25. November 1919 S. 39. Ansässig war sie in Leipzig zunächst in der Eisenbahnstr. 77Leipziger Adressbuch 1908, nach Umzug 1911 in der Eisenbahnstr. 131Leipziger Adressbuch 1912 und ab 1913 in der Schmidt-Rühl-Str. 36Leipziger Adressbuch 1915. 1919 zog die Familie Hiekel nach Thekla in die Villa ParthegrundAdressbuch Leipzig Land 1920 (Strassenumbenennungen und Änderung der Hausnummern: bis 1931: Hauptstraße 21; ab 1931: Bölckestr. 107; ab 1945: Tauchaer Str. 107). Ab 1922 war die Firma „Graphisches Fachgeschäft Curt Hiekel“ dort ansässigStaatsarchiv Leipzig; Amtsgericht Taucha Nr. 471, HR AG Taucha Nr. 212. Nach den Vergrößerungen durch ein Kontorgebäude und eine Fabrik war die Produktion größerer Erzeugnisse möglich. Von 1924 an wurden Motorräder der Marke „Hiekel“ gebaut.Karl Reese: Motorräder aus Sachsen. Lemgo 2008, S. 54–55. ISBN 978-3-935517-38-6 Das Modell wurde über die Jahre nur geringfügig modifiziert und war schließlich nicht mehr konkurrenzfähig. In Preislisten wurde die „Hiekel“ letztmals 1933 geführt. Die Firma wurde 1937 verkauft. mini|Hiekel Air-Brush-Pistole

Produkte Hiekel Air-Brush-Pistolen, Pressluft- und Spritzapparate für Lackierung und Retusche Hiekel MotorräderLeipziger Motorradhersteller – Hiekel Motorräder aus Leipzig. Abgerufen am 14. Mai 2022

Bauwerke Kontorgebäude Das eingeschossige Kontorgebäude wurde von Oktober 1921 bis Juni 1922Bauaktenarchiv d. Stadt Leipzig, Baupolizeisachen über das Grundstück Tauchaer Str. 107, 1906–1952 im Garten hinter der Villa Parthegrund nach Plänen des Architekten Otto Morgenstern errichtet.Denkmalkarte Sachsen.Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, abgerufen am 13. Mai 2022 Es wurde nach mehreren Umnutzungen u. a. als Wohnhaus im Jahr 2002 durch die Stadt Leipzig abgerissenBauaktenarchiv der Stadt Leipzig, Thekla FlSt 383/7, 2002-.

Fabrik Das Fabrikgebäude (gegenüber vom Kontorgebäude, heute hinter dem Wohnhaus der Tauchaer Str. 109) wurde ebenfalls von Otto Morgenstern entworfen und nach vielen kontroversen Gemeinderatssitzungen gegen den Widerstand der Theklaer Bevölkerung von 1922 bis 1923 genehmigt und gebaut. Die Fabrik hatte 28,5 m Länge, 13 m Tiefe und ein stützenfreies Binderdach nach Bauart Tuchscherer (DRP) mit OberlichtBauaktenarchiv der Stadt Leipzig, Akten der Gemeinde Thekla Tauchaer Str. 109, 1922–1929. 1955 wurde in einem Nebengebäude ein Federkrafthammer und in der Fabrik eine Dampfkesselanlage errichtetBauaktenarchiv der Stadt Leipzig, Tauchaer Str. 109, 1955–1968. 1970 entstand im Gebäude eine Kranbahn. Im Oktober 2024 wurde das teilweise schon eingestürzte Fabrikgebäude abgerissen.

Weblinks Historische Leipziger Adressbücher von 1900 bis 1949 Motorräder aus Leipzig Fabrikansicht um 1935

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemaliger Motorradhersteller (Deutschland) Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Leipzig) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Leipzig) Kategorie:Unternehmensgründung 1907