Die Südwestflotte des Japanischen Kaiserreichs (), wörtlich Flotte des Südwestbereichs, war eine Flotte der Kaiserlich Japanischen Marine.
Allgemeines Seit Beginn des Pazifikkriegs war die Kriegsformation der Kaiserlich Japanischen Marine mehrmals teilweise überarbeitet worden. Am 1. April 1942 wurde eine Änderung in der Formation der 11. Luftflotte durchgeführt, um die landgestützte Lufteinheit im Südpazifikraum zu verstärken. Im Anschluss daran, zusammen mit dem Übergang der Kombinierten Flotte zu den Operationen der zweiten Stufe am 10. April, wurde die Formation während des Krieges grundlegend überarbeitet.
Vom Imperialen Hauptquartier in Tokio wurde die Südwestflotte neu aufgestellt um das Kommando über die aktuelle 1., 2. und 3. Südlichen Expeditionsflotten zu übernehmen. Der Kommandant der Südwestflotte Vizeadmiral Takahashi Ibō wurde gleichzeitig zum Oberbefehlshaber der 2. Südlichen Expeditionsflotte ernannt. Zur Verstärkung der Nachschublinien wurden zeitgleich die 1. und 2. Eskorteinheit neu gebildet und jeweils in die Südwestflotte und die 4. Flotte eingegliedert.
Vizeadmiral Takahashi Ibō übernahm damit das Kommando über die Operationen im Gebiet südwestlich von Japan. Er sollte mit den Einheiten der Südwestflotte sowie den ihm unterstellten Luft- und Bodentruppen die Invasion, Besetzung und Verteidigung der Philippinen, Französisch-Indochinas, Malayas und Niederländisch-Indiens koordinieren.
Am 10. April um 09:10 Uhr schrieb Vizeadmiral Takahashi, im Zusammenhang mit dem Übergang zur Phase zwei der Streitkräfte die folgenden Anweisungen an die Einheiten unter seinem Kommando im Geheimtelegramm Nr. 660:
Einsätze der Südwestflotte Französisch-Indochina Malaiische Halbinsel, Singapur Niederländisch-Indien → Borneo, Celebes, Java, Timor, Molukken u. a. Philippinen mini|Der Schwere Kreuzer Chōkai, das Flaggschiff von Vizeadmiral Mikawa Gun’ichi Ende Oktober 1944 erlitten die Einheiten der Südwestflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Mikawa Gun’ichi schwere Verluste bei der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte. Während der folgenden Rückeroberung der Philippinen durch die alliierten Streitkräfte wurde das Hauptquartier der Südwestflotte auf den Philippinen isoliert und die 10. Regionalflotte wurde in Singapur gegründet, um das operative Kommando über ihre überlebenden Streitkräfte zu übernehmen. Eine Ausnahme bildete die 3. Südliche Expeditionsflotte, die ebenfalls auf den Philippinen eingeschlossen war. Bei den heftigen Kämpfen auf den Philippinen, insbesondere in Manila, auf Cebu und Mindanao, wurden die überlebenden Elemente der Südwestflotte und der 3. Südlichen Expeditionsflotte, nun unter dem Kommando von Vizeadmiral Okawauchi Denshichi bis Ende Mai 1945 größtenteils ausgelöscht.
Leitung Oberbefehlshaber Nr. Dienstgrad und Name Bild Amtszeit Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit 1. Vizeadmiral Takahashi Ibō95px 10. April 1942 15. September 1942 2.Vizeadmiral Takasu Shirō95px 15. September 1942 18. Juni 1944 3.Vizeadmiral Mikawa Gun’ichi95px 18. Juni 1944 1. November 1944 4.Vizeadmiral Okawauchi Denshichi 1. November 1944 15. September 1945
Chef des Stabes Nr. Dienstgrad und Name Amtszeit Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit 1.Vizeadmiral Toshihisa Nakamura 10. April 1942 10. Oktober 1942 2.Vizeadmiral Takeo Tada 10. Oktober 1942 15. März 1944 3.Konteradmiral Hidehiko Nishio 15. März 1944 1. November 1944 4.Vizeadmiral Kaoru Arima 1. November 1944 6. September 1945
Siehe auch Liste der Flotten der Kaiserlich Japanischen Marine
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kaiserlich Japanische Marine Kategorie:Militärischer Verband im Zweiten Weltkrieg (Japan) Kategorie:Gegründet 1942 Kategorie:Aufgelöst 1945