mini|Die von Leonhard Matthäus Gießl erbaute Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schwindkirchen Leonhard Matthäus Gießl (auch Giessl, * 1707 in Wien; † 1785 in München) war ein kurbayerischer Hofbaumeister österreichischer Abstammung.Abschnitt nach: Leonhard Matthäus Gießl. In: Deutsche Biographische Enzyklopädie.

Leben Leonhard Matthäus Gießl war der Sohn eines Maurermeisters. Nach der Ausbildung in Wien ging er sieben Jahre auf Wanderschaft, ehe er sich in München niederließ und dort 1732 durch Heirat der fast 30 Jahre älteren Witwe Catharina Köglsperger das Meister- und Bürgerrecht erwarb. In München war er anschließend im Umfeld des Münchner Hofbauwesens tätig. 1731 trat er die Nachfolge Philipp Köglspergers auf dessen bürgerlicher Meisterstelle an. 1753 wurde er Adjunkt und 1758 in der Nachfolge Philipp Jakob Zwergers Hofmaurermeister. Er war mehrmals „Vierer“, also einer der vier Vorsteher oder Zunftmeister der Münchner Maurerzunft. 1768 wurde er zum Baumeister des Kurfürstlichen Geistlichen Rates ernannt.

Leonhard Matthäus Gießl war stark von Johann Michael Fischer beeinflusst. Es reichte vom späten Barock bis zum frühen Klassizismus. Gießl wirkte vorwiegend im Bereich des Ammer- und des Starnberger Sees.

Werk (Auswahl)

Langhaus der Salvatorkirche in Bettbrunn Kirche Mariä Himmelfahrt in Schwindkirchen, 1782 bis 1785 Fertigstellung der von Johann Michael Fischer begonnenen Pfarrkirche St. Josef in StarnbergKulturspaziergang S. 84 Wallfahrtskirche St. Leonhard in Dietramszell, 1765 bis 1774

Literatur Astrid Amelungse-Kurth, Annette Kienzle: Kulturspaziergang durch Starnberg, Berg 2006, ISBN 3-935736-15-0, zit. als „Kulturspaziergang“ Leonhard Matthäus Gießl. In: Matthias Feldbaum: Der kurbayerische Hofmaurermeister Leonhard Matthäus Giessl (1707–1785), München 1996, ISBN 978-3-8316-6167-1

Einzelnachweise

Kategorie:Hofbaumeister Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Geboren 1707 Kategorie:Gestorben 1785 Kategorie:Mann