Die Chemisch-Physikalische Versuchsanstalt der Marine (CPVA) war eine Organisation der deutschen Kriegsmarine. Sie ging aus dem 1888 gegründeten Torpedolaboratorium hervor und bestand als Einrichtung der Kriegsmarine von 1934 bis 1945. Sitz der obersten Dienststelle war zunächst Neumühlen-Dietrichsdorf, später zum Schutz vor den schweren Bombenangriffen auf Kiel dann der Ortsteil Dänisch Nienhof der Gemeinde Schwedeneck. Sie unterstand zunächst der Inspektion des Torpedo- und Minenwesens, ab 1936 der Inspektion des Torpedowesens und ab 1944 direkt dem Oberkommando der Marine (OKM). Endgültig aufgelöst wurde sie erst 1946 durch die britische Besatzungsmacht.
Aufgabe der CPVA war die Entwicklung von Waffen und Sprengstoffen. Durch wissenschaftliche Forschung sollte die Effizienz dieser gesteigert werden. Die CPVA hatte vier Abteilungen: Physikalische Abteilung Chemische Abteilung Abteilung für Kampfstoffe und Nebel Sprengstofftechnische Abteilung
Je nach Art der Forschung und Versuche bestimmte die Dienststelle wechselnde Versuchsorte. Ständige Außenstellen der CPVA befanden sich am Toplitzsee und in Bad Frankenhausen/Kyffhäuser.
Leiter war von 1934 bis 1946 der Marineoberbaudirektor Friedrich Brandes.
Die CPVA arbeitete eng mit der Torpedoversuchsanstalt zusammen. Unklar bleibt bis heute, inwieweit sie in Forschungen des Marinewaffenamtes zu Kernwaffen und Nuklearantrieben eingebunden war.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Landeinrichtung der Kriegsmarine Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1934 Kategorie:Aufgelöst 1945 Kategorie:Organisation (Militärtechnik) Kategorie:Militärische Sprengtechnik Kategorie:Waffentest Kategorie:Organisation (Waffentechnik)