Waltershofen ist eine Ortschaft in Freiburg im Breisgau mit eigener Ortsverwaltung. Die ländlich geprägte Ortschaft liegt ca. 15 km westlich der Stadt am Tuniberg in der Nachbarschaft zu den eigenständigen Gemeinden Gottenheim, Merdingen und Umkirch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie zur südlich gelegenem Opfingen, ebenfalls eine Ortschaft von Freiburg.
In Waltershofen leben 2289 Personen (31. Dezember 2025).FR.ITZ – Statistikportal der Stadt Freiburg: Anzahl Personen nach Stadtbezirk, Altersgruppen (12) Die Fläche des Stadtteils beträgt 758,339 ha (Stand 31. Dezember 2012).FR.ITZ – Statistikportal der Stadt Freiburg: Fläche in Hektar nach Stadtbezirk, Flächentyp
Der Partnerort ist Waltershofen im Allgäu.
Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde Waltershofen im Jahr 1139. Während des Mittelalters gehörte das Dorf dem Kloster St. Märgen. Verschiedene Breisgauer Adelsfamilien, so die Schnewlin und die Dachswangen, waren die Ortsherren. Wegen Verarmung musste das Kloster St. Märgen diesen Besitz Ende des 15. Jahrhunderts verkaufen. Wechselnde Adelsfamilien herrschten weiter über den Ort, der 1806 an das Land Baden fiel und mit diesem 1952 im Land Baden-Württemberg aufging. Am 1. Juli 1972 wurde das Dorf nach Freiburg eingemeindet. Ortsvorsteherin ist seit 2015 Petra Zimmermann.
Landschaft Im Südosten der Waltershofener Gemarkung, angrenzend an das Naturschutzgebiet Rieselfeld und den Mundenhof, liegt das Landschaftsschutzgebiet Mooswald. Es wird in Nord-Süd-Richtung durchschnitten von der Bundesautobahn 5. Westlich davon liegt der Waltershofener See. Er entstand 1967 bis 1969 durch Kiesabbau für den Autobahnzubringer Freiburg-Mitte und ist der am höchsten mit Nährstoffen belastete See Baden-Württembergs. Diese wurden über das Grundwasser vom Freiburger Rieselfeld bis Anfang der 1980er Jahre eingetragen. Die Folge waren Algenblüte und Fischsterben, da ab zwei Meter Wassertiefe kein Sauerstoff mehr vorhanden war. Seit 2010 wird mit Solarantrieb das Wasser umgewälzt und so gelangt Sauerstoff auch in tiefere Schichten.
Verkehr Waltershofen ist per Bus im Halbstundentakt über die Linie 32 mit Lehen, Haslach und Rieselfeld verbunden, von wo aus Anschluss an das Straßenbahnnetz und die Freiburger Innenstadt besteht.
Für den Radverkehr ist Waltershofen durch den Mooswald am Opfinger See vorbei mit dem FR 5 am Mundenhof verbunden. Es besteht ein Radweg nach Umkirch mit Anschluss an den FR 1 und am Mühlbach entlang eine Verbindung nach Opfingen, Tiengen und Munzingen. Im August 2024 wurde der Lückenschluss nach Merdingen entlang und parallel zur Kreisstraße über den Tuniberg bis zum bestehenden Radweg auf dem Tunibergsattel mit Anschluss zum Tuniberghöhenweg fertig gestellt, der dort zuvor einfach endete. Der Bau einer Verbindung nach Gottenheim entlang der L 187 und damit in Verantwortung des Landes Baden-Württemberg wird schon lange gefordert.
Bauwerke Mittelpunkt des Dorfes ist die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, die von Christoph Arnold in den Jahren 1816 bis 1819 im Weinbrenner-Stil erbaut wurde, nachdem die Pfarrei von Wippertskirch, welche auch die Kirche des Klosters Schuttern seit 1136 war, 1815 nach Waltershofen verlegt wurde. Die Kirche ist in Waltershofen an Stelle einer St. Margareten-Kapelle erbaut worden, die dort seit ca. 1270 stand.Hermann Brommer: Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul Freiburg-Waltershofen. Schnell und Steiner, München 1987.
Das Gebiet um den alten Sportplatz soll bis 2025 mit 52 Wohnungen und Gewerbeflächen für die Nahversorgung bebaut werden.
Weblinks
Ortsverwaltung Waltershofen auf der Seite der Stadt Freiburg Kleinststadtgeheimtipps Waltershofen Ortsgeschichte
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Freiburg im Breisgau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Freiburg im Breisgau) Kategorie:Ersterwähnung 1139 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972