Ẁurdah Ïtah ist das vierte Studioalbum der französischen Avant-Prog- und Zeuhl-Band Magma. Das Album wurde ursprünglich am 15. Juni 1974 von Christian Vander unter dem Namen Tristan et Iseult als Soundtrack Yvan Lagranges gleichnamigen Avantgardefilm Tristan et Iseult von 1972 veröffentlicht. Der Film thematisiert die Legende um Tristan und Isolde.

Musikstil Ẁurdah Ïtah, was in der Kunstsprache Kobaïanisch, in der auch die Texte der auf dem Album gesungenen wurden, etwa mit Tote Erde übersetzt werden kann, ist der zweite Teil der Theusz Hamtaahk-Trilogie. Es folgt auf das Album Theusz Hamtaahk (deutsch etwa: Zeit des Hasses), welches lediglich als Live-Album erhältlich ist und wird von Mekanïk Destruktïw Kommandöh (1973) fortgeführt.

Entstehungsgeschichte Erstmals wurde eine Vorversion von Ẁurdah Ïtah im Frühjahr 1971 von Vander am Piano und Gesang, Klaus Blasquiz Gesang, René Gerber an der Bassklarinette, Clément Bailly und Doudou Weiss am Schlagzeug bei einem einmaligen Konzert im Pariser Gibus Club in einer akustischen Version aufgeführt.Alain Raemackers im Booklet vom Album Ẁurdah Ïtah von 2004

Nach einer Aufführung trat Yvan Lagrange an Magma heran und wollte die damals noch vorläufig als Theusz Hamtaahk betitelten Stücke in einem rohen Livemitschnitt für seinen Avantgardefilm Tristan et Iseult verwenden. Die Band drängte jedoch darauf den Soundtrack in einer guten Qualität im Studio aufzunehmen, worauf die Titel in einer 25:53-minütigen Version am 3. Januar 1972 im Studio Chapell, Paris von Gérald Nimal aufgenommen wurde. Die Im Besetzung bestand lediglich aus Klaus Blasquiz an Perkussions und Gesang, Jean-Pierre Lembert am E-Bass, René Garber, Gesang und Christian Vander am Piano, Schlagzeug und Gesang. Diese Aufnahme wurde erst 2018 remastert als Bonustrack in Neuauflagen von Ẁurdah Ïtah offiziell als Ẁurdah Ïtah (Prima Matéria) auf Tronträgern veröffentlicht.

Von Thibaults fertigen Film war die Band schließlich wenig begeistert. Blasquiz schämte sich für die Teilnahme an diesem Projekt, das er als totales Fiasko mit einem nicht enden wollendem Fehlen von Handlung bezeichnet, das nur wenig, allenfalls verschwommen Sinn ergibt.

Die Aufnahmen für die 1974 erschienene LP-Version wurden von einem Kernquartett von Magma-Mitgliedern, bestehend aus Christidan Vander am Schlagzeug, Piano, E-Piano und Gesang, Jannick Top am E-Bass, Blasquiz an Perkussions und Gesang, sowie Stella Vander, Gesang, am 4., 5. und 8. April 1974 in Jean-Pierre Bameulls Studio De Milan in Paris in einer 39:04 Minuten langen Version eingespielt und abgemischt. Bei späteren Liveaufführungen wurde das Stück instrumental und mit aufwändigeren Gesangspassagen sowie in der Laufzeit weiter ausgebaut und Längen von bis zu 49 Minuten auf der 2009 erschienenen DVD Mythes et Légendes Epok II erreicht.

1989 wurde das Album auf Stella Vanders Label Seventh Records mit dem Magma-Logo auf dem Cover wiederveröffentlicht und wird seitdem rückblickend als Magma-Album kontextiert. Das Album wurde mehrfach neu aufgelegt, unter anderem in dem Boxset Studio Zünd und 2018 remastert auf Sevent Records mit der 1972 für Tristan et Iseult eingespielten 26-minütigen Originalversion als remasterter Bonustitel Wurdah Ïtah (Prima Matéria).

Titelliste Alle Titel wurden von Christian Vander geschrieben und arrangiert. Den kobaïanischen Titeln folgen die französischen Titel in Klammern.Übersetzung der französischen Titel nach:

Literatur

Weblinks Ẁurdah Ïtah auf magmamusic.org (englisch)

CHRISTIAN VANDER: TRISTAN ET ISEULT (AKA: ẀURDAH ÏTAH) in Prog Archives (englisch)

Yvan Lagranges Film Tritstan et iseult (1972) auf IMDb

Einzelnachweise

Kategorie:Album (Progressive Rock) Kategorie:Album 1974 Kategorie:Konzeptalbum Kategorie:Magma-Album Kategorie:Soundtrack-Album