alternativtext=Alfons Zeileis mit 49 Jahren|mini|Alfons Zeileis, 1936 Alfons Zeileis (* 31. Juli 1887 in Hafenlohr Bei wird sein Geburtsort als „Hasenlohr“ benannt, dabei handelt es sich um einen Lesefehler der Frakturschrift.; † 25. März 1963 in Neustadt an der Weinstraße) war ein deutscher Maler und Kunstpädagoge. Er wurde vor allem durch Gemälde aus der Umgebung von München und der südlichen Pfalz bekannt. Er malte vorwiegend im Stil des Impressionismus und des Expressionismus.
Leben Alfons Zeileis wurde als Sohn von August Zeileis, „Königl. Post- und Bahn Expeditor“, und Maria Zeileis geborene Lutz in Hafenlohr geboren.Die Angaben zum Lebenslauf beruhen auf dem Artikel von Karl Ritter: Ein Meister des Sehens: der Maler Alfons Zeileis. In: Donnersberg Jahrbuch. 14 (1991), S. 82–85 sowie auf Die Rheinpfalz vom 8. Juni 1988, Vorschau: Alfons Zeileis im Dokumentationszentrum.
Er besuchte von 1897 bis 1904 das humanistische Gymnasium in Würzburg und von 1904 bis 1906 heute die Kunstgewerbeschule in Nürnberg. Von 1906 bis 1908 studierte er an der Münchener Kunstakademie und absolvierte im Jahr 1908 das Examen.Matrikelnummer Alfons Zeileis, Matrikeldatenbank der Akademie der bildenden Künste München. Abgerufen am 28. April 2022. Er setzte sein Studium bis 1914 an der Akademie fort und finanzierte sich mit kleineren Stipendien und Aufträgen.
Er besuchte zunächst die Zeichenklasse bei Gabriel von Hackl. Seine direkten Kommilitonen bei von Hackl waren unter anderem der italienische Maler Giorgio de Chirico,Matrikelnummer Giorgio de Chirico Matrikeldatenbank der Akademie der bildenden Künste München. Abgerufen am 28. April 2022. der griechische Maler Markos ZavitsianosMatrikelnummer Markos Zavitsianos, Matrikeldatenbank der Akademie der bildenden Künste München. Abgerufen am 28. April 2022. und der österreichische Maler Karl von BlaasMatrikelnummer Karl von Blaas, Matrikeldatenbank der Akademie der bildenden Künste München. Abgerufen am 28. April 2022.. Außerdem besuchte Zeileis die Malklasse bei Carl von Marr und Ludwig von Herterich sowie die Komponierklasse bei Carl Johann Becker-Gundahl. Dazwischen nahm er Studienaufenthalte in Dachau, Oberstaufen und Rom. Zeileis’ Aktivitäten in der Künstlerkolonie Dachau sind für die Jahre 1907, 1908, 1911 und 1913 belegt.Dachauer Künstlerliste von 1989 in: Lorenz Josef Reitmeier: Dachau der berühmte Malerort, Süddeutscher Verlag, München 1990.
Außerdem studierte er von 1907 bis 1908 an der Technischen Hochschule München. An der Kunstakademie München erhielt Zeileis folgende Auszeichnungen: 19. Juli 1907: lobende Erwähnung für Zeichenstudien 10. Januar 1911: zweiter Preis für Surrogatebild 17. Januar 1914: lobende Erwähnung für seine Gruppe aus der Sintflut 16. Juli 1914: lobende Erwähnung für Malstudien mini|Selbstbildnis, 1920, ca. 48 × 38 cm Im Jahr 1913 nahm Zeileis an einer Kollektivausstellung in der Galerie „Neuer Kunstsalon“ in der Königinstraße 44 in München teil. An dieser Ausstellung waren außer ihm der dem Blauen Reiter nahe stehende Maler Egon Adler, der rheinische Expressionist Carlo Mense, der Dresdner Grafiker Walter Richard Rehn und der ebenfalls dem Blauen Reiter nahestehende amerikanischen Maler Albert Bloch beteiligt.Münchner Neueste Nachrichten vom 14. Mai 1913, o. T., S. 2. Im Ersten Weltkrieg meldete sich Zeileis 1914 als Freiwilliger zum Militärdienst. Bereits 1916, nach Aufenthalt in verschiedenen Lazaretten, war sein militärischer Einsatz beendet. Im Sommer 1916 wurde er als Zeichenlehrer an die „Realanstalt am Donnersberg“ berufen, das heutige Gymnasium Weierhof. In seiner Zeit in Marnheim fand Zeileis im Jahr 1918 seine Lebensgefährtin und Frau Elisabeth.
Im Oktober 1916 veröffentlichte Zeileis in der Zeitschrift Die Kunst für Alle des Münchner Bruckmann Verlags einen kurzen Artikel mit dem Titel Die Wirkung künstlerischer Manifestationen.Alfons Zeiles: Die Wirkung künstlerischer Manifestationen In: Die Kunst für Alle 32, Oktober 1916, S. 224–225 (Digitalisat).
Nach dem Krieg arbeitete er als Assistent am Progymnasium Homburg und danach als Studienrat – ab 1939 als Studienprofessor – am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium in Neustadt an der Weinstraße. Im Jahr 1932 zog er nach Hambach. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sein Haus beschlagnahmt und er musste in verschiedenen Notunterkünften unterkommen, bevor er 1951 wieder in Neustadt auf der Hambacher Höhe wohnte und 1955 wieder in sein eigenes Haus in Hambach zog.
Alfons Zeileis starb am 25. März 1963 in Neustadt an der Weinstraße, nur wenige Tage nach seiner Frau.
Ausstellungen Zeileis war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler. Ausstellungen mit seinen Bildern gab es in der südlichen Pfalz bis 1993. Er nahm an folgenden Gruppenausstellungen teil:
1926: Pfälzer Kunst im Coburger KunstvereinFränkischer Kurier vom 23. April 1926: Pfälzer Kunst im Coburger Kunstverein und Coburger Tageblatt vom 22. April 1926: Coburg, 22. April, Kunstverein; beides in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1926: Maiausstellung in Speyer, Aquarellausstellung Pfälzischer Künstler im FreiburgerhausSpeyerer Zeitung vom 6. Mai 1926, F. Ulm: Pfälzischer Kunstverein, Mai-Ausstellung 1926, Pfälzische Rundschau vom 6. Mai 1926, F. Ulm: Pfälzischer Kunstverein, Maiausstellung 1926; beides in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1926: Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler Pfälzische Malerei von heute, Ebertpark LudwigshafenGeneral-Anzeiger Ludwigshafen vom 12. Mai 1926. Artikel-Ausschnitt im Nachlass des Künstlers: Pfälzische Malerei von heute, Eine Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft pfälzischer Künstler im Ebertpark, Autor: Kürzel Niddy, verifiziert und zugeordnet anhand Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1926: Pfälzische Kunstausstellung im SaalbauStadt- und Dorfanzeiger vom 9. August 1926, Pfälzische Kunstausstellung im Saalbau, Autor: Dr. Westecker. 1926: Kunstausstellung in der Winterschule anlässlich der Südpfälzischen Herbsttage in LandauDer Rheinpfälzer vom 15. Oktober 1926, Rudolf Metzger: Südpfälzische Herbsttage. Die Kunstausstellung in der Winterschule; in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1926: Pfälzischer Kunstverein Speyer, Kollektivausstellung Pfälzer KünstlerSpeyerer Zeitung vom 18. November 1926, F. Ulm: Pfälzischer Kunstverein Speyer, in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1927: Pfälzer Kunstausstellung in ZweibrückenPfälzischer Merkur vom 23. Juni 1927, Titel: Die Pfälzische Kunstausstellung in Zweibrücken, Autor: Dr. Hermann Probst, in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1927: Kunstausstellung der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler in LandauDer Rheinpfälzer vom 18. Oktober 1927, Kunstausstellung in Landau und Landauer Anzeiger vom 21. Oktober 1927, Leonhard Welker: Kunstausstellung in Landau; beides in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1927: Wanderausstellung der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler in PirmasensPirmasenser Zeitung vom 15. November 1927, G. B.: Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Kunst Kunst-Ausstellung und Pfälzer Tageblatt Pirmasensvom 16. November 1927: Kunst-Ausstellung in Pirmasens; beides in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1928: Kunstverein Augsburg, Künstler aus der Pfalz.Schwäbische Volkszeitung vom 22. Februar 1928, Kunstverein Augsburg; in Kritiken über Künstler: [Zeitungsausschnitte] zsgest. von Karl Graf, Pfälzer Landesbibliothek Speyer. 1928: Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Kunst Ausstellung im SaalbauGeneral-Anzeiger für Neustadt, Landau und die Vorderpfalz vom 17. April 1928, Leopold Reitz: Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Kunst, Ausstellung im Saalbau (Schluß). 1929: Kunstausstellung im KaisersaalGeneral-Anzeiger für Neustadt, Landau und die Vorderpfalz vom 9. Dezember 1929: Kunstausstellung im Kaisersaal. 1930: Ausstellung im Rahmen der Veranstaltung 1000 Jahre Mode und LiteraturGeneral-Anzeiger für Neustadt a.d. Haardt und Umgebung vom 5. Dezember 1929: 1000 Jahre Mode und Literatur. Ab 1930 wurden wegen der Weltwirtschaftskrise, welche die Pfalz besonders traf, freischaffende Künstler vor festbesoldeten Künstlern gefördert. Es fanden kaum noch Ausstellungen statt.Ariane M. Fellbach-Stein: Kunstpolitik in der Pfalz 1920–1945, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, 2001, S. 65. Da Zeileis beamteter Kunstlehrer war, nahm er nicht mehr an Ausstellungen teil. 1941: bei der Großen Deutschen Kunstausstellung in München wurden die eingereichten Bilder nicht ausgestellt, sondern der „entarteten Kunst“ zugeordnet, von der Polizei beschlagnahmt und nicht zurückgegeben.Karl Ritter: Ein Meister des Sehens: der Maler Alfons Zeileis. In: Donnersberg-Jahrbuch. 14 (1991), S. 82–85. 1948: Verkaufsausstellung der Pfälzischen Künstlerselbsthilfe in „Die Brücke“, Ludwigshafen, vom 11. bis 28. NovemberGeißler-Archiv in der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer, Mappe K100Z. 1949: Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler: 1. Ausstellung in der Landesgewerbeanstalt Kaiserslautern; 9. April bis 3. MaiAusstellungskatalog eingesehen in der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer. 1952: Kunstverein Ludwigshafen, Herbstausstellung im Textilhaus Krebs, 9. bis 30. November 1955: Jahresausstellung Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler. Landesgewerbeanstalt Kaiserslautern, 24. November bis 23. Dezember 1955 1957: Weihnachtsausstellung in Ludwigshafen 1958: Landesgewerbeanstalt KaiserslauternPfälzer Tageblatt vom 15./16. Mai 1958. 1962: Ausstellung Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler 1962/63: Künstlergilde „Buslat“, 1. Große Gilde-Ausstellung, Schloss Bauschlott, 2. Dezember 1962 bis 30. Januar 1963Die Rheinpfalz vom 13. Dezember 1962.
Nach Alfons Zeileis’ Tod fanden mit Unterstützung seiner Tochter Anneliese weitere Ausstellungen mit seinen Bildern statt: 10. Juni bis 13. Juli 1988: Gedächtnisausstellung im Dokumentationszentrum in Neustadt (Weinstraße)Stadtanzeiger Neustadt vom 26. Mai 1988: Einladung zur Ausstellung;Die Rheinpfalz vom 8. Juni 1988: Vorschau: Alfons Zeileis im Dokumentationszentrum;Die Rheinpfalz vom 14. Juni 1988, Ursula Biffar: Ausstellung Zeileis im Dokumentationszentrum. Belege lebendigen Sehens. 1. bis 11. Juni 1989: Einzelausstellung im Rathaus in HambachDie Rheinpfalz vom 1. Juni 1989, Ursula Biffar: Ausstellung Alfons Zeileis im Hambacher Rathaus Maler bewussten Sehens. 31. Mai bis 28. Juni 1989: Einzelausstellung in der Kreissparkasse in KirchheimbolandenDie Rheinpfalz vom 2. Juni 1990: Tochter des ehemaligen Weierhof-Kunsterziehers Alfons Zeileis ermöglicht Gedächtnisausstellung, Natur und Landschaft die Großen Themen. 3. bis 21. Juni 1991: Einzelausstellung in der Kreissparkasse Bad DürkheimDie Rheinpfalz vom 4. Juni 1991, Ursula Biffar: Arbeiten von Alfons Zeileis in der Dürkheimer Kreissparkasse Natur in mystischem Licht. 14. Oktober bis 29. November 1991: Einzelausstellung im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Enkenbach-AlsenbornDie Rheinpfalz vom 7. Oktober 1991; Die Rheinpfalz vom 17. Oktober 1991: Bilder von Zeileis im Rathaus zu sehen. 27. Oktober bis 4. Dezember 1993: Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium: 175 Jahre Künstler und Kunsterzieher. Stadtarchiv Neustadt. Zeileis war mit 5 Bildern vertreten.Haardter Rundschau vom 29. Oktober 1993: Auf der Fährte politisierender Kunsterzieher, Ausstellung 175 Jahre Künstler und Kunsterzieher von der Latein-Schule bis zum Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium.
Werke
Gemälde von Alfons Zeileis in öffentlichem Besitz