Glückshormone (Arylethylamine) 170px Dopamin 200px Serotonin 170px Noradrenalin 135px Phenylethylamin Als Glückshormone werden im journalistischen Bereich häufig bestimmte Botenstoffe (Hormone, Neurotransmitter) bezeichnet, die unter bestimmten Umständen Wohlbefinden oder Glücksgefühle hervorrufen können. Das geschieht meist durch eine anregende, entspannende oder schmerzlindernd-betäubende Wirkung.Josef Zehentbauer: Körpereigene Drogen. Die ungenutzten Fähigkeiten unseres Gehirns. 4. Auflage. Patmos, Düsseldorf 2003, ISBN 3-491-69410-8, S. 48 und 83 ff.
Botenstoffe Neben Hormonen werden diverse Neurotransmitter zu den Glückshormonen gezählt.R. Alexander, O. R. Aragón, J. Bookwala, N. Cherbuin, J. M. Gatt, I. J. Kahrilas, N. Kästner, A. Lawrence, L. Lowe, R. G. Morrison, S. C. Mueller, R. Nusslock, C. Papadelis, K. L. Polnaszek, S. Helene Richter, R. L. Silton, C. Styliadis: The neuroscience of positive emotions and affect: Implications for cultivating happiness and wellbeing. In: Neuroscience and biobehavioral reviews. Band 121, Februar 2021, S. 220–249, , PMID 33307046 (Review). Diese ermöglichen Nervenzellen, direkt über chemische Synapsen miteinander zu kommunizieren. Beispiele für als Glückshormone bezeichnete Substanzen sind: Monoamine Dopamin Serotonin Noradrenalin Phenethylamin (PEA) Neuropeptide wie Oxytocin Endorphine
Kritik Endorphine sind keine „Glücksbringer“, sondern in erster Linie Botenstoffe zur Dämpfung und Unterdrückung von Schmerzen.C. H. Hawkes: Endorphins: the basis of pleasure? In: Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry. Band 55, Nummer 4, April 1992, S. 247–250, , PMID 1316428, (Review). Die Vorstellung, dass Serotonin ein Glückshormon sei, wurde in der Forschung zum Thema Depression als Märchen bezeichnet.Janosch Deeg: Depression: Die Mär vom Glückshormon, Spectrum.de, 12. Dezember 2020.S. Jauhar, P. J. Cowen, M. Browning: Fifty years on: Serotonin and depression. In: Journal of psychopharmacology. Band 37, Nummer 3, März 2023, S. 237–241, , PMID 36938996, (Review).
Aus Sicht der Neurowissenschaften ist die Neurochemie überhaupt nicht in der Lage, Glück zu erklären. Sie kann nur Lust oder Verlangen erklären, nicht aber Glück. So wird darauf hingewiesen, dass Sucht jeder Art eher Unglück als Glück zur Folge hat. Glück könne nur entstehen, wenn zu der Lust auch ein Gefühl von sinnvollem und engagiertem Zusammenhang mit der Umwelt hinzukomme.M. L. Kringelbach, K. C. Berridge: Towards a functional neuroanatomy of pleasure and happiness. In: Trends in cognitive sciences. Band 13, Nummer 11, November 2009, S. 479–487, , PMID 19782634, (Review).
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Einzelnachweise
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