Odisheim () ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Land Hadeln im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geographie mini|links|Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,5 m bei einem Deichbruch am Glameyer-Stack, Otterndorf. Lage Odisheim liegt im Niederelbegebiet. Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 2 m über NHN, zu einem großen Teil aber auch unter dem Meeresspiegel liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet würde. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer-Stack beschrieben.

Gemeindegliederung (Ortsteile) Am See Dreieck Kirchdorf Norderteil Süderteil

Nachbargemeinden

Geschichte hochkant|mini|Der Hadler Kanal am Lichtenpils Richtung Süd Der Name des Ortes geht vermutlich auf vorchristliche und damit vorkarolingische Zeit zurück und bedeutet wohl Odins Heim. Die erste urkundliche Erwähnung fand jedoch erst 1325 statt. Von 1388 bis etwa 1484 gehörte das Kirchspiel Odisheim, zusammen mit den Kirchspielen Steinau, Oster- und Wester-Ihlienworth und Wanna (die „Fünf Kirchspiele“) zur Vogtei Bederkesa. In Dokumenten des 16. Jahrhunderts findet sich die Namensform Odeßhem neben der „christianisierten“ Form Gadeshem („Gottsheim“).

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1824 – ¹ 1848 729 ² 1910 906 1925 874 1933 828 1939 776 1950 1280 Jahr Einwohner Quelle 1975 654 ³ 1987 600 ³ 1992 583 ³ 2000 608 ³ 2010 568 ³ 2015 497 ³ 2018 487 ³ ¹ 138 Feuerstellen ² in 153 Häusern ³ jeweils zum 31. Dezember

Religion 78 % der Einwohner von Odisheim sind evangelisch, nur 3 % katholisch.Zensus 2011 Die ev.-luth. Kirchengemeinde Odisheim mit der St.-Jobst-Kirche gehört zum Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln der hannoverschen Landeskirche. Für Reformierte ist die Kirchengemeinde Holßel der Evangelisch-reformierten Kirche zuständig, für die Katholiken die Pfarrei Hl. Kreuz in Otterndorf, die zum Dekanat Bremerhaven im Bistum Hildesheim gehört.

Politik Gemeinderat Der Rat der Gemeinde Odisheim besteht aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit bis zu 500 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Die letzten Gemeinderatswahlen ergaben folgende Sitzverteilungen:

Partei 2021 2016 CDU 7 7

Bürgermeister Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Stefan Skowron (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.

Wappen Der Entwurf des Kommunalwappens von Odisheim stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.

Kultur und Sehenswürdigkeiten hochkant|mini|Der Hadler Kanal am Lichtenpils Richtung Süd Bauwerke

St.-Jobst-Kirche Pfarrhaus Hofanlage Deichstraße 6 von um 1890 Hofanlage Dorfstraße 32 von 1884/1900 Wohn- und Wirtschaftsgebäude Dorfstraße 46, Zweiständer-Hallenhaus in Fachwerk von um 1853. Ehemaliges Pfarrhaus Dorfstraße 74 von 1907 Hadler Sagenweg mit 32 Stationen

Museum Die Heimatstuben: Hier werden historische Gegenstände aus Haushalt und Landwirtschaft ausgestellt.

Gärten Der Mori-Garten in der Dorfstraße 38 in Odisheim wurde von Edeltraud Mori angelegt. In der 10.000 qm großen Parkanlage befinden sich Sonnen- und Schattenstauden, Rhododendren, Kamelien sowie ein Teich und seltene Bäume. 2021 erbte die Gemeinde Odisheim das Anwesen. Der Garten ist der Öffentlichkeit zu Veranstaltungen zugänglich und kann täglich kostenfrei von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang besucht werden. Gepflegt wird der Garten vom Ortsverein DEO.

Galerie

Verkehr Der Ort liegt nahe dem Hadelner Kanal und an der Landesstraße 144.

Persönlichkeiten

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

Georg Rieper (1909–1982), Unternehmer und Erfinder Helmut Salzinger (1935–1993), Schriftsteller, Herausgeber und Verleger Edeltraut Mori (1943–2021), Stifterin des Staudengartens Odisheim

Sagen und Legenden

Gottes Lohn Das Hexenmahl Hake Betken siene Duwen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Cuxhaven Kategorie:Elbe-Weser-Dreieck

Kategorie:Ersterwähnung 1325 Kategorie:Marschhufendorf