mini|Ansitz KastenDer Ansitz Kasten ist ein geschütztes Baudenkmal oberhalb von Galsaun, einer Fraktion der Gemeinde Kastelbell-Taschars in Südtirol. Geschichte Der Name stammt von einem Kornkasten, den die Herren von Schlandersberg für ihre Burg Hochgalsaun errichten ließen. Daraus entstand im Verlauf des 14. Jahrhunderts eine Art Vorburg mit einem Wohnturm und Wirtschaftsgebäuden, die zu einem herrschaftlichen Ansitz umgestaltet wurde. In der Anlage war auch ein eigenes Hausarchiv, das Archiv Kasten-Schlandersberg, mit umfangreichem Urkunden- und Aktenbestand vom späten 13. bis in das frühe 20. Jahrhundert untergebracht.Emil von Ottenthal, Oswald Redlich (Bearb.): Archiv-Berichte aus Tirol (Mittheilungen der dritten (Archiv-) Section der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale, III. Band). Bd. 2. Wien-Leipzig 1896, S. 4–34. Nach der Zerstörung der Burg Hochgalsaun nutzten die Brüder Kaspar und Sigismund von Schlandersberg das Anwesen ab 1423 als Hauptwohnsitz, mit der Option, bei Gefahren in die schwer einnehmbare Höhenburg Hochgalsaun zurückzukehren. 1477 urkundeten die Brüder Ulrich und Diepold von Schlandersberg auf dem Chasten. 1492 erfolgte die Weihe der Dreifaltigkeitskapelle. Als weitere Patrone werden Maria, die Heilige Anna und die 14 Nothelfer genannt. Das Geschlecht der Schlandersberger ist 1755 im Mannesstamm erloschen. Darauf fiel der Güterbesitz durch Einheirat 1771 an die Grafen von Hendl. 1864 erbte Franz von Ottenthal den Ansitz.

Weblinks

Kasten auf burgenwelt.org

Einzelnachweise

Kasten Kategorie:Baudenkmal in Kastelbell-Tschars